Was kann Kirche auf dem Lande von den Schotten lernen?

schottlandWenn man von den Schotten spricht, dann denkt man meist an Sparsamkeit oder gar Knausrigkeit. Der Gourmet denkt an Whisky oder an ein gute Lammkotelett. Oder man denkt an die Highlands und den Kilt. Doch seit dieser Woche gehört zu Schottland noch etwas dazu. Schottland ist mit seinem Referendum über den Verbleib in Großbritannien zum Inbegriff der Demokratie geworden.

Auch wenn die Befürworter des Austritts aus Großbritannien verloren haben, haben sich die Verhältnisse in der Bevölkerung und in der Politik verändert. Die britische Politik kann und wird nicht mehr so weiter machen wie bisher. Denn sie begegnet jetzt einem starken und selbstbewussten Volk der Schotten, welches Demokratie geübt hat und sie auch weiter verwirklichen will.

Mir ist es deutlich geworden, dass genau das in unseren Gemeinden auf dem Land sein muss. Wir brauchen starke und selbstbewusste Gemeinden. Die müssen nicht groß sein. Ja es können wirklich kleine Gemeinden sein – 10 bis 20 Leute, sogar so etwas wie Hauskreisgemeinden. Wichtig ist, dass sie missionarisch und in einer guten Struktur ihren Glauben und ihre Gemeinschaft leben. Aber noch etwas macht die Wahl in Schottland deutlich, dass es doch nicht so verkehrt ist, wenn man in Strukturen und auch in Verbünden lebt. Man muss sie nur mitgestalten  (bzw. mitgestalten können). Darum ist es wichtig, dass kleine Gemeinden auch im Kirchenkreis oder in der Landeskirche Stimme haben, die einen Einfluss hat. Das gibt gute Chancen und Möglichkeiten, dass Kirche auf dem Lande sich entwickelt, auch sie weniger hauptamtlichen Mitarbeiter hat und diese anders tätig sein müssen.

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