Würde Jesus wählen gehen? Eine theologische und politische Reflexion

Die Frage, ob Jesus wählen gehen würde, ist eine faszinierende und zugleich herausfordernde Frage. Sie verbindet theologische Überlegungen mit politischer Praxis und fordert uns heraus, über die Rolle des Glaubens in der Gesellschaft nachzudenken. Jesus von Nazareth, dessen Lehren im Christentum zentral sind, lebte in einer Zeit, in der es keine demokratischen Wahlen im modernen Sinne gab. Dennoch können wir aus seinen Botschaften und Handlungen Prinzipien ableiten, die uns helfen, diese Frage zu reflektieren. In diesem Blogbeitrag wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, ob Jesus wählen gehen würde, welche Partei er wählen könnte und wie Luthers Zweireichelehre für uns dabei eine Rolle spielen könnte.

Kirche – der Wandel von der Religionsbehörde zum Non-Profit-Unternehmen

Wer will, das Kirche bleibt, wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt.

(c) pieterbeen/sxc.hu

Rob Warner

Die Kirche vollzieht gegenwärtig einen großen Wandel. Vor 100 Jahren als nahezu einziger Sinnanbieter in unserer Gesellschaft agierte sie nach der endgültigen Trennung von Kirche und Staat dennoch wie eine Regierungsbehörde. Schon ihr Status als Körperschaft des öffentlichen Rechtes mit eigenen Gesetzen und eigener Gerichtsbarkeit zeigte dieses. Sie konnte sich sogar teilweise der Gerichtsbarkeit des Staates entziehen.