Ökumenischer Bibelsonntag: Vom Wasser, Früchten und Licht
Am Ende der Johannesoffenbarung steht keine düstere Endzeitkulisse, sondern ein Bild voller Leben. Ein Strom mit Wasser des Lebens fließt vom Thron Gottes und des Lammes. Der Baum des Lebens trägt immer neue Frucht, seine Blätter dienen der Heilung der Völker, und der Fluch ist aufgehoben.
Diese Bilder greifen den Anfang der Bibel auf. Eden klingt noch einmal an – aber größer, weiter und vollendet. Was verloren war, wird nicht einfach zurückgegeben. Gottes Schöpfung wird geheilt und erneuert.
Der Höhepunkt liegt jedoch nicht im Wasser und auch nicht im Baum. Er liegt in einem erstaunlichen Satz: „Sie werden sein Angesicht sehen.“ Gottes Zukunft bedeutet unmittelbare Gemeinschaft. Er bleibt nicht fern, sondern wohnt bei seinen Menschen. Sein Name auf ihren Stirnen steht für Zugehörigkeit, Würde und bleibende Identität.
So verdichtet der Ökumenische Bibelsonntag die Botschaft der ganzen Bibelwoche: Nicht der Drache, sondern Gott und das Lamm bestimmen das Ende der Geschichte.
Die Frage lautet: Wo sehne ich mich nach Heilung – und wie trägt mich die Hoffnung auf Gottes neue Welt schon heute?

Hier ist mein Material für den Gottesdienst am Bibelsonntag: