Jesus sagt: „Das Heil kommt von den Juden“

Israel ist und bleibt das auserwählte Gottesvolk. Darum ist unsere Beziehung als Christen zu diesem Volk eine ganz besondere Beziehung. Das wird mir gerade in der Vorbereitung meiner Predigt für den Israelsonntag (10.Stg. n. Trinitatis 12.08.07) deutlich. Israel hat einen einzigartigen Vorzug bei Gott, der auch nicht mit dem Kommen Jesu abgeschafft wurde. Sondern auch er hat die Liebe Gottes zu diesem seinem Volk in besonderer Weise deutlich gemacht. Die Begrifflichkeit, dass etwa die Christen das neue Israel wären, ist einfach falsch. Durch Jesus haben wir zwar Anteil am Heil, aber Israel bleibt dennoch Gottes geliebtes Volk. Jesus selbst ist, menschlich gesehen, ein Sohn dieses Volkes und so ist seine Auspruch „Das Heil kommt von den Juden“ nur gerechtfertigt. Und wir finden auch immer wieder im Neuen Testament, besonders bei Paulus den Bezug zum Volk Israel. Hier macht uns der Apostel seine ganze Liebe deutlich und in Römer 11 spricht er es deutlich aus: Der Bund Gottes mit seinem Volk Israel bleibt bestehen.

Auch wir heute begründen ja unseren Glauben nicht nur in den Büchern des Neuen Testamentes, sondern auch das Alte Testament mit den Geschichten der Väter des Volkes Israel ist uns eine wichtige Glaubensquelle. In der Präambel der neuen Verfassung der EKMD wird als Wurzel unseres Glaubens das Volk Israel genannt werden. Und das ist gut so, nach den vielen Irrungen und Wirrungen des 20. Jahrhunderts mit dem Schrecken des Holocaust und der Ermordung von Millionen von Juden.

Israel ist und bleibt Gottes geliebtes Volk.

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