„Was würde Jesus dazu sagen?“ und „Was würde Jesus tun?“

Kirchenbänke
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Predigt zum 20. Stg. n. Trinitatis 13. Oktober 2013 – Fraureuth und Reinsdorf – Markus 2,23-28

Liebe Gemeinde,

es lässt sich gar nicht so einfach immer als Christ leben. Manchmal weiß man gar nicht, wie man richtig leben soll. Uns stellt sich sogar die Frage sollen wir diesen Weg in unserem Leben gehen oder sollen wir jeden Weg gehen? Oder wir fragen uns, ist es richtig jenem Rat zu vertrauen oder dem Rat des anderen.
Was sollen wir tun?
Nur zu schnell merken wir immer wieder, dass unser Leben nicht in Schwarz und Weiß verläuft, sonder, dass es da viele Graustufen gibt.
Und manchmal kann es sogar passieren, dass jede Entscheidung, die wir treffen am Ende auch negative Folgen hat. Auch das gibt es.
Aber dann stellt sich die Frage, was sollen wir tun?
(Fraureuth: Ich werde heute noch einmal die Gedanken aus meiner Andacht aus der Freien Presse aufnehmen.)

Vielleicht haben Sie schon einmal von dem streitbaren hessischen Kirchenpräsidenten Martin Niemöller gehört. Er gehörte zu den persönlichen KZ-Häftlingen Hitlers während des zweiten Weltkrieges, erst in Sachsenhausen und dann in Dachau.
Nach dem Krieg kämpft er als Kirchenpräsidenten gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik und war in der Friedensbewegung engagiert. Dadurch war er im Westen damals teilweise umstritten und in der DDR anerkannt, Das hatte zu Folge, das selbst in der DDR in den siebziger Jahren eine Biografie über ihn erschien. Und dieser Biografie hatte den Titel „Was würde Jesus dazu sagen?“

Die Frage „Was würde Jesus dazu sagen?“ wurde zu einem Markenzeichen von Niemöllers Denken. So erkannte er in engem Rahmen eine relative Autonomie des Politischen an, zunehmend aber betrachtete er politische Entscheidungen als Glaubensentscheidungen.
Seit dem ich diese Biografie gelesen habe, hat mich diese Frage nicht mehr losgelassen.

In den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts entstand über der Frage „Was würde Jesus tun? eine Jugendbewegung. Junge Menschen haben auf Basis dieser Frage begonnen ihren Glauben zu leben. Diese Fragestellung ist ja so ähnlich. Die Jugendlichen fragten genau danach, wie Jesus handeln würde, was Jesus zu ihrem Leben sagen würde, wie es verändert werden könnte.

Und heute in unserem Predigttext kommen ein paar Typen zu Jesus, die ihn provozieren, weil das Handeln der Leute Jesu nicht der Norm entspricht. Es waren die Pharisäer. Sie waren nicht da, um von Jesus zu lernen, sondern um ihn auszuspionieren. Sie sagen zu ihm: Jesus sage doch deinen Leuten. Sage deinen Leuten, dass sie das tun, was man tut, das sie das tun, was wir wollen. Das sollen sie tun.

Wir lesen einmal aus Markus 2, 23-28:
Jesus ist Herr über den Sabbat
23 An einem Sabbat ging Jesus durch die Felder. Seine Jünger fingen an, am Weg entlang Ähren abzureißen ´und die Körner zu essen`.
24 Da sagten die Pharisäer zu ihm: »Hast du gesehen, was sie da tun? Das ist doch am Sabbat nicht erlaubt!«
25 Jesus entgegnete: »Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er und seine Begleiter nichts zu essen hatten und Hunger litten?
26 Wie er damals – zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar – ins Haus Gottes ging und von den geweihten Broten aß, von denen doch nur die Priester essen dürfen, und wie er auch seinen Begleitern davon gab?«
27 Und Jesus fügte hinzu: »Der Sabbat ist für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat.
28 Darum ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.«

Also es geht eigentlich genau umgekehrt, die Pharisäer kommen erst einmal zu Jesus und sagen: Jesus, sage mal deinen Leuten, dass sie nicht tun.
Ehrlich so etwas hasse ich, wenn Leute über dritte, etwas ausrichten lassen. Die Pharisäer sind richtig feige. Können die das den Jüngern nicht selber sagen. Nein Jesus soll es sagen. Sie wollen seine Autorität aus nutzen, als wenn sie keine haben. Dabei müssten sie doch welche haben, schließlich sind sie doch die Führungskräfte des Volkes.
Es wäre so, als wenn Frau Merkel zu mir käme und zu mir sagte: Sagen sie mal bitte Ihren Gemeindegliedern, dass sie noch ihre Steuern bezahlen müssten. Also das ist nicht meine Aufgabe, sondern der Finanzämter. Sicher hat Jesus gesagt: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser ist und was Gott ist.“ Aber darum geht es nicht.

Für Jesus geht es um das rechte Leben mit Gott oder wir würden es mit den frommen Begriff der Heiligung umschreiben. Die Pharisäer verstehen darin, dass ein Mensch die Gebote Gottes halten muss und jeden Sabbat in die Synagoge geht und am Sabbat nicht arbeitet. Das Ährenausraufen der Jünger sahen die Pharisäer schon als Arbeit an. Das können sie von Sonntag bis Freitag tun, aber nicht am Sabbat. Damit hatten sie etwas, wo mit sie Jesus endlich mal anschwärzen konnten und ihm zeigen konnten, dass er und seine Leute nicht so fromm sind, wie sie tun. Es stimmt, dass der Sabbat geheiligt werden soll, nach den 10 Geboten, aber die Form und die strenge haben die Pharisäer aufgestellt. Es waren daher streng genommen pharisäische Regeln, die da von den Jüngern befolgt werden sollten.

Auch für uns stellt sich heute die Frage: Wie sieht denn aus unserer Sicht das rechte Leben mit Gott aus? Wie würde denn unserer Meinung nach Heiligung aussehen?  Haben wir dazu auch unsere Regeln auf gestellt, die wir befolgen – und vielleicht erwarten, dass andere sie auch befolgen? Jeden Sonntag in den Gottesdienst gehen? Montags in die Gemeinschaftsstunde (Kirchenchor) (Dienstags Posaunenchor + Kirchenchor Donnerstags Gebetsstunde oder Frauenstunde) Also das komplette Gemeindeprogramm und immer aktiv mitarbeiten? Vielleicht ist man dann sogar der Meinung man würde Gott richtig gut gefallen. Man bekommt dann einen prima Platz im Himmel!

Was meinen Sie „Würde Jesus in den Gottesdienst gehen? Also, was würde Jesus tun?“ Meine ganz persönliche Antwort wäre: „Ja und Nein!“ Weil um eine richtige Antwort zu finden, müssten wir erst einmal fragen, in welchen Gottesdienst? Dabei spielt die Form des Gottesdienste die geringste Rolle, ob er liturgisch einwandfrei ist oder ob er ein offener Lobpreisgottesdienst oder ein Familiengottesdienst oder ein Sonst-wer-weiß-was-Gottesdienst ist. Es stellt sich eine ganz andere Frage: Was ist der Gottesdienst für Sie? Welche Bedeutung hat er für ihr religiöses Leben, für ihren Glauben an Gott? Ist er eine Lebenshilfe und der Ort der Begegnung mit Gott oder ist es nur eine religiöse Pflichterfüllung um sich bei Gott Liebkind zu machen?

Wenn es das Letzte ist, dass sie nur Gottesdienst feiern, um sich bei Gott Liebkind zu machen, dann werden sie Jesus nicht in dem Gottesdienst treffen. Dann ist er nicht da. In so einen Gottesdienst geht Jesus nicht. Denn da ist es, wie bei dem Sabbat – da sind wir Menschen nur für den Gottesdienst da. Aber da, wo Jesus genau das über den Gottesdienst sagen kann, was er über den Sabbat sagt – dass der Sabbat für den Menschen da ist, da wird der Gottesdienst als Lebenshilfe und als Ort der Begegnung mit Gott erfahren, da wird auch Jesus mit dabei sein. Diesen Gottesdienst will er gern feiern, den will Jesus gern mit uns feiern.

Wer von uns solche Gottesdienste feiert, der erfährt dann auch für den Alltag den Beistand und die Hilfe Gottes. Der kann dann sein Leben mit den Fragen: „Was würde Jesus dazu sagen?“ und „Was würde Jesus tun?“ nach Gottes Willen in ganz positiver Weise gestalten.

Natürlich bekommen wir nicht immer sofort und jetzt eine Antwort auf diese Fragen. Manchmal bedarf es ein gewisses Ringen um die Antwort. Manchmal dauert das sogar etwas. Vielleicht ist dann ein Ringen im Gebet an einem stillen Ort nötig. Manchmal muss man sich sogar in ein Kloster zurückziehen. Oder die tägliche Bibellese mit eine stillen Zeit kann Antworten auf die Fragen und damit Lebenshilfe geben oder das Gespräch mit einem Mitchristen oder einem Seelsorger und dem gemeinsamen Gebet. Manchmal können es auch Lebensumstände sein, die Wegweisung geben. Auch das ist möglich.

Aber wenn wir uns diese Fragen stellen und das Leben Jesu und sein Handeln und Wirken uns vor Augen halten, wird er uns dann Antwort und Wegweisung geben. „Was würde Jesus sagen?“ und „Was würde Jesus tun?“

Und zum Schluss noch das Wort, das uns ermutigt die Botschaft dieses Sonntags in unseren Alltag in unserem Morgen umzusetzen:
„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ (Micha 6, 8)

 Bei Gott geht es immer zuerst um seine Liebe zu uns, dafür musst Jesus am Kreuz mit seinem Leben bezahlen, so dass wir bei Gott eine Zukunft und das ewige Leben haben. Mit seinen Geboten und Gesetzen gibt er uns eine Richtschnur und Wegweisung diesen Weg der Liebe Gottes zu gehen und in unserem Leben Gestalt werden zu lassen. Mit diesem Gottvertrauen dürfen wir in das Morgen und in die neue Woche gehen und unseren Alltag mit Gott gestalten.  Amen.

Andacht – Mit Jesus unterwegs – Lukas 24, 13-35

Fensterbild Dreifaltigkeitskirche Reinsdorf

Fensterbild Dreifaltigkeitskirche Reinsdorf

Mit Jesus unterwegs – Lukas 24, 13-35 – Eine Andacht als Einstieg für den Schnupperabend zum Emmauskurs

Auf dem Weg nach Emmaus

13 Am selben Tag gingen zwei von den Jüngern nach Emmaus, einem Dorf, das zwei Stunden6 von Jerusalem entfernt liegt.
14 Unterwegs sprachen sie miteinander über alles, was ´in den zurückliegenden Tagen` geschehen war;
15 und während sie so miteinander redeten und sich Gedanken machten, trat Jesus selbst zu ihnen und schloss sich ihnen an.
16 Doch es war, als würden ihnen die Augen zugehalten: Sie erkannten ihn nicht.
17 »Worüber redet ihr denn miteinander auf eurem Weg?«, fragte er sie. Da blieben sie traurig stehen,
18 und einer von ihnen – er hieß Kleopas – meinte: »Bist du der Einzige, der sich zur Zeit in Jerusalem aufhält und nichts von dem weiß, was dort in diesen Tagen geschehen ist?« –
19 »Was ist denn geschehen?«, fragte Jesus. Sie erwiderten: »Es geht um Jesus von Nazaret, der sich durch sein Wirken und sein Wort vor Gott und vor dem ganzen Volk als mächtiger Prophet erwiesen hatte.
20 Ihn haben unsere führenden Priester und die anderen führenden Männer zum Tod verurteilen und kreuzigen lassen. Weiterlesen

Die Kirchengemeinde als funktionierendes Ökosystem und ihr Einfluss auf das kommunale Gemeinwesen

Christus am Kreuz
Christus am Kreuz

Christus am Kreuz

Eine Kirchengemeinde ist immer Teil eines gesellschaftlichen Kommunalwesen. Je nach ihrer Größe und ihrer sozialen Struktur hat sie auch Einfluß auf diese. Wie auch umgekehrt das kommunale Gemeinwesen Einfluß auf die Kirchengemeinde hat. Dabei ist die Kirchengemeinde keine perfekte Organisation oder Vereinigung.

Das setzt auch der Emmaus-Kurs selber nicht voraus. So etwas gibt es nicht. Er setzt eine Gemeinde voraus, die sich wie ein funktionierendes Ökosystem versteht. Also Gemeinde versteht man nicht als Organisation oder Verein, sondern als einen lebendigen Organismus. Dieses ist  ein urbiblisches Bild, welches der Apostel Paulus geprägt hat, als er bei der Gemeinde vom Haupt und vielen Gliedern gesprochen hat (z.B. 1.Korinther 12).

In seinem Buch “Eine unaufhaltsame Kraft” vertieft Erwin McManus dieses Bild. So ist eine lebendige Gemeinde ein gut funktionierendes Ökosystem, das mit den Fehlern und dem Versagen der einzelnen Glieder umgehen kann. Es wird nicht erwartet, dass wir perfekt sind, sondern dass wir teilhaben an diesem Ökosystem, so wie wir sind. Dass wir teil haben, so wie wir sind, mit unseren Gaben und Fähigkeiten, mit unseren Möglichkeiten und Talenten, mit unserem Versagen und Fehlern. Doch dabei wird deutlich, wir werden nicht bleiben, wie wir sind. Durch die Teilhabe am Ökosystem Gemeinde werden uns verändern und hoffentlich zum positiven. Das ist eigentlich zu erwarten. Weiterlesen

280 Jahre Barock-Kirche in Fraureuth – Kirchweih 2013

280 Jahre Barock-Kirche in Fraureuth – Kirchweih 2013
Kirche Fraureuth

Kirche Fraureuth

In diesem Jahr jährt sich zum 280. Male die Weihe der Evangelischen Kirche in Fraureuth. 1570 hat sich Fraureuth von der Pfarrei Beiersdorf getrennt und bildete fortan eine eigene Pfarrei. Für die schnell wachsende Gemeinde war die alte Kirche bald zu klein. Aus diesem Grund wurde das mittlerweile auch baufällig gewordene Bau im März 1733 abgerissen. Innerhalb eines halben Jahres wurde bis zum September 1733 die Kirche erbaut, die wir heute noch nutzen.

Im Jahre 1738 stiftete Heinrich XIII., Graf zu Greiz, den Kanzelaltar. Dieser Altar ersetzte den alten Marienaltar, der noch heute in der Doppelkapelle im Oberen Schloss Greiz zu sehen ist. 1742 erfolgte durch Gottfried Silbermann der Einbau der neuen Orgel. 1755 erhielt die Emporenbrüstung durch den Dresdner Kunstmaler Batlowsky ihre barocke Ausmalung.

Bis auf den Einbau einer Gasheizung, der Installation der Elektroanlage und dem Einbau einer neuen Turmuhr in den Jahren 1902 bis 1912 blieb unsere Kirche bis zum Jahr 1952 nahezu unverändert. 1952 begannen eine Reihe von Reparatur- und Umbauarbeiten. Das waren z.B. die Umgestaltung der Vorhalle vom Wagenschuppen in eine Gedenkhalle und das Übermalen der Emporen, bei der leider die alten Ornamentenmalereien überstrichen wurden. 1965 wurde der und dem Einbau einer neuen Innenraum umgestaltet. So wurde z.B. der Mittelgang entfernt und das Gestühl auf einem Podest im Block eingebaut. 1969/70 erfolgte eine umfangreiche Außenerneuerung und eine Neueindeckung von Kirche und Turm. 1978 wurde die Silbermannorgel umfassend generalüberholt und 1980 das Orgelprospekt restauriert und in den Originalzuwerk stand versetzt. Das gleiche geschah 1990/91 mit den Emporeninnenfeldern. Dabei wurden auch das Myliusepitaph und der Kanzelaltar restauriert. Im Jahre 2010 erhielt unsere Kirche 3 neue Bronzeglocken und im Februar diesen Jahres wurden neue Außentüren eingebaut.

 

Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein …

Mosaikparkett

Mosaikparkett

Noch liegen viele eingepackt im Flur. Ein Teil etwa 10.000 Stück sind schon ausgepackt und in 20 Wäschekörben gelagert. Das sind viele kleine Holzriemchen mit der Größe von ca 15 cm x 2 cm 1 cm. Die haben wir von einem Parkettleger zu einem Sonderpreis bekommen. Er hat sein Lager ausgeräumt.

Es stellte sich nicht die Frage, was wir damit machen sollen? Denn wir waren schon lange auf der Suche nach diesen Holzsteinen. So ergab sich jetzt die Möglichkeit dazu.

Wir wollen mit unseren Kindern bauen: Türme, Brücken, Häuser und Städte. Alles, was die Phantasie unserer Kinder gestaltet ist möglich. Das Projekt ist erst einmal für die Herbst- und Winterzeit geplant. Dann sehen wir weiter. Einmal im Monat an einem Samstag Vormittag gibt es die “Baustelle für Kids”. Dabei gibt es Geschichte über das Bauen aus der Bibel.

Ich bin einmal gespannt, ob es bei den Kindern ankommt.

 

Erntedankfest – eines der schönsten Feste im Herbst

 

Erntedank Fraureuth 2012

Erntedank Fraureuth 2012

Sie kommen in die Kirche und ihnen kommt ein angenehmer Geruch entgegen. Es ist kein kirchenüblicher Geruch. Es ist der Geruch des Gartens und des Feldes, der Geruch von Früchten, von Gemüse, von Stroh und Heu, von Herbstblumen und von Laub. Es ist der Geruch des Herbstes und der Ernte. Und ihre Kirche sieht ganz anders aus. Selbst dir tristeste Kirche ist jetzt gefüllt mit bunten Farbtupfern. In manchen Kirchen hängt sogar eine liebevoll gebundene Erntekrone oder ein Erntekranz. Darum gehört das Erntedankfest für mich zu den schönsten Festen im Kirchenjahr.

In meinen beiden Gemeinden habe ich sogar Zeit dieses Fest richtig zu genießen, weil die Gottesdienste gut voneinander entfernt sind In Fraureuth wird er am Vormittag gefeiert und in Reinsdorf am Nachmittag. Und jede Gemeinde gestaltet ihn auf ihre Weise. In Fraureuth spielt der Posaunenchor und in Reinsdorf singt der Kirchenchor.

Auch im Vorfeld gab es schon viel Engagement der Gemeindeglieder. Durch das Bringen der Erntegaben werden diakonische Einrichtungen des Kirchenkreises Greiz unterstützt. In Reinsdorf finden sich immer Gemeindeglieder, Konfirmanden und Christenlehrekinder, die in die Häuser gehen und Gaben sammeln. Auch das ist ein wichtiger Dienst. Es erinnert auch die, die nichts geben, daran, dass man eigentlich viel Grund hat zu danken.

Das haben wir doch oder nicht?

Berufen, die Berufung zu leben

So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn, dass ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid.

Epheser 4,1

Berufung

Berufung

Die Bundestagswahlen 2013 sind gerade vorbei. Noch weiß niemand, wer mit wem kann. Doch für einige Politiker gibt es einschneidende Veränderungen. Sie haben ihr Bundestagsmandat verloren. Vielleicht haben sie sogar vor der Wahl überhaupt nicht damit gerechnet, dass das passieren könnte. Sie haben sich berufen gefühlt Politiker zu sein. Und ehrlich, zu so einem Amt muss man sich berufen fühlen. Denn der, der so ein Amt ernsthaft ausübt, hat es nicht leicht. Neben manchem Schönen, was so ein Amt hat, gibt es erst einmal viel Arbeit. Da reicht kein 12 Stunden-Tag. Und Kritik und Anfeindungen stehen auf der Tagesordnung. Nur das Problem ist, ein dickes Fell, an dem alles abprallt, nützt da nicht. Da muss sachliche und ehrliche Kritik von unsachlicher Kritik und Anfeindung getrennt werden und ernstgenommen werden. Und das ist nicht einfach. Ein echter Politiker zu sein, bedarf einer Berufung. Da kann man sich jetzt gut vorstellen, wie bei manchen die Welt zusammenbricht, wenn das Amt und Mandat verloren geht und man sich eigentlich noch berufen fühlt. Da muss dann wieder ganz von unten angefangen werden.

Es besteht aber auch die Gefahr, dass Politiker Amt und Mandat haben und die Berufung verloren geht. Dann wird Politik nur noch zum Geschäft, zum eigenen Machtstreben, zum eigenen Kalkühl. Dann steht Politik in der Gefahr nicht mehr dem Wohl des Volkes zu dienen. Weiterlesen

Das Kloster – der Messias ist einer von uns

Klosterruine Boitzenburg

Klosterruine Boitzenburg

Es wird eine Geschichte von einem alten Kloster erzählt, welches harte Zeiten durchlebte. Vor langer Zeit hatte es eine große Blütezeit. Doch in Folge von Wellen der anti-monastischen Verfolgung in dem siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert und der Zunahme des Säkularismus im 19. Jahrhundert hatte es alle seine Filialen verloren und wurde soweit dezimiert, dass nur noch fünf Mönche mit dem verfallenen Stammhaus übrig blieben: der Abt und vier andere Mönche, alle im Alter weit über die siebzig. Offensichtlich war alles zum Sterben verurteilt. Es sah wirklich düster aus. Weiterlesen

Was kostet die Tasse Kaffee in ihrer Gemeinde?

Vielleicht wird Sie diese Frage etwas verwundern, doch es gibt Gemeinden, da kostet alles, was es in der Gemeinde gibt, immer etwas Geld: die Tasse Kaffee nach dem Gottesdienst, der Kuchen beim Gemeindefest, die Predigt-CD vom letzten Gottesdienst, die Informationsbroschüre über die Gemeinde und über die Kirche, der Gemeindebrief usw.. Sicher kostet die Herstellung der Dinge immer Geld, aber so wie man von den Menschen in der Gemeinde Spenden und Gaben bekommt, muss man dann einfach offen weitergeben können. Die moderne Werbewirtschaft sagt dazu “Giveaways”. Man kann sagen: “Kleine Dinge mit auf den Weg geben”. Das zieht den neuen Besucher der Gemeinde an, denn es zeigt, dass die Gemeinde offen ist. Weiterlesen

Wie familienfreundlich ist ihre Gemeinde?

Familienleben - istockphoto.com/ Renphoto

Familienleben – istockphoto.com/ Renphoto

Wenn wir wollen, dass unsere Gottesdienstgemeinde wächst, dass Menschen einen neuen Zugang zur Gemeinde finden, müssen wir besonders nach der Familienfreundlichkeit unserer Gottesdienste und unserer Kirchengemeinden fragen. Aber nicht nur nach den liturgischen Abläufen der Gottesdienste, ob diese wirklich etwas für unsere Familien heute bringen? Welche Möglichkeiten der Gestaltung für die Gottesdienste gibt es dafür? Soll es jeden Sonntag ein Familiengottesdienst sein?

Noch wichtiger als der Gottesdienst selbst ist das Gesamtambiente von Kirche und Gottesdienst-Raum, von dem, wie die Gemeinde der Familie an sich begegnet. Wie familienfreundlich sind denn unsere Kirchen und Gemeindehäuser? Gibt es zum Beispiel einen Wickeltisch und einen Stillraum? Weiterlesen

Welche Rolle spielt der Parkplatz bei einladenden Kirchen und Gemeinden?

Parkplatz gesucht!

Parkplatz gesucht!

Früher musste man als Kirche oder als Gemeinde sich wenig Gedanken über Parkplätze im Umfeld der Kirche oder des Gemeindehauses machen. Die Leute kamen entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Kirche. Später waren es wenige Autos, mit denen man zur Kirche fuhr. Da war ein Fußmarsch in die Kirche von einer Stunde nicht so schlimm. Doch heute kommt manche Familie gleich mit zwei, vielleicht sogar mit drei Autos in die Kirche. Mittlerweile ist die Zahl der Autos enorm angestiegen. Es entsteht also das Problem der Parkplätze im Umfeld der Kirchen. Weiterlesen

Wie riecht es in ihrer Kirche oder/und in ihrem Gemeindehaus?

Auch solcher äußerlichen Sachen wie der Geruch in einer Kirche oder in einem Gemeindehaus können Einfluß haben, ob Menschen wiederkommen oder nicht.

Wo gehe ich lieber hin? Dorthin, wo es modrig riecht oder, wo es nach Kaffee riecht? Nun sicher dahin, wo es nach Kaffee riecht. Obwohl in einem Gottesdienstraum zu sitzen, der die ganze Zeit des Gottesdienstes nach Kaffee riecht, ist zwar nicht der schlechteste Geruch, aber auf die Dauer auch nicht angenehm. Denn es nimmt doch die Konzentration. Moder schreckt ab und ist natürlich tötend für die Gemeinschaft. Von daher wäre ein neutraler Geruch sicher sehr wichtig. Weiterlesen

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