Henoch in Judas 14–15 im Blick auf Christus
Angeregt durch das Gespräch zwischen Kirk Miller und Wes Huff auf YouTube – „Does Jude Quote Enoch as Prophecy?“ – Wes Huff on Jude 14–15 Does Jude Quote Enoch as Prophecy? | Wes Huff on Jude 14–15 – YouTube, habe ich dazu eigene theologische Recherchen durchgeführt und einen Vortrag erarbeitet.
Ein theologisches Referat auf der Grundlage von Luther 2017, BasisBibel, BHS, NA28 und GNT6
Ausarbeitung in wissenschaftlich-theologischer Form mit gemeindlicher Anschlussfähigkeit
| Biblischer Schwerpunkt | Judas 14–15 im Kontext des Judasbriefes; Rückbindung an Genesis 5 und die Henochtradition |
| Methodischer Zugriff | Historisch-grammatische Exegese, traditionsgeschichtliche Einordnung und christologische Deutung |
| Textgrundlagen | Lutherbibel 2017, BasisBibel, Biblia Hebraica Stuttgartensia (BHS), Nestle-Aland 28 (NA28), Greek New Testament 6 (GNT6) |
| Ziel | Die Bedeutung Henochs in Judas 14–15 für das Verständnis des kommenden Christus als Richter und Herr herauszuarbeiten |

Der Judasbrief gehört zu den schärfsten und zugleich theologisch verdichteten Schriften des Neuen Testaments. Sein Ton ist pastoral, warnend und kämpferisch. Judas schreibt nicht aus bloßer Lust an der Polemik, sondern aus Sorge um die Gemeinde. Menschen sind „eingeschlichen“, die die Gnade Gottes verdrehen und die Herrschaft Jesu Christi untergraben. In dieser Situation greift Judas zu einer bemerkenswerten Strategie: Er ruft nicht nur bekannte alttestamentliche Gerichtsexempel auf, sondern zitiert ausdrücklich Henoch, den „Siebenten von Adam her“.
