Zwischen Kanzel & Barbeque
Auch im Ruhestand aktiv.

7. Abend – Offenbarung 21,1-8 – Neuer Himmel & neue Erde

7. Abend: Neuer Himmel und neue Erde

Am Ende der Johannesoffenbarung steht kein Fluchtweg aus der Welt, sondern eine neue Welt. Johannes sieht einen neuen Himmel und eine neue Erde – und das neue Jerusalem kommt von Gott herab. Die Bewegung geht also nicht von uns hinauf, sondern von Gott zu den Menschen.

Im Mittelpunkt steht deshalb nicht die Frage, wie das Jenseits genau aussieht. Entscheidend ist die Zusage: Gott wohnt bei den Menschen. Er bleibt nicht fern. Er wischt die Tränen ab, und Tod, Trauer, Geschrei und Schmerz verlieren endgültig ihre Macht.

Dann spricht Gott selbst: „Ich mache alles neu.“ Das ist mehr als eine Reparatur der alten Verhältnisse. Gottes Zukunft ist eine Wirklichkeit, in der das, was Menschen zerstört und voneinander trennt, nicht mehr herrscht. Und diese Zukunft ist Geschenk: Das Wasser des Lebens wird dem Durstigen umsonst gegeben.

Christliche Hoffnung bedeutet darum nicht, die Gegenwart schönzureden. Sie lebt aus der Gewissheit, dass diese Gegenwart nicht das letzte Wort hat.

Die Frage des Abends lautet: Wo brauche ich heute die Hoffnung, dass Gott wirklich neu machen kann – und was verändert diese Hoffnung schon jetzt?

Hier ist mein Material für den siebenten Abend: