für eine Kirche mit Zukunft

Spirituelles Gemeindemanagement braucht das Marketing

Die Theologie des Gegenwart muss das Gespräch und die Partnerschaft mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen suchen, um gemeinsam mit ihnen Antworten auf die Fragen unserer Zeit geben, bzw. sich besser den Herausforderungen unserer Zeit stellen zu können.

Im Rahmen der Praktischen Theologie sind es unter anderem die Psychologie, die Rhetorik, die Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie das Management und Marketing, die uns als Partner begegnen. Dabei beinhaltet das Marketing ein Doppelziel, einerseits die Erfüllung der Kundenbedürfnisse und andererseits die Erfüllung der Unternehmensziele.

Inwieweit ist Marketing diesbezüglich relevant für das Spirituelle Gemeindemanagement?Michael Herbst verdeutlicht dieses anhand von sechs Fragen:

  • Wie kommen wir in der Gemeinde miteinander zu einer biblisch inspirierten und zugleich motivierten Vision für unserer Gemeinde?
  • Wie können wir eine gemeinsame Analyse der Ausgangssituation in unserer Gemeinde durchführen?
  • Welche Ziele müssen wir für die nächsten Jahre formulieren?
  • Welche Strategie hilft uns, diese Ziele zu erreichen? Die Struktur folgt der Strategie!
  • Welches Marketing-Mix benötigen wir? Die Frage nach Verteilung und Kommunikation. Wo ist das schwächste Glied?
  • Wie schaffen wir eine angemessene Organisation? Was ist nun mit welchen Mitteln zu tun? Wie gehen wir mit Widerständen um? Wie werden Prozesse seeelsorgerlich begleitet?
  • Wie können wir überprüfen, ob das Ergebnis in der Richtung dessen liegt, was uns strategisch wichtig war, und welche Anpassung der Strategie sind auf Grund unserer Erfahrungen nun nötig?
Quelle: Abromeit, Spirituelles Gemeindemanagement S.84-85, darin Herbst, Kirche wie eine Behörde verwalten oder wie ein Unternehmen führen?
 
Zum Teil sind es Frage, die wir auch ohne das Marketing stellen. Doch im Rahmen des Marketings erhalten sie eine geordnete Form und können uns helfen das Evangelium zu den Menschen zu bringen und Gemeinde zu bauen. Marketing ist sicher nicht das “Non plus ultra”, aber es ist ein Werkzeug für den Gemeindebau und die Gemeindeleitung.
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