Queens Museum of Art | The Panorama of the City of New York | close-up view over Manhattan, centered on the Empire State Building, also showing the Chrysler Building et al (c)  Chris Devers http://www.flickr.com/photos/cdevers

Queens Museum of Art | The Panorama of the City of New York | close-up view over Manhattan, centered on the Empire State Building, also showing the Chrysler Building et al
(c) Chris Devers
http://www.flickr.com/photos/cdevers/8062634852/

Die lokale Kirche als ein Cluster-Netzwerk.

In dem Buch „Gemeinde im Kontext: Neue Ausdrucksformen gemeindlichen Lebens “ (Hrsg. Christiane Moldenauer/ Georg Warnecke) geht Georg Warnecke in dem Artikel „Die Welt ein – Dorf“ der Struktur von Cluster nach. Konkretisiert ist diese Struktur am Beispiel der CityChurch Würzburg. Dies beschreibt Kerstin Kühnel in ihrem Artikel „Clusternentwicklung in der CityChurch – erste Prozesse auf einem langen Weg“ Dieser Artikel ist in dem Buch „Beziehungsweise leben: Inspirationen zum Leben und Handeln im Einklang mit Gott und Menschen “ (Hrsg. Daniel Ehniss & Björn Wagner) zu finden.

Kann das Modell der Cluster für die lokale Kirche ein Modell der Zukunft sein? Kann sich die Gemeinde der Zukunft so aufbauen? In diesem Blogbeitrag möchte ich an Hand dieser beiden Artikel und weiterer Quellen ein wenig darüber nachdenken.

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Ein wenig kann man Twitter schon mit der christlichen Nachfolge vergleichen. Es gibt in der Begrifflichkeit ein paar Parallelen.

Als erstes wird man ja an die Twitter-Karikatur erinnert, dass Jesus nur 12 Nachfolger hatte. Er brauchte eigentlich nicht mehr. Denn dann funktionierte bei ihm das Prinzip der modernen Network-Kommunikation und seine Botschaft wurde weiter gegeben. In Wirklichkeit hatte er mehr als nur die 12 Jünger.

Bei Twitter gibt es den Begriff Nachfolger (Follower). Das sind die Leute, die mir nachfolgen, die meine Tweets, meine Twittermitteilungen empfangen. Und dann gibt es, die Leute, denen ich nachfolge, deren Tweets ich empfange. Interessanterweise gibt es dafür kein Substantiv. Hier heißt es einfach nur „folgen“.

In seinem nicht mehr abrufbaren Artikel „Warum jeder Seelsorger Twitter nutzen soll?“ nennt Mark MacDonald drei gewichtige Gründe dafür:

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Twitter Logo

Twitter Logo

Um es vorweg zu nehmen dieser Artikel ist inhaltlich nicht ganz neu. Er ist in ähnlicher Weise schon an anderer Stelle erschienen. Noch einmal das Augenmerk auf die Nutzung der Social Media und besonders Twitter im Dienste des Evangeliums zu legen, ist mir seit dem Kongress Kirche² vom 14.02.2013 bis 16.02.2013 in Hannover, wo das unter anderem ein Thema war, besonders wichtig.

Twitter, das sogenannte Microblogging mit maximal 140 Zeichen, ist jetzt etwa 6 Jahre alt. Ich selber nutze es seit etwa 4 Jahren. Twitter ist nach wie vor sehr beliebt. In Deutschland vielleicht nicht mehr bei der ganz jungen Generation so. Da ist Facebook beliebter. Aber Twitter lässt sich mit den anderen sozialen Netzwerken, wie Facebook, LinkedIn und Google+, verbinden. Selbst mit den verschiedensten Blogs und Webseiten ist ein Verbinden möglich. Es gibt die verschiedensten Twitterdienste und Apps für Smartphones und Tablet-PC, über die man twittern kann. Verschiedene Webseiten und Software können die Tweets (Twitter-Meldungen) auswerten. Zum Beispiel kann man mit Storify und den entsprechenden Stichwörtern und Hashtags eine Geschichte schreiben oder mit paper.li eine eigene Zeitung herausgeben.

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Das Titelblatt des Fraureuther Heimatboten

Das Titelblatt des ersten Fraureuther Heimatboten

Dem neuen Ortspfarrer von Fraureuth war es vom ersten Tage an eine Not, dass kein Gemeindeblatt vorhanden war, in welchem man leicht an die Einzelnen mit seinen Gedanken herankommen kann. Viele entziehen sich ja heutzutage dem Einfluss der Kirche. Vom Hörensagen ist noch nie etwas Gescheites geworden! In der Kirche und auf der Kanzel kann nicht alles gesagt werden, was unbedingt gesagt werden muss. Blätter werden verteilt, hinter deren Absichten man nicht gut treten kann.

Der „Heimatbote“ will Bindeglied sein zwischen Pfarrer und Gemeinde. Alles was sonst im kirchlichen Leben von Fraureuth von Belang ist, soll gebracht werden. Wenn dann sich ein unsichtbares Band um uns alle schlingt in das auch auswärtige Fraureuther – die sich ihrer Heimat gern erinnern und denen der „Heimatbote“ die Geschehnisse der Gegenwart und Vergangenheit unseres Ortes übermitteln – eingeschlossen seien, so ist ein schönes Stück auf dem geplanten Wege erreicht.

Das war die Motivation, welche veranlasste, dass meinen Vorgänger in Fraureuth Pfarrer Reindke vor etwas mehr als 80 Jahren in Fraureuth den ersten Gemeindebrief „Heimatbote“ herausgab.

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(c)sxc.hu/Lockheed

(c)sxc.hu/Lockheed

Die SWOT-Analyse hat ihren Ursprung in der militärischen strategischen Planung. Von der Harvard Business School wurde sie in den 1960iger für die Wirtschaft weiter entwickelt.

Die SWOT-Analyse ist hilfreich für die Situationsanalyse auch in einer christlichen Gemeinde. Durch sie kann man Probleme besser erkennen und offenlegen. Sie ist hilfreich bei der Strategiefindung. Sie selber ist noch nicht die Strategie. Durch sie erstellt man noch keine konkreten Maßnahmen, aber sie ist eine wichtige Grundlage dafür. Sie führt zu einer realistischen Einschätzung der Stärken und Schwächen, sowie der Chancen und Risiken in der Gemeinde und ihrer Arbeit. Wichtig dabei ist, dass vor der SWOT-Analyse schon eine Zieldefinition steht, da sonst alle Mitwirkenden recht unterschiedliche Ergebnisse erwarten.

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(c) sxc.hu/madmick99

(c) sxc.hu/madmick99

Das klingt vielleicht für den ersten Moment etwas komisch. Mancher wird sagen: „Das kann doch gar nicht sein, ein Pfarrer hat immer mit Menschen zu tun. Da kann es ihm gar nicht einsam sein!“ Doch das kann ihm, denn das ist schon ein großer Unterschied, ob ich für Menschen da bin, sie als Pfarrer “betreue“ und sicher viel mit ihnen rede, oder ob ich mit anderen in einer Beziehung stehe, mit ihnen kommuniziere und mich mit ihnen über das Leben und den Glauben, über Freud und Leid austausche.

Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen zeigen, dass viele Pfarrer und Pfarrerinnen diese Erfahrung in ihrem Dienst machen. Sicher sind die Auswirkungen der „Einsamkeit“ abhängig von der Persönlichkeit. Aber erleben wir es nicht so oft, dass sich dann jemand in Selbstisolation zurückzieht. Eine andere Folge ist das Burnout. Weil wir keine Energie aus dem Zusammenleben mit Menschen mehr bekommen, brennen wir aus.

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Im Spirituellen Gemeindemanagement ist eine Vision zu erstellen, sind Ziele zu erarbeiten, die  Gemeinde zu analysieren, Pläne zu erarbeiten. Das geschieht in Gesprächsrunden, in Sitzungen, in Projektgruppen und in Workshops. Um diese zu gestalten eignet sich die Moderation als teilnehmerorientierte Kommunikationsmethode. Dabei sind die Fragetechnik, die Visualisierung und die Gruppendynamik die wichtigsten Elemente. Durch die Moderation soll

  • die Kreativität der Teilnehmer gefördert werden
  • die Ideen allen zugänglich gemacht werden
  • zu gemeinsamen Ergebnissen und Entscheidungen zu kommen
  • höhere Qualität der Ergebnisse
  • kürzere Zeit und Steigerung der Effektivität
  • aktive Einbeziehung aller Teilnehmer, so dass alle mitwirken, dass das Ziel ereicht wird
  • Umsetzung der Ideen in die Praxis vereinfachen.

Es erfordert eine offene Atmosphäre, die genaue Beobachtung des gruppendynamischen Prozesses, und einen toleranten Umgang mit der Meinung anderer.

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Jetzt stellt sich die Frage: Wie werden die Strategischen System des Spirituellen Gemeindemanagement konkret umgesetzt? Das geschieht durch das sogenannte Marketing-Mix. Es folgt jetzt eine Umsetzung in konkrete Aktionen.

Im Wirtschaftsmanagement und beim Spirituellen Gemeindemanagement sind die fünf wichtigsten Instrumente:

  • Angebotspolitik (Produktpolitik)
  • Gegenleistungspolitik (Preispolitik)
  • Verteilungspolitik (Distributionspolitik)
  • Kommunikationspolitik
  • Personalpolitik

Siehe Wikipedia

Weitere Elemente des Marketing-Mix können sein: Prozessmanagement (inklusive Zufriedenheit der Leute), die Verpackung (bzw. Gestaltung von Veranstaltungen und Gottesdiensten), das Wohlfühlerlebnis der Menschen, das gesellschaftliche Erscheinungsbild usw.

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Nach der Visionsentwicklung und der Gemeindeanalyse kommt beim Spirituellen Gemeindemanagement die Erstellung eines Leitbildes.

Auch Unternehmen in der Wirtschaft, die produktiv und effizient arbeiten wollen, haben meistens ein Leitbild, nach dem sie arbeiten.

Wikipedia definiert das Leitbild für ein Unternehmen folgendermaßen:

Ein Leitbild ist eine schriftliche Erklärung einer Organisation über ihr Selbstverständnis und ihre Grundprinzipien. Es formuliert einen Zielzustand (Realistisches Idealbild)[1]. Nach innen soll ein Leitbild Orientierung geben und somit handlungsleitend und motivierend für die Organisation als Ganzes und die einzelnen Mitglieder wirken. Nach außen (Öffentlichkeit, Kunden) soll es deutlich machen, für was eine Organisation steht. Es ist Basis für die Corporate Identity einer Organisation. Ein Leitbild beschreibt die Mission und Vision einer Organisation sowie die angestrebte Organisationskultur. Es ist Teil des Normativen Managements und bildet den Rahmen für Strategien, Ziele und operatives Handeln.

Quelle: Wikipedia

In ähnlicher Form gilt das für die Gemeinde. Eine Gemeinde sollte ihr Selbstverständnis und ihre Grundprinzipien festlegen, damit sie eine Orientierung für ihre Zukunft hat.

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(c) ba1969/sxc.hu

Vielleicht wiederhole ich mich in diesem Blog. Aber das macht nichts. Schließlich ist die Wiederholung die Mutter aller Weisheit. Ich möchte mir noch einmal bewusst machen, was Vision ist und welche Rolle sie beim Spirituellen Gemeindemanagement spielt.

Bei Wikipedia wird Vision unter anderem als das innere Bild einer Vorstellung, die meist auf die Zukunft bezogen ist definiert. So ähnlich definiert es auch Klaus Douglass in seinen Buch die neue Reformation: „Eine Vision ist eine bildhafte Vorstellung von einer Zukunft, die sich gegenüber der Realität der Gegenwart durchsetzen wird.“

Interessant ist, dass zur Zeit viele Gemeinden, die weiterhin aktiv sein und nach außen wirken wollen, eine Vision entwickeln oder eine Vision entwickelt haben. Meistens ist es eine Doppelvision einmal in Beziehung zu Gott und in Beziehung zur Welt.Gerade im Spirituellen Gemeindemanagement geht es darum, dass am Anfang eine Vision entsteht. Diese Vision ist kein menschlicher Traum, oder eine fixe Idee des Pfarrers oder der Pfarrerin. Nein sie ist geistgewirkt. Somit entsteht sie im Hören auf Gott und sein Wort. Darum ist es nicht ganz verkehrt, wenn sich die Gemeindeleitung dazu Orte und Tage der Stille suchen, um persönlich und miteinander zu beten, Gottes Wort zu lesen und nachzudenken.

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