Wenn Gottes Wille zur politischen Parole wird

Vertikale Autorität im MAGA-Christentum und warum Luther hier eher zur Vorsicht mahnt
In der amerikanischen Online-Zeitung Huffpost.com habe ich einen Artikel über eine Debatte über christlichen Nationalismus gelesen. Dabei ist mir der Ausdruck „vertical morality“ begegnet. Gemeint ist damit eine moralische Grundhaltung, in der sich das Gute vor allem am Gehorsam gegenüber einer höheren Autorität bemisst. Im christlichen Zusammenhang heißt das: Entscheidend ist zuerst, ob etwas als von Gott gewollt gilt. Für den folgenden Beitrag verwende ich dafür den theologischen Schärfungsbegriff „vertikale Autorität“. Denn im politischen Raum geht es dann meist nicht nur um Moral, sondern um die Frage, wer verbindlich sagen darf, was Gott will. Genau dort beginnt das Problem. [1]






















