Dienen, dienen, dienen?! – Predigt zu Lukas 17,7-10 Sonntag Septuagesimae

Liebe Gemeinde,

Bewerbung

Am Ende des Vorstellungsgespräches fragte der Personalchef den jungen Ingenieur, der frisch von der Hochschule kommt, was für ein Gehalt er sich denn vorstellt?

„Naja so in etwa 140 000 Euro Jahresgehalt, plus Leistungszuschläge.“

„Nun, was würden sie dann zu dem Paket von 7 -Wochen Urlaub, 14 bezahlten Feiertagen, volle medizinische Versorgung und Gesundheitsvorsorge sagen. Dazu dann eine durch das Unternehmen abgesicherte Altersvorsorge von 50% des Gehaltes und ein alle 2 Jahre neu geleastes Auto, sagen wir einen silbermetallic-farbenen Porsche.“

„Wow! Machen Sie Witze?“

„Ja, aber sie haben damit angefangen.“ Weiterlesen

Aufhören, zu sagen: „Mit der Kirche geht es zu Ende“!

Jesus am Kreuz

Jesus am Kreuz

Es gibt eine Geschichte aus der DDR-Zeit, ob sie so geschehen ist oder nicht, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist sie symptomatisch für diese Zeit. Einmal wurde ein Superintendent und der Pfarrkonvent zum Rat des Kreises bestellt. Damit es wenigstens den Anschein hatte, dass er sich in der kirchlichen Materie etwas auskennt und dass es ja mit der Kirche auch langsam zu Ende geht, machte der Vorsitzende des Rat des Kreises zu dem Superintendenten und den Pfarrern eine scheinbar biblisch-fromme Bemerkung: „Naja mit der Kirche ist es ja auch Matthäi am Letzten.“ Da nahm der Superintendent seine Bibel und las dem Vorsitzenden des Rat des Kreises eben Matthäi am Letzen vor:
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Die pure Lust als Christ zu leben!

Die pure Lust als Christ zu leben!

Die pure Lust als Christ zu leben!

Predigt zum 15. Sonntag nach Trinitatis – Predigttext: Galater 5,25-26; 6,1-3.7-70

Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Galater 6,2

Mitte der 80iger Jahre sang die Gruppe Geier Sturzflug das Lied „Die pure Lust am Leben“ zum ersten Mal. In dem Lied heißt es im Refrain: „Aber eins kann mir keiner nehmen, das ist die pure Lust am Leben.“ In den Strophen werden alle möglichen Lebenskatastrophen beschrieben und immer wieder wird die Lust am Leben beschworen. Wenn es doch wirklich so einfach wäre! Doch wir Menschen, auch die Christen, machen da ganz andere Erfahrungen.

Schon dem Apostel Paulus ist das bewusst, dass das menschliche Leben nicht fehlerfrei und voller Belastungen ist. Darum ermutigt er die Christen, sich einander zu unterstützen, Lasten zu tragen, bei Fehlern und Versagen beizustehen und zu helfen. Es ist das Gebot von Jesus Christus. Der Geist Gottes will uns als Helfer dabei beistehen und ermutigen.

Aber wie ist das mit dem Füreinander-Dasein heute bei uns? Wie leben wir in unseren Gemeinden? Wir sind doch ganz gut in unserem Wohlstandschristsein eingerichtet. Leben wir doch ein angenehmes frommes Leben. Für das Soziale gibt es Diakonie und Caritas und andere Vereine. Müssen wir da selber noch handeln? Für die Seele gibt es doch professionelle Seelsorger und Psychologen. Da ist doch gar kein Bedarf, oder doch? Zu sehr gehen wir mit den Scheuklappen des Wohlstandes durch unsere Gemeinden und sehen die Not des anderen nicht, der einfach nur das Gespräch oder das Gebet sucht, der einfach einmal ein Mut machendes Wort benötigt, der einfach nur einmal eine kleine Dienstleistung braucht.

Wie lebe ich in meiner Gemeinde? Lasse ich mich bedienen? Oder bin ich bereit mit den Gaben, die Gott mir gegeben hat, dem anderen zu dienen?

Zu sehr liegt der Fokus unseres Lebens und unseres Christseins auf uns selbst. Dabei ist es das Gebot von Jesus Christus, füreinander Sorge zu tragen. In der alten Kirche war das selbstverständlicher als bei uns heute. Es war ihre Stärke.

Dem Anderen zu dienen erfordert sicher persönliche Opfer von Zeit, Geld Energie und Dinge, die man tun muss. Manchmal muss man die eigenen Bedürfnisse hinten dran stellen. Es erfordert auch Geduld, dem anderen zuzuhören. Dienen kann manchmal unbequem sein.

Dennoch führt Dienen zur Freude. Freude, weil man etwas für andere tut, vielleicht besonders dann, wenn man es gerade nicht an die große Glocke hängt. Manchmal bewirkt das sogar mehr Freude, als wenn es alle Leute wissen. Dienen verbindet die Menschen miteinander und schafft Freunde. Dienen ist der Grundstein für eine lebendige Gemeinde im Sinne von Jesus Christus.

Mag es jetzt paradox klingen, aber es ist so: Wer das lebt, der erfährt die pure Lust am Leben als Christ.

1000 Steine und die Bibel

1000 Steine und die Bibel

1000 Steine und die Bibel

Was haben 1000, oder besser gesagt, einige hunderttausend Legosteine mit der Bibel gemein? Vielleicht hat sich das auch schon mancher gefragt? Nun vom 01. September bis 03. September 2011 immer Nachmittags ab 15.30 Uhr wollen wir in der Kirche in Fraureuth darauf eine Antwort geben.

Dazu sind alle Kinder ab 5 Jahre herzlich eingeladen.

Es wird eine große Fläche geben, auf der die Kinder ihrer Phantasie freien Lauf lassen können und gemeinsam eine Stadt errichten. Dabei ist Kreativität und Teamgeist gefragt. Hilfestellung geben die Mitarbeiter der Kinderstunde.

Auch in der Bibel wird viel vom Bauen erzählt, vom Häuser bauen, vom Bauen des Reiches Gottes und noch vielen mehr. Immer wieder wird gesagt, dass dazu ein festes Fundament wichtig ist. Und wir Christen brauchen ebenfalls ein festes Fundament für unseren Glauben – dieses heist Jesus Christus.

Abgeschlossen werden die Legotage am Sonntag, den 04. September 2011, um 10.00 Uhr mit einem Familiengottesdienst in der Fraureuther Kirche.

Konfirmation – das Festmachen im Glauben!

Zemanta Related Posts ThumbnailKomisch gerade in der Zeit, wo bei vielen jungen Leuten eine Zeit des Umbruchs ist, sollen sie sich im Glauben fest machen. Manchmal denke ich sind sie dabei überfordert. Wenn ich an meine Vorkonfirmanden denke, da geht es noch. Aber ein Jahr später ist oft viele anders. Da hat der Umbruch begonnen. Natürlich ist das nicht bei jedem Jugendlichen gleich. Bei den einen ist die Zeit der Pubertät früher und bei dem anderen ist sie später. Natürlich spielt ein Rolle in welchem Lebens- und Glaubensumfeld sie groß geworden sind. Da ist mit Unterricht im herkömmlichen Sinn wirklich nicht mehr viel zu holen, außer dem deckt das normalerweise guter Reli-Unterricht ab (leider gibt es sogar schlechten, so dass die Konfis lieber in den Ethik-Unterricht gehen).

Aber im Rahmen des _PULS-Motivationsseminars zur Jugendarbeit (und Konfiarbeit ist Jugendarbeit) habe ich „leading to behind“ entdeckt. Das möchte ich gern in der Konfi-Arbeit anwenden. Ich möchte den Konfis helfen, dass selbständig und eigenverantwortlich die Dinge des Glaubens, der Gemeinschaft und der Kirche entdecken und lernen es für ihr Leben anzuwenden und umzusetzen. Ich möchte Ihnen Wegbegleiter sein. Nebenbei gerade in Lukas 24 kann man gut an Jesus lernen, was es heißt „leading to behind“. Für mich ist es sowie so das beste Bild dafür, was Glaube heißt und wie Christen unterwegs sind.

Nun einen Konfirmanden haben wir in Gottesgrün konfirmiert, und drei Konfirmandinnen werden zu Pfingsten (2009) konfirmiert. Sicher nicht viel. Natürlich könnte man da den Geburtenknick mitte der 90iger Jahre die Schuld geben. Aber auch in so aktiven Gemeinde, wie die unseren, gibt es noch viele Kids und Teens, die mit Kirche und Gott nicht am Hut haben.