Ist Kirche noch zu retten?

Sicher werden die meisten diese Frage mit „Ja“ beantworten. Ich natürlich auch. Auf jeden Fall die Leute, die sich zur Zeit in Hannover zum Kongress Kirche²  treffen. Dabei geht es dort um neue frische Ausdrucksformen „fresh expressions“ von Kirche. Und das ist wichtig, dass wir in einer sich so rasant verändernden postmodernen und multikulturellen Gesellschaft über neue Ausdrucksformen von Kirche nachdenken. Der normale liturgische Sonntagsgottesdienst, die Bibelstunde oder die katholische Messe sind nicht mehr die einzigen Ausdrucks- und Lebensformen von Kirche. Weiterlesen

Lust auf Glauben – Glaubenskurs in Reinsdorf

Fensterbild Dreifaltigkeitskirche Reinsdorf
Emmaus-Fensterbild in der Dreifaltigkeitskirche Reinsdorf

Emmaus-Glaubenskurs in Reinsdorf

Emmaus müsste eigentlich zum  ständigen Gemeindeprogramm der Kirchengemeinde gehören. Schließlich ist diese Biblische Geschichte auf einem der beiden Hauptfenster in der Kirche als Fensterbild abgebildet.

Der auferstandene Jesus ist mit zwei resignierten Jüngern, die an ihm verzweifelt sind, unterwegs nach Emmaus. Er bleibt ihnen dabei unerkannt. Die beiden Jünger klagen nun all ihr Leid, ihre Zweifel, bringen ihm ihre Fragen. Und Jesus hört zu. Er belehrt sie nicht von oben. Er sucht ihre Herzen. Ist bei ihnen wie ein Freund, hat mit ihnen Tischgemeinschaft. Doch jetzt erkennen sie ihn. Und das verändert sie, bringt sie in Bewegung.

So wünschen wir uns doch Kirche, so wünschen wir uns Gemeinde, so wünschen wir uns Menschen, die mit uns gehen. So macht Glauben Freude und gibt Kraft für den Alltag. Weiterlesen

Kaffee und Kirche

Kaffeetasse von www.cafechurch.net

Kaffeetasse von www.cafechurch.net

Gerade in diesen Tagen habe ich über einen Bibeltext aus Nehemia 8 nachgedacht, wo das Volk Israel von Nehemia aufgefordert wird ein richtiges Fest zu feiern – ein Fest der Freude. Man soll dabei seine Lieblingsspeisen essen und Lieblingsgetränke trinken. Im Text ist von fetten Speisen die Rede, als nicht ärmliches, sondern das Beste vom Besten. Jeder bringt etwas zur Party mit und man teilt miteinander. Die Feier hat natürlich auch einen Sinn und ein Ziel: In dem Partymachen Gott die Ehre zu geben.Genauso stelle ich mir die christliche Gemeinde vor. Nun sicher ist nicht immer Party angesagt, aber es wird in ihr viel zu wenig  gefeiert. Denn im Feiern hat man eine besondere Gemeinschaft, im Feiern kommt man sich näher. Und wenn man den eigentlichen Sinn und das eigentliche Ziel nicht aus dem Auge verliert, kommt man im Feiern auch Gott näher.

Beim Nachdenken über den Bibeltext ist mir die Kaffeekirche in Canada und das Kaffeekirchen-Netzwerk in England eingefallen. Sie verbinden das Feiern mit der Verkündigung. Die Kaffekirche in Kanada definiert ihr Selbstverständnis folgendermaßen:

Mit unserem Kaffee-Logo ist hervorragend definiert, wer wir sind. Wenn Sie an Kaffee denken, denken Sie daran, dass sie mit Freunden entspannt zusammen sind, um diese besser kennen zu lernen. Sie genießen dabei eine dampfenden Tasse Kaffee. Das ist, wie Kirche sein sollte … Freude, Entspannung, und diese ganze Zeit gibt Ihnen den Auftrieb, den Sie brauchen, um über Ihre Woche zu kommen!

Im Kaffeekirchen-Netzwerk trifft man sich in einem Cafe, wo man fairen Kaffee trinkt. Wer teil dieses Netzwerkes wird, muss sich aber leider auf eine feste Sorte verpflichten und auch einen Mitgliedsbeitrag zahlen. Trotzdem ist die Idee gut. Ein Cafe in lockerer und entspannter Atmosphäre und dann über den Glauben an Jesus Christus sprechen.

Es gibt in Deutschland schon die ersten Ansätze dazu.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich so ein Cafe ganz gut mit verschiedenen Elementen des Glaubenskurses verbinden ließe.

Das Jahr 2013 beginnt wieder mit einem vollen Programm

Senioren Sommerfest 2012

Senioren Sommerfest 2012

Die Allianzgebetswoche ist gerade voll im Gange. Jeden Abend sind wir in einer anderen Gemeinde um miteinander zu beten. Wir treffen uns in diesem Jahr unter dem Thema „Unterwegs mit Gott“. Es ist schon schön, dass dies nicht jede Gemeinde für sich tut, sondern dass das in einer guten Gemeinschaft miteinander geschieht. Und Abschluss findet die Allianzgebetswoche in Beiersdorf bei einem zentralen Allianzgottesdienst am Sonntag, den 20. Januar um 10.00 Uhr.

Auch zu der Allianzgebetswoche gibt es auch ein sehr schönes Lied vom Evangelisches Jugendwerk in Württemberg:

Nächste Woche am Dienstag beginnt in Reinsdorf der Emmaus-Glaubenskurs „Lust auf Glauben!“  mit einem Schnupperabend. Dazu  in einem weiteren Beitrag mehr. Und am 3. Februar ist um 16.00 Uhr der ProChrist Impulse Startgottesdienst in der Pfarrscheune in Fraureuth und ebenfalls am 3. Februar beginnt die Bibelwoche, welche in der ersten Februarwoche stattfindet.

Also schon ein ganz schönes Programm in den ersten Wochen. Es geht findet dann noch im Februar und März seine Forsetzung. Ein Mitarbeiterwochenende mit einem Punkt.Zehn-Gottesdienst, ProChrist und eine Konfirmandenfreizeit stehen auf dem Plan. Ja und dann ist schon Ostern.

Für soviel Programm ist nicht nur Mitarbeit und Unterstützung gefragt, sondern sehr viel Gebetsarbeit. Bitte tut es!

Kirchweih in Fraureuth

Kirche Fraureuth

Kirche Fraureuth

Am 3. Sonntag im Oktober feiern wir in unserer Fraureuther Kirche das Kirchweihfest. Nun das ist nicht unbedingt wirklich der Termin an dem unserer Kirche eingeweiht wurde. Der 3. Sonntag im Oktober ist vielleicht deswegen einmal aus ganz pragmatische gründen gewählt worden. So war es wenigsten in Bayern. Dort war es sogar eine Zeitlang richtig verordnet, dass man an diesem Sonntag Kirchweih zu feiern hat.

Also wir gedenken an diesem Tag, dem Tag an dem unserer Kirche „in den Dienst“ gestellt wurde.

Manchmal wird man ja als Pfarrer eingeladen, eine Fahne zu weihen oder das Gemeindeamt einzuweihen. Das ist aber nicht das Gleiche. Da werden die Menschen gesegnet, die zu der Fahne vom Schützenverein oder der Feuerwehr gehören oder im Gemeindeamt ein und ausgehen. Bei der Kirchweih geschah etwas anderes. Da wurde ein Gebäude in den Dienst für Gott gestellt. Das heißt die Kirche ist ein besonderer Ort, wo man Gott suchen und finden kann. Darum kann man hier eben nicht jede Art von Versammlung machen, sondern alles, was in ihr stattfindet, ist Gottesdienst, auch ein Konzert und auch die Trauerfeier, die in ihr stattfindet. Damit stehen wir in der Tradition der alttestamentlichen Väter, die auch solche Orte hatten, wo sie in besonderer Weise Gott suchten und fanden.
Wenn einmal eine Kirche aufgegeben wird, muss sie darum entwidmet, das heißt entweiht werden.

Für uns als Gemeinde ist dieser Tag besonders wichtig, dass wir uns bewusst machen, dass wir als Gemeinde in Fraureuth nicht in einer geschichtslosen Zeit leben, sondern dass wir hier Väter des Glaubens hatten, die Gemeinde gebaut haben, und dass die Gemeinde Jesu hier weiterlebt, solange bis unser Herr Jesus Christus wiederkommt.

Autor: Dietmar Seling

Undercover Pastor – zu Jakobus 2,1-13

www.sxc.hu/imaspy

www.sxc.hu/imaspy

In einer Gemeinde in Amerika war ein Pastor als Vakanzvertretung tätig. An einem Sonntagmorgen vor dem Gottesdienst rasierte er sich nicht, duschte nicht und putze auch seine Zähne nicht. Er zog seine schlechtesten Klamotten an, die er fand. Sie waren schmutzig, fleckig, abgenutzt und rochen auch, weil sie eigentlich in dem Müll sollten. Dann ging er in ein Geschäft (in Amerika sind die Geschäfte auch sonntags geöffnet) und kaufte eine Flasche Bier und lieh sich einen Einkaufswagen. Er füllte den Wagen mit Kartons, Aluminiumdosen und anderen Müll. Weiterlesen

Stell dir vor, du betest – und Gott hört!

In einer kleinen Stadt in Amerika öffnete in deren Hauptstraße eine Diskothek und einen Nachtclub. Die einzige Kirche der Stadt organisierte eine Gebetsnacht gegen die Neueröffnung. Man betete zu Gott, dass Gott einen Blitz vom Himmel senden und die Diskothek und den Nachtclub niederbrennen sollte. Nach ein paar Minuten schlug der Blitz in den Club ein und brannte alles nieder.

Daraufhin verklagte der Nachtclubbesitzer die Kirche auf Schadensersatz und Wiedergutmachung. Die Kirche lehnte aber jede Verantwortung für die Zerstörung ab.

Nach Anhörung beider Seiten sagte der Richter: „Wer auch immer schuldig ist an der Zerstörung, der Nachtclubbesitzer glaubt an das Gebet, die Kirche nicht.

Gemeindeaufbau vom Worte Gottes her ist gegenwärtig unser Hauptauftrag.

Die Gemeinde braucht nicht glänzende Persönlichkeiten, sondern treue Diener Jesu und der Brüder. – Dietrich Bonhoeffer

Kirche - (c) sxc.hu/kingcarp

Kirche am Meer – (c) sxc.hu/kingcarp

Es ist schon interessant, dass der Titel des Artikels aus einem Buch stammt, welches in den 60iger Jahren des vorigen Jahrhunderts im Osten Deutschlands erschienen ist und von dem Thüringer Oberkirchenrat Erich Friedl stammte “Handlanger auf Gottes Bauplatz”. Ich behaupte einmal, es ist (außer der Bibel) das mir “älteste” bekannteste neuzeitlichste Buch über missionarischen Gemeindeaufbau.

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Wie gehen wir in unseren Gemeinden mit unseren hauptamtlichen und nebenamtlichen Mitarbeitern um?

(c) sxc.hu/svilen001

(c) sxc.hu/svilen001

Das Hauptaugenmerk in unserer Gemeindearbeit legen wir auf unsere Gemeindeglieder und Ehrenamtliche. Wir wollen, dass sie sich in der Gemeinde wohlfühlen. Sie sollen hier Geborgenheit und Heimat erfahren. Es soll für sie in der Gemeinde die Liebe Christi erfahrbar werden. Um die ehrenamtlichen Mitarbeiter in unseren Gemeinden kümmern wir uns in ganz besonderer Weise. Sie sind ja die, die vieles in der Gemeinde tun und bewegen. Ohne sie würde vieles nicht laufen. Das ist richtig, dass wir das tun. Dann bemühen wir uns als Gemeinde noch um Menschen, die außerhalb der Gemeinde sind. Wir wollen, dass sie durch uns etwas von dem Liebesangebot Gottes erfahren.
Doch dann gibt es eine Gruppe von Menschen, die wir in der Gemeinde brauchen und dennoch viel zu sehr vernachlässigen. Das sind die haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter in unseren Gemeinden. Weiterlesen

Gemeindeanalyse mit dem Boston-Portfolio

(c) sxc.hu/Ulrik

(c) sxc.hu/Ulrik

Vielleicht wird mancher jetzt den Kopf schütteln und sagen, dass ich es jetzt übertreibe, so ein Analysemodel aus der Wirtschaft in der christlichen Gemeinde einzusetzen. Es ist so als wenn ich Äpfel mit Birnen vergleiche. Zugegeben an der Kritik ist was richtiges dran. Man kann vieles nicht einfach eins zu eins umsetzen. Gerade hier bei dem Boston-Portfolio geht es um effektive Gewinnmaximierung in einem Unternehmen: Wie und wann ein Unternehmen den besten Gewinn bei seinen Produkten und in seinen Geschäftsfeldern erzielt? Und dennoch wirft das Boston-Portfolio manche Fragestellung auf, die uns als Gemeinde mit unseren Angeboten hinterfragt. Ich habe schon Kritik erfahren, weil ich behauptet habe, dass 50% aller Gemeindeangebote „Poor Dogs“ sind. Nun froh wäre ich, wenn man meine Behauptung widerlegen würde.

Aber nun erst einmal, was ist das Boston-Portfolio? Es ist ein wirtschaftsmathematisches Analysemodel. Weiterlesen

Die Führung und Leitung von Mitarbeitern in der Gemeinde unter Anwendung der Skill-Will-Matrix

(c) sxc.hu/pinzino

(c) sxc.hu/pinzino

In einer Gemeinde brauchen alle Mitarbeiter, egal ob es ehrenamtliche oder hauptamtliche sind, mehr oder weniger Leitung und Anleitung, damit sie gemeinsam auf dem Weg sind und ein gemeinsames Ziel verfolgen. Besonders ehrenamtliche Mitarbeiter brauchen Führung. Es kann in einer Gemeinde nicht jeder machen , was er will, wo zu es ihm gerade Lust ist. Leider erleben wir das viel zu oft. Andererseits gibt es Leute in der Gemeinde, die machen Dinge in der Gemeinde, weil sie gemacht werden müssen, obwohl sie selber dafür nicht geeignet sind. Das Ergebnis ist dann manchmal entsprechend. So wie jeder Mensch verschieden ist, gibt es in der Gemeinde daher recht unterschiedliche Typen von Mitarbeitern. Sie bewegen sich in der Mitarbeit zwischen Können (Skill) und Wollen (Will). Damit sie in der Gemeinde erfolgreich sind und sich in ihrer Aufgabe wohl fühlen, müssen sie richtig eingesetzt werden. Dabei gibt es nie den Typen des Mitarbeiters. Ja der Mitarbeiter wird selten der eine Typ bleiben. Oft wird er zwischen den verschiedenen Typen hin und her wechseln, je nach Aufgabe, Anforderung und auch persönlicher Stimmung. Weiterlesen

Die Chancen-Risiken-Analyse (Umwelt-Analyse)

(c)sxc.hu/amab7

(c)sxc.hu/amab7

Zur Erstellung einer SWOT-Analyse ist als zweites eine Chancen-Risiken-Analyse als Analyse der externen Faktoren und Umwelteinflüsse auf die Gemeinde erforderlich. Dabei stellen sich die Fragen: Wie steht die Gemeinde zu den Veränderungen ihrer Umwelt? Wo sind bei ihr Anpassungen erforderlich, damit Stärken gefördert und Schwächen abgebaut werden können, Chancen genutzt und Risiken vermieden werden?

Es sind erst einmal Trends und Veränderungen in ihrer Umwelt. Darum hat die Gemeinde keinen direkten Einfluss auf diese Faktoren. Man kann sie entweder nur nutzen oder ihren schadhaften Einfluss soweit wie möglich abwehren. Am besten ist immer gleich die Frage positiv zu stellen: Welche Umweltveränderungen kommen der Gemeinde positiv zu Gute? Wo sind hier ihre Chancen? Natürlich sollte man nicht das Negative aus dem Blick lassen und in einem zweiten Schritt fragen: Welche Umweltveränderungen können der Gemeinde schaden? Wo sind hier für die Gemeinde Risiken zu sehen? Weiterlesen

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