für eine Kirche mit Zukunft

Vertrauen

Frieden – Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach! – Psalm 34,15

Jahreslosung 2019

Liebe Gemeinde,

Seit vielen Jahrzehnten ist es üblich, dass ein Bibelwort als Jahreslosung über dem Jahr steht. Für das kommende Jahr 2019 wurde ein Wort aus dem Psalm 34, 15 ausgewählt:

Suche Frieden und jage ihm nach!

Dieses kurze Wort stammt aus einem Gebet des Königs David, als er auf der Flucht war. Er war als erstes auf der Flucht vor seinem Schwiegervater Saul, der ihm nach dem Leben trachtete.

Aber er war auch auf der Flucht vor dem Philisterkönig Abimelech, bei dem er sich ursprünglich Unterschlupf und Schutz erhoffte. Er konnte also nicht die Erfahrung machen, dass der Feind meines Feindes mein Freund ist, wenn auch nur auf Zeit. Nein auch von dem musste er sich wieder trennen. Darum kommt er zum Schluss, dass die einzige wahre Hilfe Gott der Herr. Darum fordert er auf und ermutigt:

Lass ab vom Bösen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach!

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Dienen, dienen, dienen?! – Predigt zu Lukas 17,7-10 Sonntag Septuagesimae

Liebe Gemeinde,

Bewerbung

Am Ende des Vorstellungsgespräches fragte der Personalchef den jungen Ingenieur, der frisch von der Hochschule kommt, was für ein Gehalt er sich denn vorstellt?

“Naja so in etwa 140 000 Euro Jahresgehalt, plus Leistungszuschläge.”

“Nun, was würden sie dann zu dem Paket von 7 -Wochen Urlaub, 14 bezahlten Feiertagen, volle medizinische Versorgung und Gesundheitsvorsorge sagen. Dazu dann eine durch das Unternehmen abgesicherte Altersvorsorge von 50% des Gehaltes und ein alle 2 Jahre neu geleastes Auto, sagen wir einen silbermetallic-farbenen Porsche.”

“Wow! Machen Sie Witze?”

“Ja, aber sie haben damit angefangen.” Weiterlesen

Der Mensch im Paradies

Predigt zu 1. Mose 2,4-9.15 – 15. Sonntag nach Trinitatis 2014

Tor zum Paradies

Tor zum Paradies

Liebe Gemeinde,
was fällt ihnen ein wenn sie das Wort Paradies hören?

Vielleicht einen Bahnhof in Jena. Früher war er ein wichtiger Umsteigebahnhof, wenn man seine Richtung wechseln wollte, statt von Ost nach West weiter von Süd nach Nord reisen wollte. Doch die Bedeutung für das Reisen hat er mittlerweile verloren und ist nur noch ein kleiner Haltepunkt. Aber Paradies ist in Jena schon immer auch ein Begriff für ein Stadtgebiet, in dem es sich gut leben lässt.

Wenn wir das Wort Paradies hören, haben wir Menschen eine gewisse Vorstellung, wie dieses aussehen muss.
Dabei wird es einerseits als eine altmodische Vorstellung abgelehnt und doch ist andererseits selbst der moderne Mensch von heute auf der Suche nach dem Paradies.

Und wenn er es nicht findet, dann erschafft er es sich. Weiterlesen

Lebe dein Leben – mit Gott!

Predigt – 5. Sonntag nach Trinitatis 2014 – 2. Thessalonicher 3,1-5

Altar Gemeindehaus Breitungen

Altar Gemeindehaus Breitungen

Liebe Gemeinde,
die Fußballweltmeisterschaft ist vorbei. Deutschland ist Weltmeister. Philipp Lahm ist als Nationalspieler zurückgetreten. Der Alltag hat uns wieder.  Ein Alltag, der viele Veränderungen in sich birgt, aber eben dadurch auch das Leben ist.
Ich möchte noch einmal auf die Fußball-WM zurückschauen. Dabei ist mir aufgefallen, dass bei ihr Religion eine sehr wichtige Rolle spielte. Wenn man einmal von solchen unqualifizierten Aussagen, wie Fußball-Gott usw. absieht, ist mir aufgefallen, dass mancher Fußballspieler sich nach einem Tor bekreuzigte oder ein kurzes Gebet in den Himmel schickte. Ja, dass die Spieler von Brasilien es als eine religiöse Mission sahen ihr Spiel zu gewinnen. Weiterlesen

Ja, wenn ich nur! – Predigt zu Johannes 20,19-29 – Ökumenischer Gottesdienst 2014 Fraureuth

 

Liebfrauenkapelle Fraureuth

Liebfrauenkapelle Fraureuth

am Sonnabend vor dem Sonntag Quasimodogeniti in der Liebfrauenkapelle Fraureuth

Liebe Gemeinde,

zum Glauben an Jesus Christus zu finden, dazu gibt es recht unterschiedliche Wege. Meist sind diese Wege recht unspektakulär. Ein Mensch wächst über das Leben in der Gemeinde, durch das Zeugnis der Eltern, der Familie und anderer Menschen hinein in diesen Glauben. Bei anderen ist es schon etwas spektakulärer, manchmal auch etwas ungewohnter, wie zum Beispiel bei Bernd Merbitz, dem gegenwärtigen Polizeipräsidenten von Leipzig.
Hätte man ihm das von 25 Jahren gesagt, dass er eines Tages einmal Werbung dafür macht, dass im Jahr 2016 der Katholikentag nach Leipzig kommt, hätte er sich damals ungläubig den Kopf geschüttelt.
Denn er war zwar evangelisch getauft, seine Mutter war Katholikin, aber er war dann atheistisch erzogen worden. Sein Vater hatte es ihm verboten, dass er als Kind in die Christenlehre ging. Dann spielte Religion für ihn keine Rolle mehr. Als Polizist war er Mitglied der SED. Er stiegt dann zum Leiter der Mordkommission in Leipzig auf. Nun ich will hier nicht seine ganze Biografie und Karriere aufzählen. Aber durch seine zweite Frau, eine gläubige Katholikin, fand er zum Glauben an Jesus Christus. Weiterlesen

MIT GEIST UND MUT … … DIE VERHEISSUNG FESTHALTEN

Allianzgebetswoche 2014

Allianzgebetswoche 2014
Bildquelle: www.ead.de
lilagri/stockphoto.com

Predigt zur Allianzgebetswoche 2014

 Liebe Gemeinde,

hier sind einmal 20 Kennzeichen woran man erkennt, dass man langsam alt wird:

  1. Man schläft und die anderen denken, dass man tot ist.
  2. Man will etwas tun, aber der Rücken macht nicht mehr mit.
  3. Sie hören auf ihren Bauch einzuziehen, egal wer in den Raum herein kommt.
  4. Beim Autofahren ist das Navigationsgerät das wichtigste Gerät.
  5. Sie sind stolz auf Ihren Rasenmäher.
  6. Ihre Arme sind beim Zeitung lesen meistens zu kurz.
  7. Sie singen zur Fahrstuhlmusik.
  8. Sie gehen lieber auf Arbeit, als dass sie einmal zu Hause krank sind.
  9. Sie hören gern zu, wenn andere Leute von ihrer Arbeit reden.
  10. Sie denken nicht mehr, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung eine Herausforderung für sie ist.
  11. Wenn die Leute um 9.00 Uhr abends anrufen und sie dann fragen: „Bist du noch wach?“ Weiterlesen

Von Noah und seiner Arche lernen

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von Joachim Köhler (Eigenes Werk) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

 

Im Internet und in einem christlichen Witzbuch habe ich 11 Punkte dazu gefunden:

  1. Nicht das Boot verpassen!
  2. Denke daran, dass wir alle im selben Boot sitzen.
  3. Plane vorausschauend! Es hat nicht geregnet, als Noah die Arche baute.
  4. Bleibe in Form! Auch wenn du 100 Jahre alt bist, könnte dich jemand auffordern, etwas wirklich großes zu tun.
  5. Höre nicht auf die Kritiker; tue einfach deine Arbeit weiter, die getan werden muss.
  6. Baue dir deine Zukunft auf hohem Niveau.
  7. Um der Sicherheit willen, reise paarweise.
  8. Geschwindigkeit ist nicht immer ein Vorteil. Die Schnecken waren ebenso an Bord wie die Geparde.
  9. Wenn du gestresst bist, lass dich eine Weile treiben.
  10. Denke daran, dass die Arche von Amateuren gebaut wurde; die Titanic von Profis!
  11. Mache dir keine Sorgen um den Sturm! Wenn du mit Gott unterwegs bist, wartet immer ein Regenbogen auf dich.

 Nun stellt sich die Frage nach den Rechten und der eigentlichen Quelle. Leider sind diese bei solchen Sätzen oft nicht wirklich zurück zu verfolgen. Sollte jemand die Rechte und die Quelle wissen, wäre eine kurze Mitteilung gern gesehen. Weiterlesen

Bilder meines Lebens

Meine Wenigkeit im Jahre 1985

Meine Wenigkeit im Jahre 1985

Auf meinem Linux-Rechner habe ich mir einen Bildschirmschoner installiert. Dieser wühlt in dem Bilderordner meines Rechners herum und bringt unglaubliche Schätze hervor: Bilder aus meinem Leben. Sie anzusehen ist unglaublich spannender als mancher Krimi im Fernsehen. Man wird an manches Erlebnis und an manche Begebenheit erinnert. Menschen tauchen vor einem auf, die man fast vergessen hat. Man entdeckt, wie man sich selber oder wie sich andere verändert haben. Dann fragt man sich: Mensch, wo warst du denn da gewesen? Was war das für eine Begebenheit?

Zu wissen, wo kommt man her, welche Wurzeln hat man, ist ungeheuer wichtig. Auch für unseren Glauben. Sicher hat Jesus einmal gesagt: Weiterlesen

Ich bin ein Feigling …

(c) sxc.hu/robchivers

(c) sxc.hu/robchivers

Glaubt mir das etwa keiner? Auf jeden Fall ist es gut zu wissen, dass es so ist. Und eigentlich ist es nichts neues. Es ist jedermann und jeder Frau bekannt oder etwa nicht? Gerne spucke ich große Töne und sage mal etwas richtig gewichtiges, so dass mancher denkt: Man der hat es ja richtig drauf. Doch dann ist nicht viel dahinter. Vielleicht dresche ich nur leeres Stroh. Dann kann es passieren, dass ich keine Stellung beziehe, wo ich es eigentlich müsste. Konflikten gehe ich liebend gern aus dem Weg. Am liebsten sitze ich sie aus und schiebe sie auf die lange Bank. Am liebsten habe ich es, wenn sich Konflikte irgendwie von selber erledigen, dass ich nicht noch irgendwie mit ihnen in Berührung komme. Leider passiert das höchst selten. Im Gegenteil durch das lange Aufschieben der Konflikte verschlimmern sie sich meistens noch.
Nun noch etwas anderes mache ich höchst ungern: neue Wege gehen, auch wenn ich das als Pfarrer immer predige. Ich sage den Leuten immer: “Ihr müsst um die Ecke sehen”. Aber selber tue ich es viel zu wenig. Da gibt es doch viel zu viele Risiken und Gefahren, die auf einen lauern und in deren Falle man hinein tappt. Angst vor Versagen und Fehler machen sich sowieso noch breit. Also was soll das? Weiterlesen

Und es ist doch meine Gemeinde!

(c) sxc.hu/spekulator

(c) sxc.hu/spekulator

Denn ich bin ein Teil von ihr. Ich bin, um es mit einem biblischen Bild zu sagen, ein Glied am Leib Christi. An der Gemeinde habe ich Anteil, wie ich an meiner Familie Anteil habe. Denn ich brauche die Menschen in der Gemeinde. Nicht nur ich bin für die Menschen da, sondern die Menschen sind genauso für mich da. Ich brauche sie zur Gemeinschaft, um mit ihnen zu reden, zu beten, Gottes Wort zu hören, zu essen und zu trinken. Ich brauche sie als Wegbegleiter. Als Pfarrer kann ich nicht immer nur ein “geistlicher Produzent” sein, sondern muss ebenfalls ein “geistlicher Konsument” sein. Das ist sicher manchmal den Gemeindegliedern  schwer zu vermitteln. Da habe ich Urlaub und setze mich am Sonntag in den Gottesdienst, den ein Lektor hält, um als “normales Gemeindeglied” den Gottesdienst mit zu feiern. Jemand sagt dann: “Ach Herr Pfarrer, da hätten sie doch auch predigen können!” Gut, das hat sich mittlerweile etwas geändert. Weiterlesen

“Das Angesicht Gottes” – Predigt zu 2. Mose 33,12-23 – 2. Stg. n. Epiphanias 2011

Christus der Weltenherrscher

Christus der Weltenherrscher

Liebe Gemeinde,

wer von euch hat nicht schon einmal in seinem Leben gebetet:

Lieber Gott, lass das und das geschehen oder lass das und das erfüllt werden, dann will ich dir ganz und gar vertrauen. Dann will ich an dich glauben und nicht mehr zweifeln.

Ich denke jeder von uns hat mehr oder weniger schon so einmal in seinem Leben gebetet. Wir wünschen uns doch alle irgendwie eine gewisse Sicherheit in unserem Glauben und einen direkte Verbindung mit Gott, das wir gewiss sind, dass Gott unser Gebet hört und erhört.

Dann fühlten wir uns ernst genommen und motiviert, den Weg des Glaubens weiter zu gehen.

So ähnlich ist es dem Mose ergangen, von dem wir heute hören. Er wünschte sich so eine intensive Gotteserfahrung, die ihm Sicherheit und Zuversicht gab, die ihn für seine weitere Arbeit motivierte. Gerade bei all seinem Tun, bei seinem Unterwegssein mit dem Volk Israel, bei seinem Auftrag das Volk Israel in das gelobt Land zu führen, brauche er ein Stück Sicherheit. Er braucht einen Halt. Von Gott hatte er zwar diese große Vision bekommen, das Volk in ein Land zu führen, in dem Milch und Honig fließt. Aber neben dieser großen Vision, brauchte er auch Motivation und Stärke für die alltäglichen Aufgaben, die manchmal recht ermüdend und entmutigend sein konnten. Besonders weil jeder an allem etwas zu meckern hatte.

Wir lesen aus dem 2. Buch Mose Kapitel 33, 12-23:

12 Und Mose sprach zu dem HERRN: Siehe, du sprichst zu mir: Führe das Volk hinauf!, und lässt mich nicht wissen, wen du mit mir senden willst, wo du doch gesagt hast: Ich kenne dich mit Namen, und du hast Gnade vor meinen Augen gefunden.

13 Hab ich denn Gnade vor deinen Augen gefunden, so lass mich deinen Weg wissen, damit ich dich erkenne und Gnade vor deinen Augen finde. Und sieh doch, dass dies Volk dein Volk ist.

14 Er sprach: Mein Angesicht soll vorangehen; ich will dich zur Ruhe leiten.

15 Mose aber sprach zu ihm: Wenn nicht dein Angesicht vorangeht, so führe uns nicht von hier hinauf.

16 Denn woran soll erkannt werden, dass ich und dein Volk vor deinen Augen Gnade gefunden haben, wenn nicht daran, dass du mit uns gehst, sodass ich und dein Volk erhoben werden vor allen Völkern, die auf dem Erdboden sind?

17 Der HERR sprach zu Mose: Auch das, was du jetzt gesagt hast, will ich tun; denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen.

18 Und Mose sprach: Lass mich deine Herrlichkeit sehen!

19 Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen und will vor dir kundtun den Namen des HERRN: Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.

20 Und er sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht.

21 Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen.

22 Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin.

23 Dann will ich meine Hand von dir tun und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.

Christus der Weltenherscher

Christus der Weltenherscher

Mose fühlte sich irgendwie überfordert, dieses ganze Volk Israel zu führen und zu leiten. Gott hatte ihm zwar seinen Bruder Aaron und seine Schwester Mirijam zur Seite gestellt, diese beiden sollten ihn unterstützen das Volk zu führen. Aber diese hatten ja bei der Geschichte mit dem Goldenen Kalb gerade erst versagt, und selber eine ganze Menge Bockmist gebaut. Und die anderen Priester und Leviten hatten sich nicht als richtige Führungspersönlichkeiten gezeigt.

So fühlte sich Mose als Leiter und Führer des Volkes Israel einsam und allein, mit diesem großen Auftrag das Volk ins gelobte Land zu führen.

Interessant in diesem Kapitel ist, dass einen Vers vor dem Text, den wir gelesen haben, im Vers 11 mit Josua schon die nächste Generation der Leiter vorgestellt wird, aber Mose sieht sie noch nicht. Er fühlt sich einsam und allein. So tritt er vor Gott. Auf der anderen Seite stehen aber die Verheißungen Gottes an ihn: Gott will ihn führen.

Dabei ist mir ein Wort in diesen Verheißungen sehr wichtig geworden. Gott sagt zu Mose: „Ich will dich zur Ruhe leiten.“ Es wird deutlich, dass man mit Stress und Hektik nicht weit kommt, sondern in allem was man tut, braucht man Zeiten der Ruhe.

Wir Menschen sind keine Hochleistungsmaschinen, die 24 Stunden am Tage und 7 Tage in der Woche wirken können, sondern wir brauchen die Zeiten der Ruhe.

Als ein äußeres Zeichen der Zusage Gottes will Mose nun das Angesicht Gottes sehen. Und was tut Gott? ER lässt sich auf die Bitte von Mose ein, zumindestens teilweise.

Das Erste: Gott erneuert dem Mose seine Gnadenzusage: „Du hast Gnade vor meinen Augen gefunden und ich kennt dich bei deinem Namen!“

Wir dürfen eins wissen. Das was Gott hier dem Moses zusagt, gilt spätestens seit Jesus Christus auch für uns. Der große Gott kennt uns ganz persönlich und mit Namen. Wir sind bei Gott keine Nummer. Und das Jesus Christus als Kind in der Krippe auf diese Erde kam und dass er als Mann am Kreuz auf Golgatha starb ist. Krippe und Kreuz sind die großen Zeichen der Gnade Gottes, welches für jeden von uns jeden gelten.

Das Zweite: Und nun tritt Mose mit seiner Bitte vor Gott: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen!“

Was würden wir jetzt Gott bitten?

  • Mache mich wieder gesund, als Zeichen deiner Größe!“
  • Mache mich zum Millionär, als Zeichen deiner Allmacht!“
  • Oder was ..?

Würden unsere Bitten mehr auf unser Ich bezogen sein oder würden sie mehr auf unseren Auftrag, auf unsere Mission bezogen sein?

Bei Mose war es sein Auftrag. Man könnte die Bitte fortsetzen: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen, damit ich wieder motiviert bin, dein Volk in das gelobte Land zu führen, damit ich gestärkt bin deinen Auftrag auszuführen.

Mose bittet also: Lass mich deine Herrlichkeit sehen!

Und Gott gibt sich dem Mose zu erkennen. Er erfüllt dessen Bitte. Doch sein Angesicht kann Mose aber nicht sehen, denn wie sagt Gott „denn kein Mensch wird leben, der mich sieht.“

Diese Erfahrung machte auch der Prophet Jesaja, als er ausrief: „Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen.“ (Jesaja 6,5)

Wir Menschen können die Größe und Herrlichkeit Gottes nicht ertragen, wir würden vergehen. Die Heiligkeit Gottes macht es uns unmöglich ihn von Angesicht zu Angesicht zu sehen.

Darum bietet Gott Mose einem Kompromiss an: „Hier auf dem Felsen, wo du stehst ist ein Felsspalt. Dahinein in diesen Felsspalt will ich dich stellen. Ich will dich mit meiner Hand schützen und wenn ich dann an diesem Felsspalt vorübergegangen bin, dann darfst du mir hinterher sehen.“

So ist es dann auch geschehen. Mose bekam neuen Mut und neue Kraft, das Volk weiter durch die Wüste zu führen.

Es wurden neue Gesetzestafeln gemacht. Die Alten hatte er ja wegen des Ungehorsames des Volkes zerschlagen.

Die Begegnung mit Gott hatte Mose verändert. Sie hat ihn dann so zum Strahlen gebracht, dass das Volk vor ihm fürchtete und man auf sein Gesicht sogar eine Decke legte.

Auch uns will Gott in der Begegnung mit ihm ermutigen. Im Gegensatz zu Mose können wir das Angesicht Gottes sehen. Seit der Vorhang im Tempel zerrissen ist, haben wir einen freien Zugang zu Gott. Seitdem hat das Angesicht Gottes für uns ein Gesicht. Es ist Jesus Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene. Das Gesicht Gottes ist mit einer Dornenkrone bekrönt und mit Leidensstriemen durchzogen. Jesus spricht uns heute an: „Das tat ich für dich! Was tust du für mich?“ In Jesus Christus sehen wir das Angesicht des lebendigen Gottes. Es ist das Angesicht des leidenden und des liebenden Gottes. Des Gottes, der sich dem Schwachen und des Armen zuwendet.

Es ist das Angesicht Gottes, der die Traurigen tröstet, die Lahmen vor Freude springen lässt und die Blinden sehend macht.

Es ist das Angesicht Gottes, der die Hungrigen satt macht und die Armen reich.

Es ist das Angesicht Gottes, der den Schwachen stark macht, den Kranken aufrichtet, den Ausgestoßenen annimmmt und den Verachteten liebt.

Wir wissen nicht, was uns die Zukunft bringen wird, wir wissen nicht was der morgige Tag bringen wird. Die Zukunft wird ein Rätsel bleiben. Und selbst die, die die an so etwas wie Sternbilder glauben, können nicht mehr sicher sein, den wie schreibt die Bildzeitung gestern: Die Erde eiert und darum sind alle Horoskope falsch.“

Nun Gott sei Dank brauchen wir das nicht, denn uns gilt die Zusage, die Gott dem Mose gegeben hat: „Mein Angesicht soll vorangehen!“

Verlassen wir uns in Zukunft auf Gottes Angesicht in Jesus Christus und lassen uns von ihm leiten. Amen

Glaube als Wagnis

Man stellt sich ja immer wieder einmal die Frage: Was ist Glaube? Die Bibel und ganz besonders der Hebräerbrief geben uns dazu eine ganz prägnante Definition:

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.

Hebräer 11,1 (Luther)

Was ist denn der Glaube? Er ist ein Rechnen mit der Erfüllung dessen, worauf man hofft, ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge.

Hebräer 11,1 (Neue Genfer Übersetzung)

In Vorbereitung einer Bibelarbeit ist mir dazu eine kleine Geschichte begegnet, die das illustriert:

Ein Mann fuhr mit seinem Auto durch die Wüste. Da blieb das Auto stehen und fuhr nicht mehr weiter. Darum ging der Mann auf der Straße zu Fuß weiter. Die Sonne brannte auf die Erde. So bekam er Durst. Er wurde immer matter und stolperte nur noch die Straße entlang bis er schließlich zu einer fast zerfallenen Hütte kam. Das Dach war schon abgerissen und die Türen aus den Angel gehoben. Weiterlesen

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