Das rechte Timing für Gottes Kinder – Galater 4,4-7 – Predigt 1. Christtag 2013 – Fraureuth

Krippe

Krippe

Liebe Gemeinde,
haben Sie das nicht auch schon erlebt. Da waren Sie tatsächlich einmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Alles war perfekt und alles hat geklappt. So wie sie es sich vorgestellt hatten. Vielleicht sogar noch besser. Vielleicht war es so als sie ein Vorstellungsgespräch bei einer neuen Arbeit hatten. Und sie haben diese Stelle bekommen. Es ist ihr Traumberuf und sie gehen darin auf.
Vielleicht sind sie auch jemand der sich an der Börse auskennt, und sie haben zur richtigen Zeit die richtigen Aktien gekauft und verkauft und einen guten Gewinn gemacht.
Oder sie waren zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle und haben ihre Frau oder ihren Mann des Lebens gefunden, eben die Traumfrau oder den Traummann.
Oder sie waren zum richtigen Zeitpunkt beim richtigen Arzt und dieser entdeckte einen Krebs oder einen Tumor im Frühstadium, ehe sich dieser ausbreitete, und sie konnten wieder geheilt werden bevor das ganze ausarten konnte.
Da geschah dann immer etwas in unserem Leben zum rechten Zeitpunkt und manchmal sagen wir dann im Denglischen Dialekt: „Das Timing ist perfekt.“

Um ein perfektes Timing geht es uns auch am heutigen Weihnachtstag. Und nicht nur um ein perfektes Timing, sondern auch um das perfekte Geschenk und den perfekten Zielpunkt. Weiterlesen

Das große Geheimnis Gottes – Predigt zu 1. Timotheus 3,16 – Heiliger Abend

Weihnachten

Weihnachten

Liebe Gemeinde, liebe Gäste,
vielleicht haben sie in dieser Advents- und Weihnachtszeit auch das beliebte Kinderlied gesungen: ,,Soviel Heimlichkeit in der Weihnachtszeit.“ Es liegt ja auch ein Geheimnis über dem, was in der Advents- und Weihnachtszeit geschieht. Schon in der äußeren Form dessen, wie wir diese Zeit erleben, wie wir das Weihnachtsfest vorbereiten. Wir sehen einfach mal von den Stress ab, den wir uns selber vielleicht viel zu sehr machen. Da ist doch auch viel Vorfreude auf das Fest dabei. Da basteln oder kaufen wir Geschenke für groß und klein.
Nach Möglichkeit sollen die es noch nicht erfahren, was ihnen da geschenkt wird. Auch wenn wir seit diesem Jahr wissen, dass es da in Amerika eine Organisation mit Namen NSA gibt, die fast alle Geheimnisse ausspioniert hat, so werden diese Geheimnisse sicher nicht gleich verraten und aufgedeckt. Sie stehen bestimmt nicht auf deren Spionageliste oben. 

Auch in unserem Krippenspiel wurde uns heute von einem Geheimnis erzählt. Einem Geheimnis, das durch die Geburt eines Kindes geschieht. Es ist dieses große Geheimnis Gottes, dass mit der Geburt des Kindes im Stall von Bethlehem — einerseits immer noch ein Geheimnis ist und andererseits doch der ganzen Welt und auch uns heute offenbart wird.
So schreibt es auch Paulus an seinen Freund und Mitstreiter Timotheus:

Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.

1. Tim 3,16

 Das Weihnachtsfest mit allen Gottesdiensten, mit den Christvespern, den Konzerten, den Liedern, mit allem was an Weihnachten geschieht, will eigentlich Zeugnis geben von diesem großen und einzigartigem Geheimnis des Evangeliums, von dieser Geburt des Kindes im Stall von Bethlehem, dass der große Gott Mensch wurde, dass Gott zu uns kommt. Doch was steckt in diesem Geheimnis des Glaubens, in diesem Geheimnis des Evangeliums Gottes, von dem der Apostel Paulus spricht.
Was steckt wohl hinter dem Bekenntnis zu Jesus, zu dem der Apostel Paulus ermutigt:»Er ist offenbart im Fleisch«,»gepredigt den Heiden«,»geglaubt in der Welt«? Dieser Jesus ist»offenbart im Fleisch«: Das heißt also Jesus wurde ganz und gar Mensch, so wie du und ich. Er kam als Baby in tiefer Armut zur Welt, ist in Nazareth aufgewachsen und die letzten drei Jahre seines Lebens öffentlich aufgetreten.
»Offenbart im Fleisch«- das verschweigt auch nicht, dass Jesus wie ein Schwerverbrecher am Kreuz gestorben ist. »Jesus ist offenbart im Fleisch«- das sagt auch, dass er — durchaus als schwacher, verletzlicher, sterblicher — Mensch gelebt hat. 
Dann heißt es:»Gepredigt den Heiden«: Da hat nach seinem Tod eine faszinierende Bewegung eingesetzt: Menschen, die mit der Botschaft von Jesus in Kontakt kamen, spürten die verändernde Kraft in ihrem Leben, die von dieser Botschaft ausging und sie mussten sie aus vollem Herzen weitergeben.
Sie haben gemerkt, die Botschaft hat Kraft und die können wir darum nicht für uns behalten. Es macht diese Botschaft oft so menschlich — manchem von uns manchmal fast zu menschlich -, weil wir als schwache, fehlerhafte Menschen versuchen, einander diese Botschaft glaubhaft weiterzusagen. Vielleicht tun wir das fehlerhaft und stümperhaft, aber aus dem Herzen und gewirkt durch Gottes Geist — Geheimnis des Glaubens.
So geheimnisvoll und manchmal unglaubhaft diese Botschaft auch ist. Seit 2000 Jahren hat sie unzählige Menschen ergriffen und verändert. Die Begegnung mit dem Kind aus dem Stall von Bethlehem hat die Menschen immer wieder verändert und sie auf eine neue Lebensspur gesetzt. Sie haben sich diesem Kind, diesem Jesus von Nazareth anvertraut und ihm Glauben geschenkt. Sie haben gespürt: Er ist immer in meinem Leben bei mir, ich kann mich im Gebet vertrauensvoll an ihn wenden. Er hilft mir, den rechten Weg durchs Leben zu finden, und steht mir auch in schweren Zeiten bei. Es gibt vielleicht Zeiten in unserem Leben, da fehlt uns der Zugang zu ihm. Dennoch dürfen wir wissen: Er ist da, er ist nahe bei mir! 
Diese wenigen Worte»Offenbart im Fleisch«,»gepredigt den Heiden«,»geglaubt in der Welt«sagen uns, dass Gott in Jesus ganz Mensch wurde. Dennoch gehört auch zu diesem Geheimnis dazu, dass Jesus als Mensch immer noch ganz Gott blieb, auch das dürfen wir nicht aus dem Blick lassen: Jesus war auch als ganzer Mensch ganz Gott.
Darum heißt es in den Worten weiter: Jesus ist»gerechtfertigt im Geist«,»erschienen den Engeln«,»aufgenommen in die Herrlichkeit«
Damit wird unser Blick auch heute schon von Weihnachten weg auf Ostern und das nachösterliche Geschehen gerichtet, weil in Gottes Heilsgeschichte gehört alles zusammen und ist für uns bedeutsam!
»Gerechtfertigt im Geist«: Von Menschen wurde Jesus zu Unrecht gekreuzigt. Doch Gott hat Jesus ins Recht gesetzt. Er hat ihn am»Oster«-Morgen wahrhaftig von den Toten auferweckt. Damit zeigt Gott: Wer an ihn glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
»Gerechtfertigt im Geist«: Am»Pfingst«-Sonntag kam der Heilige Geist, so, wie es Jesus verheißen hat. Auch wenn wir Jesus nicht sehen und spüren können. Durch den Heiligen Geist ist er mir nah.
Dies gilt nicht nur für unsere sichtbare Welt:»Erschienen den Engeln«: Alle Mächte, Kräfte und Gewalten müssen anerkennen: Jesus ist Herr, Jesus ist König.
Denn Gott hat ihn, wie es weiter heißt: »Aufgenommen in die Herrlichkeit«: Jesus ist an Himmelfahrt in die für uns unsichtbare Welt Gottes zurückgegangen. Gott hat ihn in seiner göttlichen Würde bestätigt.

Jesus ist der Sohn Gottes, der Heiland und Erlöser. Dennoch stellt sich für uns heute die Frage: Was hat haben wir davon, dass Jesus ganz Mensch war und ganz Gott ist? Was habe ich eigentlich davon, dass sich in Jesus Erde und Himmel berühren?  Weil Jesus wirklich Mensch war wie wir, kann er im Blick auf die Schönheiten und Grausamkeiten der Welt und des Lebens mitreden, mitfühlen, mitgehen. Ihm kann und soll ich vertrauen. Ihn soll und muss ich einfach in Wort und Tat zu anderen bringen. Weil Jesus wirklich Gott ist wie Gott selbst, ist ihm alles möglich. Keine Macht noch Gewalt kann mich von seiner Liebe trennen. Als Christ bin ich heute schon Anteil an Gottes neuer Welt, habe ich schon heute Zukunft mit ihm.  Wir werden dieses Geheimnis der Person und des Werkes von Jesus nicht ganz hier auf Erden ergründen. Schließlich ist es kein menschliches Rätsel, sondern ein göttliches Geheimnis. Aber wir können heute schon damit leben. »Wie?« – fragen Sie?
»Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens« (Lk 2,14).
»Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten (…)« (Lk 2,20).
Ein verlorener Bengel und ein törichter Schafskopf, wer es den jubelnden Engeln und den staunenden Hirten nicht nachmacht. Dem Kind in der Krippe, dem Heiland der Welt, gehört Lob, Anbetung, Ruhm, Ehre und vor allem: mein Vertrauen.
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Heiligen Abend und frohe Weihnachten, dass Sie selbst in diesen Tagen etwas von dem Geheimnis des Glaubens spüren.
Amen

Advent – „Weniger ist mehr!“

Weihnachtskonzert 2010

Weihnachtskonzert 2010

Da liegen sie nun vor uns die vier „anstrengensten“ Wochen des Jahres. Keiner möchte sie vermissen, aber viele stöhnen über sie, über den Stress und all die Hektik, welche durch sie entstehen. Und das spitzt sich ja auf das Weihnachtsfest hin. Dennoch gibt es relativ wenige Totalverweigerer, die sagen: „Kein Advent, kein Weihnachten – lasst mich mit all dem in Ruhe.“ Unabhängig von der christlichen Bedeutung dieser Tage ist es für viele Menschen in unserem Land dennoch eine wichtige Zeit. Weiterlesen

Macht Platz!

Jesus hat nie ein Buch geschrieben. Er hat nie eine Vorlesung vor Studenten gehalten. Er hat keinen philosophischen Klub, keine politische Partei gegründet.

Er hatte keine Armee, keine Leibgarde, kein Geld. Der Mann, nach dessen Geburtsjahr wir die Jahre zählen und dem Millionen Menschen folgen, war Zeit seines Lebens ein armer Hund. Er sagte von sich selbst, dass er nicht einmal ein eigenes Bett hatte.

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Weihnachten im Schuhkarton

Logo Weihnachten im Schuhkarton
Logo Weihnachten im Schuhkarton

Logo Weihnachten im Schuhkarton

Ab 15. Oktober bis 15. November 2009 findet die Aktion Weihnachten im Schuhkarton in unseren Kirchengemeinden Fraureuth und Gottesgrün und in ganz Deutschland statt, die weltweit größte Geschenk-Aktion ihrer Art für Kinder in Not. Dazu gibt es für die Päckchen viele Sammelstellen. Unzählige Helfer in Deutschland verwandeln einfache Schuhkartons in liebevoll gefüllte Weihnachtspäckchen für Kinder. Kleine Menschen, die in Armut aufwachsen und jeden Tag mit Elend konfrontiert sind, spüren plötzlich die Liebe und Zuneigung von Menschen in weit entfernten Ländern.

Für die Päckchen gibt es viele Sammelstellen. Die Annahmestellen in unseren Kirchengemeinden sind bei Sabine Schneider, Greizer Straße 4, 08427 Fraureuth und bei Christel Ziehrgiebel, Ortstraße 37, 07987 Gottesgrün.

Bitte vergessen Sie nicht, dass jeder Schuhkarton nach Möglichkeit ein Reisegeld von 6 € benötigt.

Weitere Informationen finden Sie auf den Flyern, die Sie in den Annahmestellen bzw. im Pfarramt erhalten, bzw. können Sie sich auch auf dem Weblog der Kirchgemeinde unter www.kirchengemeinde-fraureuth.de/weblog und unter der Webseite von Weihnachten im Schuhkarton www.weihnachten-im-schuhkarton.de informieren.