Was wird das Morgen bringen?

Das ist doch die große Frage, die gerade am Jahreswechsel immer wieder gestellt wird. Nebenbei es ist ja nicht nur ein Jahreswechsel, sondern auch ein neues Jahrzehnt beginnt. Wenn ich dran denke, was vielleicht in 10 Jahren ist, dann wird es mir richtig schwindelig. Bin ich da mit 62 in Rente? Tamara, was meine Frau ist, möchte da in Rente sein. Werde ich da überhaupt noch existieren? Wer weiß? Und wie gut, dass ich nicht weiß, was die Zukunft bringt.

Wie gut, dass ich die Worte des Predigttextes für den letzten Tag des Jahres gerade deshalb für mich und für meine Familie, aber auch für meine Arbeit als Pfarrer besonders ernst und wichtig nehmen kann:

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahin gegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt. Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht (Psalm 44,23): »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.« Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

Römer 8,31-39 – Quelle: Lutherbibel Deutsche Bibelgesellschaft

Mir gibt das Wort Mut und lässt mich mit Glaubensgewissheit und Hoffnung nach vorn in die Zukunft schauen – auch wenn ich nicht weiß, was sie bringen wird.

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