für eine Kirche mit Zukunft

Mensch – lebe ordentlich!

Das ist eine Anweisung, die jeder versteht. Das Problem ist nur, dass unter ordentlich leben jeder etwas anderes versteht. Das hängt zum Beispiel von dem Lebenskreis ab, in dem er groß geworden ist. Ein Arbeiter versteht unter ordentlich leben etwas anderes, als einer, der mit viel Geld und höherer Bildung groß geworden ist. Sicher gibt es da einige Grundvorstellungen, die sich ähneln. Der Apostel Paulus versteht folgendes darunter:

Tötet die Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist.

Kolosser 3,5

Klingt erst einmal ganz schön hart und krass. Er ist der Meinung, dass jeder Christ so leben sollte. Nun wenn man erst einmal die Schärfe dieses Wortes etwas abklingen lässt und noch ein zweites und ein drittes Mal liest, dann sieht man, dass er doch gar nicht so verkehrt liegt. Ich stoße mich da an den Worten: “Töte die Glieder, die auf Erden sind”. Das andere, was dann kommt, klingt ja recht einsichtig und logisch.

Was meint er nun damit, wenn er sagt: “Tötet die Glieder, die auf Erden sind”?

Die Neue Genfer Übersetzung übersetzt diese Worte folgendermaßen: “Tötet daher, was in den verschiedenen Bereichen eures Lebens noch zu dieser Welt gehört.” Klingt schon etwas einsichtiger. Bei der Hoffnung für Alle ist die Übersetzung schon eine kleine Auslegung des Textes: “Also trennt euch ganz entschieden von allen selbstsüchtigen Wünschen, wie sie für diese Welt kennzeichnend sind!” Aber das klingt schon praktikabel.

Dabei geht es nicht um ein asketisches Leben, sondern um eine Veränderung unserer Lebensweise im gegenwärtigen Alltag. Von Martin Niemöller habe ich eine Fragestellung, die mir dabei ganz praktisch hilft: “Was würde Jesus dazu sagen?”

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