Konfirmation in Fraureuth und Gottesgrün

2009_KonfirmationIn diesem Jahr hatten wir 1 Konfirmanden und 3 Konfirmanden in unseren Kirchgemeinden. Sie wurden in zwei Konfirmationsgottesdiensten konfirmiert, am Sonntag Exaudi in Gottesgrün (1 Konfirmand) und am Pfingstsonntag in Fraureuth (3 Konfirmandinnen). Die Konfirmationsgottesdienste standen unter dem Thema „Echt sein“. Die Konfirmanden wurden ermutigt in ihrem Leben und in ihrem Glauben echt zu sein, selber die Dinge des Glaubens zu erproben.

 

Gemeinde als funktionierendes Ökosystem

Christus am Kreuz

Die Kirchengemeinde als funktionierendes Ökosystem und ihr Einfluss auf das kommunale Gemeinwesen

Der Emmaus-Kurs selber setzt keine perfekte Gemeinde voraus. Die gibt es nämlich nicht. Aber er setzt eine Gemeinde voraus, die sich wie ein funktionierendes Ökosystem versteht. Also Gemeinde versteht man nicht als Organisation oder Verein, sondern wie ein lebendiger Organismus. Dieses ist ja auch ein urbiblisches Bild, welches Paulus geprägt hat, als er vom Haupt und vielen Gliedern gesprochen hat (z.B. 1.Korinther 12).

In seinem Buch „Eine unaufhaltsame Kraft“ vertieft Erwin McManus dieses Bild.

So ist eben eine lebendige Gemeinde ein gut funktionierendes Ökosystem, das auch mit Fehlern und Versagen der einzelnen Glieder umgehen kann. Das nicht erwartet, dass wir perfekt sind, sondern dass wir teilhaben an diesem Ökosystem, so wie wir sind. Aber wir werden nicht bleiben wie wir sind. Die Teilhabe am Ökosystem Gemeinde wird uns verändern.

Dabei gibt es drei nach außen gleichwertige wichtige Beziehungen, die zu pflegen und zu vertiefen sind:

  • – die Beziehung zu Gott, der alles geschaffen hat und uns erhält
    Wo finden Sie in Ihrer Gemeinde Orte um Gott in besonderer Weise zu begegnen?
  • – die Beziehung zu den Nächsten, den wir lieben sollen wie uns selber
    Welche Rolle spielt die nicht verinstitutionalisierte Gemeindediakonie im Leben Ihrer Gemeinde?
  • – das Eingebunden sein in die Welt, die uns umgibt:
    Welchen Einfluß hat Ihre Gemeinde auf das gesellschaftliche Leben in Ihrem Ort/Stadt?

Im Handbuch zum Emmaus-Kurs können wir lesen: ‚Das Emmaus-Projekt möchte das „Beziehungssystem“ Gemeinde stärken, mit seiner Hilfe auch andere gewinnen und beheimaten. Es ist damit kein „Veranstaltungs-Projekt“, es lebt nicht von bestimmten „Events“.‘

Das kann ich aus eigener Erfahrung heraus nur bestätigen. Es ist von Anfang an als Glaubensseminar auf Beziehungen angelegt. Darum gibt er dem Gespräch einen weiten Raum. Für manchen Christen ist es richtig ungewohnt, wenn da nicht das Referat der Mittelpunkt ist, sondern das Gespräch, der Dialog, der Austausch eigener Erfahrungen und Erlebnisse. Aber dass die „Events“ nicht der Schwerpunkt sind, macht ihn auch anpassungsfähig an die jeweilige Gemeindesituation und auch an die Begabungen der Mitarbeiter/innen.

Ich kann daher nur Mut machen, sich auf das Emmaus-Projekt einzulassen.

Wer feiert alles Johannistag?

Johannes der Täufer

Grafik: Layer-Stahl / www.gemeindebrief.de

Gerade heute hat mich ein Gemeindeglied hingewiesen, dass wir eine der wenigen Gemeinden in der Region sind, die den Johannistag feiern. Dabei finde ich diesen Tag gerade sehr interessant, weil er der Gegenpol von Weihnachten ist. Da wird an die Geburt eines Menschen gedacht, der Wegbereiter des Herrn ist und sogleich das christliche Ideal der Nachfolge verkörpert: „Er muss zunehmen – ich aber muss abnehmen“. Das hat nichts mit Körperfülle und Fasten zu tun, sondern ermutigt uns, diesen Jesus in unserem Leben Raum zu geben, ihm zu vertrauen, dass er uns den rechten Weg führt. Auf dem an diesen Tag hingewiesen wird, will Wegweiser in unserem Leben sein.
Schauen sie mal vorbei: – am Johannistag (24.06.) 19:00 Uhr auf dem Friedhof in Fraureuth.

Konfirmation – das Festmachen im Glauben!

Zemanta Related Posts ThumbnailKomisch gerade in der Zeit, wo bei vielen jungen Leuten eine Zeit des Umbruchs ist, sollen sie sich im Glauben fest machen. Manchmal denke ich sind sie dabei überfordert. Wenn ich an meine Vorkonfirmanden denke, da geht es noch. Aber ein Jahr später ist oft viele anders. Da hat der Umbruch begonnen. Natürlich ist das nicht bei jedem Jugendlichen gleich. Bei den einen ist die Zeit der Pubertät früher und bei dem anderen ist sie später. Natürlich spielt ein Rolle in welchem Lebens- und Glaubensumfeld sie groß geworden sind. Da ist mit Unterricht im herkömmlichen Sinn wirklich nicht mehr viel zu holen, außer dem deckt das normalerweise guter Reli-Unterricht ab (leider gibt es sogar schlechten, so dass die Konfis lieber in den Ethik-Unterricht gehen).

Aber im Rahmen des _PULS-Motivationsseminars zur Jugendarbeit (und Konfiarbeit ist Jugendarbeit) habe ich „leading to behind“ entdeckt. Das möchte ich gern in der Konfi-Arbeit anwenden. Ich möchte den Konfis helfen, dass selbständig und eigenverantwortlich die Dinge des Glaubens, der Gemeinschaft und der Kirche entdecken und lernen es für ihr Leben anzuwenden und umzusetzen. Ich möchte Ihnen Wegbegleiter sein. Nebenbei gerade in Lukas 24 kann man gut an Jesus lernen, was es heißt „leading to behind“. Für mich ist es sowie so das beste Bild dafür, was Glaube heißt und wie Christen unterwegs sind.

Nun einen Konfirmanden haben wir in Gottesgrün konfirmiert, und drei Konfirmandinnen werden zu Pfingsten (2009) konfirmiert. Sicher nicht viel. Natürlich könnte man da den Geburtenknick mitte der 90iger Jahre die Schuld geben. Aber auch in so aktiven Gemeinde, wie die unseren, gibt es noch viele Kids und Teens, die mit Kirche und Gott nicht am Hut haben.

Open-Source-Netzwerk – ein Bild für emergente Kirche

Da ich ja von Haus aus Informatiker bin, gefällt mir dieses Bild besonders sehr. Ich habe es beim Säemann gefunden und möchte ihn kommentieren:

Emergente sind der Ansicht, daß die Kirche eher wie ein Open-Source-Netzwerk funktionieren sollte als wie eine Hierarchie oder Bürokratie.

Eine Vernetzung ist in der christlichen Gemeinde wichtig, weil sie lebt ja in besonderer Weise vom Geben und auch Nehmen ihrer Glieder. Wo Kirche zur Hierarchie und zur Bürokratie verkommt, ist sie zum Sterben verurteilt. Wo Kirche nur noch verwaltet wird, kann sie sicher noch eine ganze Zeit existieren, sie verliert aber ihren Lebenszweck – Menschen zu Jesus Christus zu führen, ihnen die Liebe Gottes nahe zu bringen und als Gemeinschaft zu verbinden. Natürlich ist so ein offenes Netzwerk angreifbar. Weiterlesen

Zelttage in Fraureuth – emergente Kirche !?

Ich habe einmal meinen Vortrag für den Zeltempfang hier vorabgedruckt, weil mir einige Gedanken ganz gut gefallen:
Zelttage in Fraureuth – hat mittlerweile schon fast Tradition. Das 3. Mal werden sie dieses Mal veranstaltet. Eigentlich sollten sie alle 3 Jahre stattfinden. Dass es dann doch vier Jahre wurden, ist einfach dem geschuldet, dass im vergangenen Jahr Zelttage in unserer Nachbargemeinde Gottesgrün stattfanden. Und zwei Zelttage im Jahr, das ist doch im Ganzen etwas zu viel. Weiterlesen

Handlanger auf Gottes Bauplatz – II

Im Moment komme ich gerade nicht über das Vorwort hinaus. In seinem Vorwort schreibt Erich Friedel, dass er es selber immer wieder erfahren durfte, dass Gott am Werk ist und dass es für Handlanger Gottes den Begriff ‚tote Gemeinde‘ nicht gibt. Gott schenkt auch heute noch Wunder der Erwerkung. Wir sollten nicht sagen: Dies und jenes in unseren Gemeinden ist ’noch‘ so, sondern wir sollten das sehen, was ’schon‘ ist, wie unser Herr es haben will.

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Handlanger auf Gottes Bauplatz – I

Dieses Buch habe ich ja schon einmal vor einiger Zeit in einem Beitrag vorgestellt. So alt wie es ist (über 40 Jahre), so ist es doch das älteste Gemeindeaufbaubuch der Neuzeit (außer die Bibel selber), welches mir bekannt ist. Darum habe ich mich entschlossen, es in gewissen Abständen zu rezitieren und es mit unserer heutigen Lebenswirklichkeit zu vergleichen. Dabei tue ich das aus meiner subjektiven Sicht eines ostdeutschen Landpfarrers, der 20 Jahre in einer Gemeinde war, mit wenig Gottesdienstbesucher, und jetzt in eine Gemeinde mit einem für Landeskirchen sehr guten Durchschnitt an Gottesdienstbesuchern ist. Weiterlesen

Projektarbeit in der Gemeindearbeit

Manchmal lassen sich in der Gemeindearbeit nicht immer Dauerveranstaltungen installieren, wo Menschen bereit sind immer mitzuarbeiten. Dazu kann es eine ganze Reihe von Gründen geben:

  • sich nicht auf die Dauer festlegen zu wollen,
  • die freie Zeit ist durch Beruf, Familie und Hobby begrenzt,
  • die persönliche Leistungsfähigkeit hat ihre Grenzen,
  • man möchte immer wieder mal etwas Neues machen,
  • und noch viele weitere Gründe.

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