1. Abend: Die Offenbarung und Jesus Christus
Wer das Wort „Apokalypse“ hört, denkt schnell an Katastrophen, Weltuntergang und bedrohliche Zukunftsbilder. Doch genau so beginnt die Offenbarung des Johannes nicht. Ihr erstes Wort bedeutet: Enthüllung. Ein Vorhang wird beiseitegezogen, damit wir etwas von Gottes Wirklichkeit erkennen können.
Darum steht am Anfang unserer Bibelwoche auch noch nicht der Drache. Im Mittelpunkt der ersten Verse steht Jesus Christus. Von Gott kommt die Offenbarung, durch Christus wird sie weitergegeben, Johannes bezeugt sie – und die Gemeinde soll sie hören.
Damit gibt Offenbarung 1,1–3 zugleich die Lesebrille für die ganze Bibelwoche vor. Dieses letzte Buch der Bibel ist kein geheimer Endzeitcode für Spezialisten. Seine Bilder wollen uns helfen, unsere Welt aus Gottes Perspektive zu sehen. Sie wollen Orientierung geben, gerade dort, wo Mächte, Gewalt und Angst übermächtig erscheinen.
Und gleich am Anfang steht eine überraschende Seligpreisung: Glücklich sind die, die dieses Wort lesen, hören und bewahren. Es geht also um mehr als Wissen. Die Offenbarung fragt danach, wem wir vertrauen und woran wir unser Leben ausrichten.
Der erste Abend lädt deshalb zu einer Entdeckung ein: Bevor wir dem Drachen ins Gesicht schauen, richten wir unseren Blick auf Christus.

Hier ist mein Material für den ersten Abend: