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Neue Männer braucht das Land – oder soll doch alles beim Alten bleiben?

© www.istockphoto.com / KyleNelson

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Über das Mannsein des Mannes

Ich weiß nicht, wie es euch Männern ergangen ist. Es gab Zeiten, da hat man sich fast geschämt ein Mann zu sein. So wurde man als Mann schlecht gemacht. Man war als Mann die Ausgeburt des Bösen. Nun hat sich vieles geändert in unserer Gesellschaft. Auch wir als Männer sind wieder wer. Doch stehen wir heute überhaupt zu unserem Mannsein. Und was macht uns Männer zum Mann. Sicherlich nicht die Gegensätze Sitzpinkler – Stehpinkler, Biertrinker – Weintrinker, Macho – Softi usw. Ich denke wir haben da als Männer mehr zu bieten.

Manchmal muss man ja auch richtig als Mann kämpfen – nämlich für seine Emanzipation. Stellt euch vor, da wird man als Mann für eine Führungsposition ausgewählt. Doch auf einmal fällt jemand auf, dass das nicht gerecht ist. So sucht man noch händeringend eine Gegenkandidatin. Und wenn man sie gefunden hat, ja da hat man schon fast als Mann verloren. Denn Frauen haben fast immer, im Rahmen der Gleichberechtigung, eine bessere Lobby: “Mann muss doch etwas für die Gleichberechtigung tun.” Beinahe wäre die letzte Bundespräsidentenwahl auch so gelaufen. Wer fragt denn dann noch nach Qualifikation, nach der besseren Eignung.

Ja und dann haben wir Männer als Gegenkandidat immer ein Problem gegen eine Frau zu kämpfen, irgendwie liegt des uns in der Natur lieber zu verzichten oder nur noch halbherzig zu kämpfen. Gegen eine Frau kämpft man als Mann nicht. Wir Männer sind dann meistens die Verlierer.

Doch, liebe Männer, so kann es nicht sein – das schlimmste ist, wir Männer sind es selber die sich diskriminieren. Das widerspricht auch dem Gottesbild vom Mann. Gott will, dass wir als Mann auch Mann sind. – Was nicht bedeutet, dass Frauen diskriminiert werden. Sondern das Gegenteil ist der Fall: Ich denke nur dann, wenn wir Männer richtige Männer sind, können Frauen auch richtige Frauen sein.

Auf jeden Fall beschäftigt mich das Mannsein des Mannes schon eine ganze Weile. Und bei unseren Zelttagen 2008 wurde ich noch einmal durch einen der Evangelisten auf das Thema des Mannsein des Mannes hingewiesen, als er da als fast Mitternachtsprogramm zum Männertreff einlud.

Vor kurzem habe ich mal eine Ausgabe eines Newsletters des Katholischen Bibelwerkes in Linz/Österreich gelesen. Ich lese nicht immer alle, aber den einen halt. Und dann kam ich auf deren Webseite. Da gab es einen Link auf einen Bücherladen. Und dort fand ich ein Buch, welches mich noch einmal motivierte, über das Mannsein des Mannes nachzudenken. Das Buch heißt ” Männersache: Gedanken zum Mannsein“.
Es ist von Dr. Markus Hofer – Leiter des Männerbüros der Katholischen Kirche Voralberg. Darin finde ich sehr interessante Impulse über das Mannsein. Sie werden sozusagen die Impulse für diese Kategorie des Mannseins sein. Dabei werde ich versuchen das Mannsein mit dem Christsein zu verbinden. Kommentare und Diskussionsbeiträge sind erwünscht.

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