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Der Kelch – ein Symbol des Glaubens

Kelch auf dem Kanzelaltar – St.-Katharinenkirche Neuenmörbitz

Fast könnte man ein kleines Ratespiel machen. In welcher Kirche befindet sich dieser Kelch? Wir finden ihn auf den Kanzelaltar der St.-Katharinen-Kirche in Neuenmörbitz. Sie ist eine der östlichsten Kirchen im Altenburger Land.

Der Kelch symbolisiert den neuen Bund, den Gott durch Jesus Christus mit uns Menschen geschlossen hat. Auf der anderen Seite des Kanzelaltars finden wir die Tafeln mit den 10 Geboten als Zeichen des Alten Bundes, den Gott mit seinem Volk Israel durch Mose geschlossen hat.

Der Kelch hat in der Bibel verschiedenen Bedeutungen, die auch in Beziehung zueinanderstehen. Wie schon genannt, der Kelch als Zeichen des neuen Bundes, dann als Kelch des Heils, auch negativ, der Kelch des Zornes und der Kelch des Leidens.

Beim Kelch des Leidens werden wir an die Szene im Garten Gethsemane erinnert, wo Jesus dreimal zu Gott betet: „Mein Vater, ist’s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!“ (Mt.26,39)

Die Passionszeit macht uns deutlich, dass Jesus nicht der ist, der frei und todesmutig sich auf seinen letzten Weg macht. Es ist ein Ringen, mit Gott, seinem Vater um den Weg, den er gehen soll. Er betet und bittet Gott, dass der Weg ans Kreuz, der Kelch des Leidens, an ihm vorübergeht. Er will nicht sterben. So begegnet uns Jesus als der in tiefer Angst Betende, der menschlich alle Tiefen durchkostet. Wenn es einen anderen Weg zur Erlösung gäbe, wollte er ihn gehen, aber es gab keinen anderen Weg. Jesus musste diesen Weg ans Kreuz gehen. So fand er im Glauben und Vertrauen an Gott ein Ja dazu´.

Hätte Jesus nicht zum Kelch des Leidens im Garten Gethsemane ein Ja gefunden, würde es für uns nicht den Kelch des Heils und den Kelch des neuen Bundes geben.

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