(c) sxc.hu/lusi

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Das ist eine Erfahrung, die viele Menschen in ihrem Leben machen, und auch Pfarrerinnen und Pfarrer in dem Dienst in ihren Gemeinden. Wie man damit umzugehen hat, darauf eine Antwort zu geben, ist nicht leicht. Um ehrlich zu sein, es gibt keine Patentlösung. Jede Situation ist anders.

Als ich dieses Thema bei Google eingab, landete ich im Internet immer wieder auf Selbsthilfeforen, wo es in besonderer Weise um Freundschaften von jungen Menschen ging. Dabei sind die Ursachen, dass es dazu kommt, häufig sehr unterschiedlich. Meistens sind es Beziehungsprobleme. Da spannt die Freundin den Freund oder der Freund die Freundin aus. Aber es kann oft ganz andere Ursachen haben. Die Ratschläge, die da zu hören sind, lauten von aufeinander zugehen, über Versöhnung suchen bis zur Radikalkur der Trennung und vieles mehr.

Ein anderes weites Feld, wo aus Freunden Feinde werden, ist das große Feld des Nachbarschaftsstreites. Und damit beschäftigen sich unzählige Gerichte. Anfang war man richtig dicke Freunde.

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(c) sxc.hu/kwod

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In einer kleinen Gemeinde erfahre ich als Pfarrer in der Begegnung mit den Menschen normalerweise genügend Schwierigkeiten, um nicht im Dienst überheblich zu werden. Sollte ich wirklich einmal auf einem hohen Thron sitzen, werde ich sicher bald wieder heruntergeholt. Sicher begegnen mir Gemeindeglieder, die mich sehr hochachtungsvoll als „Herrn Pfarrer“ ansehen, aber mindestens genauso viel sprechen mich mit „Ey Pfarrer“ an. Viele sprechen mir ihre Wertschätzung aus, aber für manche bin ich auch nur der Dienstleister, der seinen Job zu machen hat. Denn dafür ist er ja schließlich da.

Die Gemeinde ist weit entfernt nach meinen Vorstellung leben und an meinen Lippen zu hängen. Da ziehen in meiner Gemeinde genügend andere in andere Richtungen. Normalerweise gibt in der kleinen Gemeinde nicht die absolute Macht des Pfarrers.

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(c) sxc.hu/Bubbels

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In vielen evangelischen Gemeinden gab es früher das Patronat. In den meisten Gemeinden ist das mittlerweile abgelöst. Obwohl sich das manche ostdeutsche Kirchengemeinde, wenn es um die Erhaltung ihrer Kirchengebäude ging, wieder wünschte. So ein Patronatsherr hatte großes Mitspracherecht im Gemeindeleben, bei der Besetzung der Pfarrstellen. Er hatte in der Kirche seinen besonderen Platz. In der Gemeinde war er privilegiert. Ohne ihn lief nichts. Auch der Pfarrer brauchte schon sein Wohlgefallen, damit er richtig wirken konnte.

Das gibt es aber kaum noch. Doch sie sind geblieben: Menschen, die in der Gemeinde das Sagen haben, ohne die in der Gemeinde nichts läuft. Dabei müssen, die nicht einmal in dem Gemeindekirchenrat oder einem anderen Gremium der Gemeinde sitzen. Sie sind die heimlichen Bestimmer in der Gemeinde, nach denen sich die meisten Gemeindeglieder richten. Hat man als Pfarrer bei seinem Dienst deren Wohlgefallen, so hat man meist das Wohlgefallen der ganzen Gemeinde. Hat man deren Missfallen, so stellen sich die Wenigsten der Gemeindeglieder auf die Seite des Pfarrers. Sie sind es, die mit „Daumen hoch“ oder „Daumen runter“ das Leben der Gemeinde und den Dienst des Pfarrers bestimmen.

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(c) sxc.hu/michelini

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Wenn ich von der Gemeinde geredet habe, wo ich gerade bin, dann habe ich immer von meiner Gemeinde gesprochen. Ich habe von ihr gesprochen, als wenn sie ein Teil von mir wäre, als wenn sie ohne mich nicht existieren kann. Dabei habe ich immer gedacht, ich bin in ihr unabkömmlich. Besonders dann, wenn man weiß, dass man der letzte Pfarrer ist, der am Ort wohnt. Ohne mich wird es vielleicht nicht weiter gehen. Aber das stimmt nicht. Und heute denke ich auch nicht mehr so. Denn es stimmt aus zweifacher Hinsicht nicht.

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(c) sxc.hu / trolf

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Noch einmal möchte ich feststellen, dass wir in Deutschland fast nur kleine Gemeinden haben. Das heißt, wir haben überschaubare Gemeinden, wo sich zu mindestens im Kern die kennen, die sich aktiv am Gemeindeleben beteiligen. Diese sind in der Regel alle dem Pfarrer persönlich bekannt.

Aber so viel es Gemeinden gibt, so unterschiedlich ist im Detail der Dienst eines Pfarrers. In den Kirchen hat man versucht eine Dienstbeschreibung eines Pfarrers zu erstellen. Doch man ist mehr oder weniger gescheitert. Es gibt sicher einen gewissen Rahmen, der möglich ist zu beschreiben, aber die Details sind in den Gemeinden recht unterschiedlich.

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Da ich in wenigen Tagen eine zweijährige Weiterbildung zum Thema „Spirituelles Gemeindemanagement“ beginne, habe ich mir einmal mit einer Mindmap einen Überblick verschafft, was zum „Spirituellen Gemeindemanagement dazugehören könnte. Sie ist sicher noch ausbaubar und wird in den nächsten Tagen und Monaten auch erweitert werden.
Ich hoffe, dass sie auch ein Stück das strukturelle Gerüst dieses Bloges wird. Auf jeden Fall habe ich viele Anregungen zu neuen Themen gefunden.

Hier ist sie:

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Wie jedes Unternehmen im Profitbereiche und im Non-Profit-Bereich braucht eine Gemeinde Führung und Leitung. Das ist auch in der Bibel so vorgegeben. Schon im Alten Testament finden wir verschiedene Strukturen der Leitung, z.B. bei Mose und dem Gottesvolk, im Neuen Testament bei Jesus und seinen Jüngern und dann in der urchristlichen Gemeinde.

In der Kirche hatte sich ein gewissermaßen pastorales Modell der Gemeindeleitung durchgesetzt. Der Pfarrer oder die Pfarrerin als hauptamtlicher Gemeindeleiter/in. Es ist sozusagen das Hirtenmodell. Dieses bestimmt in abgewandelter Form nach wie vor das Leitungsprinzip vieler Gemeinden.

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Planung ist die gedankliche Vorwegnahme von Handlungsschritten, die zur Erreichung eines Zieles notwendig scheinen. Dabei entsteht ein Plan, gemeinhin als eine zeitlich geordnete Menge von Daten.Bei der Planung wird berücksichtigt, mit welchen Mitteln (Ressourcen) das Ziel erreicht werden kann, wie diese Mittel angewendet werden können, um das Ziel überhaupt zu erreichen Vorgehensmodell, und wie man das Erreichte kontrollieren kann (Steuerung). Als Planungsergebnis erzeugen im Idealfall kurz-, mittel- oder langfristige Pläne Handlungssicherheit.[1][2]

Ein Plan hat in Bezug auf Management und Organisationen die Bedeutung einer zumindest in schriftlicher Form gebrachten Vorstellung von den Modalitäten, wie ein erstrebenswertes Ziel erreicht werden kann. Die geistige und handwerkliche Tätigkeit zur Erstellung eines Plans wird Planung genannt. Planung ist die Phase bis zur Genehmigung eines Plans vor Beginn der Realisierung. Der Zweck von Planung besteht darin, über eine realistische Vorgehensweise zu verfügen, wie ein Ziel auf möglichst direktem Weg erreicht werden kann.

Quelle Wikipedia

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Wenn man etwas Neues beginnt, muss man immer mit Widerstand rechnen. Es wird immer Leute geben, die damit nicht einverstanden sind. Sie haben oft viele Argumente. Manchmal sind es sogar richtig gewichtige Argumente gegen die Sache. Beim Aufbau der Stadtmauern von Jerusalem hatte das Nehemia immer wieder erlebt. Schon von Anfang an gab es Zeichen des Widerspruches durch Sanballat und seine Mitstreiter. Jetzt in Nehemia 4 eskallierte es richtig. Da heißt es nun:

Als aber Sanballat und Tobija und die Araber und Ammoniter und Aschdoditer hörten, dass die Mauern Jerusalems ausgebessert wurden, weil die Lücken angefangen hatten sich zu schließen, wurden sie sehr zornig und verschworen sich alle miteinander hinzuziehen, um gegen Jerusalem zu streiten und bei uns Verwirrung anzurichten.

Die Feinde taten alles um den Aufbau der Stadtmauer zu stören und zu verhindern,

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Es kommt immer wieder die Frage auf: Wozu braucht man das Spirituelle Gemeindemanagement? Welches Ziel wird mit ihm verfolgt? Ist es überhaupt nötigt?
In seinem Buch „Spirituelles Gemeindemanagement“ beschreibt Hans Jürgen Abromeit 5 Standards für das Spirituelle Gemeindemanagement, speziell für die Ausbildung von Pfarrerinnen und Pfarrer. Ich haben diese einmal etwas umformuliert um anhand dieser Standards die Notwendigkeit des spirituellen Gemeindemanagement zu verdeutlichen.

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Die Fragestellung ist zwar etwas provokant. Aber ehrlich kann ich mir gar nicht so richtig vorstellen, dass jemanden, der im Gemeindemanagement gravierende Fehler gemacht hat, in der gleichen Gemeinde noch eine zweite Chance gegeben wird. Oft ist da mindestens ein Gemeindewechsel erforderlich. Manchmal sind es auch die „Fehler“ der anderen, die zum Wechsel zwingen.

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