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Die Kirchengemeinde als funktionierendes Ökosystem und ihr Einfluss auf das kommunale Gemeinwesen

Christus am Kreuz

Christus am Kreuz

Eine Kirchengemeinde ist immer Teil eines gesellschaftlichen Kommunalwesen. Je nach ihrer Größe und ihrer sozialen Struktur hat sie auch Einfluß auf diese. Wie auch umgekehrt das kommunale Gemeinwesen Einfluß auf die Kirchengemeinde hat. Dabei ist die Kirchengemeinde keine perfekte Organisation oder Vereinigung.

Das setzt auch der Emmaus-Kurs selber nicht voraus. So etwas gibt es nicht. Er setzt eine Gemeinde voraus, die sich wie ein funktionierendes Ökosystem versteht. Also Gemeinde versteht man nicht als Organisation oder Verein, sondern als einen lebendigen Organismus. Dieses ist  ein urbiblisches Bild, welches der Apostel Paulus geprägt hat, als er bei der Gemeinde vom Haupt und vielen Gliedern gesprochen hat (z.B. 1.Korinther 12).

In seinem Buch “Eine unaufhaltsame Kraft” vertieft Erwin McManus dieses Bild. So ist eine lebendige Gemeinde ein gut funktionierendes Ökosystem, das mit den Fehlern und dem Versagen der einzelnen Glieder umgehen kann. Es wird nicht erwartet, dass wir perfekt sind, sondern dass wir teilhaben an diesem Ökosystem, so wie wir sind. Dass wir teil haben, so wie wir sind, mit unseren Gaben und Fähigkeiten, mit unseren Möglichkeiten und Talenten, mit unserem Versagen und Fehlern. Doch dabei wird deutlich, wir werden nicht bleiben, wie wir sind. Durch die Teilhabe am Ökosystem Gemeinde werden uns verändern und hoffentlich zum positiven. Das ist eigentlich zu erwarten. Weiterlesen

Einen Traum von Kirche wahr werden lassen lassen

(c) camphotos/sxc.hu

Die Schlagersängerin Peggy March sang “Mit 17 hat man noch Träume” und machte deutlich dass junge Menschen dieses brauchen und dass ihr Träume nicht der Lebenswirklichkeit entsprechen. Aber dass man ihnen wegen ihrer Jugend verzeiht und dass Träume zur Liebe dazugehören.

Anders dagegen der große Traum von Martin Luther King, bei dem es um Gleichheit und Gerechtigkeit aller Menschen geht. Dieser große Traum ist wegweisend für viele Generationen und für viele Menschen auf unserer Erde geworden, als eine Vision, als ein Hoffnungsbild, das es zu erreichen gilt. Der Traum wurde so zu einem Motor, der Menschen antrieb, sich für Gleichheit und Gerechtigkeit in unserer Welt einsetzen zu lassen.

Auch für unserer Kirche, für unsere Gemeinde brauchen wir einen Traum, ein Hoffnungsbild. Ein Bild, wie es mit unserer Kirche werden kann und sein wird. Weiterlesen

Ist Gemeindemanagement wirklich keine genau beschreibbare und darstellbare Tätigkeit?

Ich denke schon, dass so vielfältig und breit auch das Aufgabenfeld des Gemeindemanagement ist, dieses sich umschreiben lässt. Natürlich steht immer im Vordergrund zuerst der pastorale Dienst mit der nach dem reformatorischen Verständnis Predigt im Mittelpunkt. Wo bei sich das Bild der Predigt unserer Gegenwart anpassen muss. Verkündigung ist heute nicht mehr die sonntägliche Kanzel allein, sondern heute gibt es vielfältige Formen und Möglichkeiten der Verkündigung. Die Palette ist groß. Weiterlesen

Wer soll ich als Mann sein?

Warten auf den Showdown

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Das ist die große Frage, die sich jeder Mann stellt? Soll ich Sitzpinkler oder Stehpinkler sein? Soll ich Warmduscher oder Kaltduscher sein? Soll ich hart sein wie Eisen oder weich wie Butter? Gefrorene Butter kann auch ganz schön hart sein.  Soll ich leiten und führen oder wie ein Schaf hinterher trotten.  Soll ich die Kuh sein, die man melken kann (sprich der viel Money nach Hause bringt) oder der Ochse, der mit dem Kopf durch die Wand will? Ich könnte die Liste weiterführen und würde nicht so schnell zum Ende kommen.

Markus Hofer bringt in seinem Buch Männersache einen sehr interessanten Vergleich, dem es lohnt nachzugehen. Von welchem Mann wünschte sich eine Karrierefrau, die auf Emanzipation und Gleichberechtigung aus ist, ein Kind. Von einem Versager, vielleicht einem Alkoholiker, einem der unter der Brücke schläft oder einem netten Arbeitslosen, der ja Zeit für das Kind hat? Wohl kaum! Von einem Mann, der der Vater ihres Kindes sein soll, erwartet sie beste Qualitäten, ehrgeizig, erfolgsorientiert und der weiß, wie man Geld verdient.

Irgendwie ist das richtig paradox, was man da von uns Männern so erwartet, manchmal richtig schizophren.

Wie soll man denn als Mann sein? Nicht zu vergessen, was da so die restliche Welt von mir als Mann erwartet. Die Kumpels am Stammtisch und auf dem Fußballplatz erwarten von mir, dass ich kein Weichei und keine Memme bin. Der Chef erwartet von mir den Radfahrer nach oben bücken und nach unten treten. Die Arbeitskollegen erwarten von mir den loyalen Partner. Der Kirchenvorstand erwartet von mir den aktiven und verantwortungsvollen Mitarbeiter. Die Kinder den liebevollen Vater. Die Frau den zu hörenden Ehepartner, der aber auch bereit ist, sich in Krisen nicht zurückzuziehen, sondern in Angriffsstellung zu gehen und sich einzusetzen, auf jeden Fall, wenn es um die Belange der Familie.

Wer würde da nicht, wenn er das alles liest, stöhnen und fragen: “Wo habe ich da noch Platz für mich selber?” Oder nur drei Worte, die Dietrich Bonhoeffer sicher in einer anderen Situation sagt: “Wer bin ich?” Aber ich kann mir gut vorstellen, dass mancher Mann sein Mannsein als Gefängnis empfindet.

Ich wünsche uns, dass wir am Ende auch zu der Antwort finden, die Dietrich Bonhoeffer gibt: Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott. Wer ich auch bin? Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!

Dein bin ich, o Gott! – Ich werde hier keine absolute letztgültige Antwort auf das Mannsein geben. Ich möchte mich mit auf die Suche machen, Fragen stellen, Gedankensplitter einwerfen, diskutieren, nachdenken – und wenn eine Antwort, dann ist es nur ein Teil, ein Bruchstück.

Vielleicht erst einmal bei aller getrennter Betrachtungsweise, Mann und Frau gehören nach dem biblischen Schöpfungsbericht zusammen und sie haben einen kollektiven, partnerschaftlichen Auftrag: “Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde!” 1. Mose 1,28

Im anderen Schöpfungsbericht ist es der Mann, der den Tieren den Namen gibt, auf der Suche nach dem Gegenüber, der Partnerin. Da wird sicher deutlich, dass unser Mannsein sich am Gegenüber, an der Frau definiert. Ja sie werden massiv aneinander gebunden.

Und doch wird das immer wieder missverstanden und falsch gedeutet, mit einem Hineingepresstwerden in Klischees und Rollen, die nicht nützen, sondern zerstören.

Wer soll ich als Mann sein? Ich soll ich sein – ein von Gott geliebtes Menschenkind. Auf dieser Basis kann ich mein Mannsein aufbauen.

Neue Männer braucht das Land – oder soll doch alles beim Alten bleiben?

© www.istockphoto.com / KyleNelson

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Über das Mannsein des Mannes

Ich weiß nicht, wie es euch Männern ergangen ist. Es gab Zeiten, da hat man sich fast geschämt ein Mann zu sein. So wurde man als Mann schlecht gemacht. Man war als Mann die Ausgeburt des Bösen. Nun hat sich vieles geändert in unserer Gesellschaft. Auch wir als Männer sind wieder wer. Doch stehen wir heute überhaupt zu unserem Mannsein. Und was macht uns Männer zum Mann. Sicherlich nicht die Gegensätze Sitzpinkler – Stehpinkler, Biertrinker – Weintrinker, Macho – Softi usw. Ich denke wir haben da als Männer mehr zu bieten.

Manchmal muss man ja auch richtig als Mann kämpfen – nämlich für seine Emanzipation. Stellt euch vor, da wird man als Mann für eine Führungsposition ausgewählt. Doch auf einmal fällt jemand auf, dass das nicht gerecht ist. So sucht man noch händeringend eine Gegenkandidatin. Und wenn man sie gefunden hat, ja da hat man schon fast als Mann verloren. Denn Frauen haben fast immer, im Rahmen der Gleichberechtigung, eine bessere Lobby: “Mann muss doch etwas für die Gleichberechtigung tun.” Beinahe wäre die letzte Bundespräsidentenwahl auch so gelaufen. Wer fragt denn dann noch nach Qualifikation, nach der besseren Eignung.

Ja und dann haben wir Männer als Gegenkandidat immer ein Problem gegen eine Frau zu kämpfen, irgendwie liegt des uns in der Natur lieber zu verzichten oder nur noch halbherzig zu kämpfen. Gegen eine Frau kämpft man als Mann nicht. Wir Männer sind dann meistens die Verlierer.

Doch, liebe Männer, so kann es nicht sein – das schlimmste ist, wir Männer sind es selber die sich diskriminieren. Das widerspricht auch dem Gottesbild vom Mann. Gott will, dass wir als Mann auch Mann sind. – Was nicht bedeutet, dass Frauen diskriminiert werden. Sondern das Gegenteil ist der Fall: Ich denke nur dann, wenn wir Männer richtige Männer sind, können Frauen auch richtige Frauen sein.

Auf jeden Fall beschäftigt mich das Mannsein des Mannes schon eine ganze Weile. Und bei unseren Zelttagen 2008 wurde ich noch einmal durch einen der Evangelisten auf das Thema des Mannsein des Mannes hingewiesen, als er da als fast Mitternachtsprogramm zum Männertreff einlud.

Vor kurzem habe ich mal eine Ausgabe eines Newsletters des Katholischen Bibelwerkes in Linz/Österreich gelesen. Ich lese nicht immer alle, aber den einen halt. Und dann kam ich auf deren Webseite. Da gab es einen Link auf einen Bücherladen. Und dort fand ich ein Buch, welches mich noch einmal motivierte, über das Mannsein des Mannes nachzudenken. Das Buch heißt ” Männersache: Gedanken zum Mannsein“.
Es ist von Dr. Markus Hofer – Leiter des Männerbüros der Katholischen Kirche Voralberg. Darin finde ich sehr interessante Impulse über das Mannsein. Sie werden sozusagen die Impulse für diese Kategorie des Mannseins sein. Dabei werde ich versuchen das Mannsein mit dem Christsein zu verbinden. Kommentare und Diskussionsbeiträge sind erwünscht.

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