für eine Kirche mit Zukunft

Gewissheit

Jesus Christus- gestern und heute und in Ewigkeit – wie gewiss bin ich meines Glaubens? – Predigt zu 2. Timotheus 1,6-10

abendmahlLiebe Gemeinde,
seit einiger Zeit schickt mir jemand einmal in der Woche eine Email, – eine Minimutmacher – ein Gotteswort mit einer kurzen Auslegung, welches mir für den Alltag Mut machen soll.
Heute hören wir auch einen Mutmacher. Da schreibt einer aus dem Knast an seinen jugendlichen Freund. Und das ist eine gute fest Freundschaft, denn er schreibt vor dem Mutmacher folgendes: „Und wenn ich daran zurückdenke, wie du ´bei unserem Abschied` geweint hast, sehne ich mich danach, dich wieder zu sehen. Was wäre das für eine Freude!“Da wird eine tiefe Freundschaft spürbar.
Nun einander sehen ist jetzt nicht möglich. Doch der ältere kann dem Jugendlichen Mut machen, Mut machen für sein Leben als Christ, Mut machen für seinen Dienst als Gemeindeleiter.
Und auch uns will dieses Wort für unseren Alltag Mut machen und unseres Heiles gewiss machen:

Wir lesen aus dem 2. Timotheus 1,6 – 10:
6 Aus diesem Grund erinnere ich dich an die Gabe, die Gott dir in seiner Gnade geschenkt hat, als ich dir die Hände auflegte. Lass sie zur vollen Entfaltung kommen!
7 Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Ängstlichkeit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.
8 Bekenne dich daher ohne Scheu zu unserem Herrn, und schäme dich auch nicht, zu mir zu stehen, nur weil ich ein Gefangener bin – ich bin es ja um seinetwillen! Sei vielmehr auch du bereit, für das Evangelium zu leiden. Gott wird dir die nötige Kraft geben.
9 Er ist es ja auch, der uns gerettet und dazu berufen hat, zu seinem heiligen Volk zu gehören. Und das hat er nicht etwa deshalb getan, weil wir es durch entsprechende Leistungen verdient hätten, sondern aufgrund seiner eigenen freien Entscheidung. Schon vor aller Zeit war es sein Plan gewesen, uns durch Jesus Christus seine Gnade zu schenken,
10 und das ist jetzt, wo Jesus Christus ´in dieser Welt` erschienen ist, Wirklichkeit geworden. Er, unser Retter, hat den Tod entmachtet und hat uns das Leben gebracht, das unvergänglich ist.

Liebe Gemeinde,
wie sicher sind Sie ihres Heils?
Wir Christen, egal, wie alt wir sind, brauchen Heilsgewissheit. Wir brauchen die Gewissheit, dass wir von Gott geliebt sind, von ihn angenommen sind, Anteil an seinem Reich haben oder salopp gesagt, dass wir in den Himmel kommen.
Wir brauchen das, was wir vielleicht auch als Kinder immer gebetet haben: „Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm.“
Vielleicht habt ihr auch schon solche Momente im Leben erlebt, Zeiten der Krise, der Krankheit, wo ihr körperlich schwach seid: Da kommen dann auch die Zweifel: „Bin ich gerettet? Habe ich noch eine Sünde, die ich beichten muss? Wenn ich sterben muss, kann ich da meines Heils gewiss sein?“
Nun die Bibel – Gottes Wort, macht über die Heilsgewissheit klare Aussagen. Nach dem Wort Gottes kann man nicht nur von dieser Gewissheit singen, nein wir können von ihr aus ganzem Herzen singen: „Seliges Wissen Jesus ist mein!“ – Über das Lied habe ich ja erst vor kurzen gepredigt.
Das Wort Gottes hat zur Heilgewissheit klare Aussagen.

1. Die Heilsgewissheit ist nicht von unserem Gefühl abhängig
Unsere menschliche Natur trifft gern die Entscheidungen und Urteile nach dem Gefühl. Und oft liegen wir sogar damit richtig. Wenn man ein gutes Gefühl hat, dann muss es ja in Ordnung sein. Wenn das, was man tut Freude bringt, dann ist es richtig.
Emotionen und Gefühle sind es oft, die unseren Tag bestimmen. Wenn man Stress und Belastungen erfährt, verletzt wird, durch Konflikte muss und mit Problemen überschüttet wird, dann kann man frustriert werden und aufgeben. Aber wenn der Tag von der Hand geht, man extra Geld macht und sich wohlfühlt, dann ist es ein guter Tag.
Sicher spielen Emotionen und Gefühle eine große Rolle im Leben. Gott hat sie uns ja auch geschenkt. Doch wir müssen lernen sie in das große Bild des Lebens einzuordnen und uns auf dieses zu konzentrieren. Eben, wenn man schwach oder krank ist oder in eine Krise gerät, nicht in Panik zu verfallen, sondern sich dessen gewiss machen, dass Jesus bei uns ist, in den guten und in den schlechten Seiten.
Als Jugendlicher habe ich oft kleine Traktate von Campus für Christus bekommen. Da ist mir ein Bild aus diesen Traktaten auch heute noch sehr eindrücklich. Es ist von Bill Bright, dem Gründer von Campus für Christus.
Es ist ein Zug, welcher unsere christliche Heilsgewissheit beschreibt.
Da ist die Lokomotive – das Wort Gottes. Das ist das Entscheidende: Gottes Wort mit seinen Zusagen, mit der Zusage des Heils.
Danach kommt der Kohlenwagen: – der Glaube an Gott und an sein Wort, an seine Zusagen. Da heraus erfahren wir die Kraft zum Leben.
Als drittes kommt der Anhänger – das Gefühl. So ein Zug kann mit und ohne Anhänger fahren. Das Gefühl ist an dieser Stelle nicht maßgeblich für unsere Heilgewissheit. Es hat keine Kraft den Lebenszug zu ziehen.
Allein das Wort Gottes und der Glaube schaffen Gewissheit des Heils.

2. Heilsgewissheit durch den Glauben.
Was glauben die Menschen nicht alles? Denkt einmal zurück an die vergangene Woche und an die Menschen, die euch da begegnet sind. Was glauben denn diese Menschen?
Vielleicht haben sie sich auch diese Frage gestellt, wie ein Bekannter von mir: „Wie lange es dauern mag, bis die heutigen Religionen die Mythologien von morgen sind?“
Oder wer glaubt denn, dass alles, was die Bild-Zeitung schreibt, wahr ist?
Es ist nicht einfach zu glauben. Manchmal weigern sich sogar die Menschen an Dinge zu glauben, obwohl es dafür handfeste Beweise gibt. Als man den Kontinent Australien entdeckte, fand man ein Säugetier, welches Eier legte, und im Wasser und auf dem Land. Es hatte einen breiten flachen Schwanz. Schwimmhäute an den Füßen und es ähnelte einer Ente. Nachdem die Entdecker nach England zurückkehrten, erzählten sie davon ihren Mitmenschen. Doch die dachten es ist ein Scherz. Selbst als man das nächstemal einen Pelz von diesem Tier mitbrachte, glaubte es keiner.
Nebenbei dieses Tier heißt Duckbill Platypus.
Glaube beinhaltet eine Entscheidung – Gott hat uns einen freien Willen gegeben – entweder zu ihm ja zu sagen oder nein.
Wie schreibt es Paulus an die Epheser: „Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.“
Unser Glaube und unser Vertrauen auf Gott bewirken die Gewissheit des Heils.

3. Heilsgewissheit durch Hingabe
Im 8 Vers des Predigttextes ermutigt der Apostel den Timotheus: „Bekenne dich daher ohne Scheu zu unserem Herrn, und schäme dich auch nicht, zu mir zu stehen, nur weil ich ein Gefangener bin – ich bin es ja um seinetwillen! Sei vielmehr auch du bereit, für das Evangelium zu leiden. Gott wird dir die nötige Kraft geben.“
Heilsgewissheit ist auch abhängig davon, ob und wie ich mich für meinen Herrn einsetze. Um geistlich fit zu sein, ist auch ein tägliches Training des Gehorsams und Gottvertrauen erforderlich.
Wenn ich mal beim Trampolin-Schwingen zwei Tage ausgesetzt habe, dann fällt es mir schon wieder schwerer weiter zu machen. Dann gibt es auch da und dort etwas Muskelkater.
Und so ist es auch bei der Frage der Hingabe. Suche ich täglich die Nähe meines Herrn, lese ich täglich Gottes Wort und lasse ich mein Leben von ihm bestimmen oder lebe ich mein Leben nach meinem Gutdünken und bestimme es selber?
Heilsgewissheit heißt auf dem Weg zu sein, auf dem Weg des Glaubens, einen Schritt an den anderen im Vertrauen, dass Gott uns führt und immer auf ihn blicken.

4. Heilsgewissheit ist das Annehmen der Einladung Jesu
Jesus lädt jeden Menschen zu einer ganz persönlichen Beziehung ein. Paulus schreibt dazu:
Jesus ist es ja auch, der uns gerettet und dazu berufen hat, zu seinem heiligen Volk zu gehören. Und das hat er nicht etwa deshalb getan, weil wir es durch entsprechende Leistungen verdient hätten, sondern aufgrund seiner eigenen freien Entscheidung. Schon vor aller Zeit war es sein Plan gewesen, uns durch Jesus Christus seine Gnade zu schenken, und das ist jetzt, wo Jesus Christus ´in dieser Welt` erschienen ist, Wirklichkeit geworden. Er, unser Retter, hat den Tod entmachtet und hat uns das Leben gebracht, das unvergänglich ist.
Jetzt liegt es an uns diese Einladung anzunehmen.
Nicht immer wird es leichte und einfache Zeiten in unserem Leben geben. Manchmal kann es richtig schwer sein, und tief nach unten gehen, manchmal kann auch unser Glaube angekratzt sein. Manchmal kann es auch ins Gefängnis gehen, wie eben bei Paulus. Manchmal können uns Gewitter und Stürme des Lebens bedrohen. Doch Jesus kommt zu uns und will uns die Gewissheit des Heils schenken: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir. Ich werde dich nie verlassen oder in Stich lassen.
Dessen dürfen wir gewiss sein.
Amen.

gehalten am 19.09.2010 in der Kirche Fraureuth – 16. Stg. n.Trinitatis

Ewiges Leben – bin ich dem gewiss?

FragezeichenPredigt zu 1. Johannes 5,11-13 – 2.Stg nach Weihnachten 03.01.2009 in der Kirche Gottesgrün – Pfarrer Jörg Bachmann

Liebe Gemeinde,

da ist Iris. Sie schreibt folgendes in einem Internetforum: “Kann mir jemnd sagen, woran man erkennt, dass der Junge, in den ich verliebt bin und der süß ist mach auch liebt? Woran erkenne ich das?”

Sie erhält einige Antworten, teilweise unqualifiziert teilweise hilfreich. Die nicht einfache aber vielleicht hilfreichste Antwort heißt: „Gehe hin zu ihm und frage ihn!“ Nun dies meisten von uns sind aus diesem Verliebtsein-Status heraus, obwohl das manchmal auch nicht so schlecht ist, sich daran zu erinnern.

Darum jetzt die Frage: woher wissen Sie, dass ihr Partner, ihre Kinder, ihre Eltern sie lieben? Wir wissen ja, dass es recht einfach ist, zu sagen: „Ich liebe dich!“

Wenn ich zu meiner Frau sage „Ich liebe dich“ muss das doch noch lange nicht stimmen, oder? Reicht das, wenn ich ihr das sage? Wenn ich es sage, dann muss das doch stimmen! Nein das muss noch lange nicht stimmen. Wir alle wissen, wie viel da im Namen der Liebe Missbrauch getrieben wird. Wir wissen auch, dass mancher von Liebe redet und eigentlich Egoismus meint. Nur sich selber sieht und nicht den anderen.
Darum muss sich diese Liebe nicht nur in Worten darstellen, sondern sie muss sich im realen Leben, im Handeln und im Tun gegenüber, dem Partner, der Kinder und der Eltern zeigen.

Eine Lehrerin schreibt dazu an junge Menschen:

Wahrhaftige Liebe beruht auf Selbstliebe und dem Fehlen von Besitz-Denken in der Partnerschaft. Sie entwickeln Ihre Liebes-Fähigkeit, wenn Sie Erwartungen loslassen.

Wahre Liebe ist frei – “Sei frei und lass das was du liebst in Freiheit”. Wer so denkt, will den Partner nicht besitzen und erwartet auch nicht von ihm, dass er für das eigene Lebensglück zuständig sei.

Wahre Liebe schenkt sich selbst – Zur wahrhaftigen Liebe gehört die Annahme des eigenen Selbst. Das bedeutet, dass jeder Mensch sein Ich so liebt wie es ist. Erst dann ist der Mensch wirklich er selbst und kann als Ich dem Du gegenüber treten. Sich selbst dem Partner schenken, ohne Erwartung einer Gegenleistung, das ist bedingungslose Liebe.

Wahre Liebe manipuliert nicht – Wer liebt will nichts damit erreichen. Er will weder den Partner ändern, noch gibt er sich anders als er ist. In solcher Liebe hat alle Manipulation ein Ende. Der Mensch ist authentisch und trifft den Partner auf Augenhöhe.

Wahre Liebe bewertet nicht – Menschen, die zu wahrer Liebe fähig sind verurteilen und bewerten nicht. Sie beobachten, was ist. Ein solches Verhalten ist nicht zu verwechseln mit kritikloser Akzeptanz. Gemeint ist eine Abkehr vom Schwarz/Weiß Denken hin zu Mitgefühl und liebevoller Toleranz.

Wahrhaftigkeit in der Liebe: Der Weg ist das Ziel – Wahrhaft lieben können wir lernen. Dazu gehört vor allem der Mut, sich selbst ins Gesicht zu schauen und sich zu akzeptieren.

Warum erzähle ich jetzt so viel über die Liebe? Weil ich heute in diesem Gottesdienst, am Anfang des neuen Jahres euch fragen will: Woher weißt Du, dass Gott dich liebt? Sicher könnte mir jetzt mancher von euch darauf eine Antwort geben und die wird gut und richtig sein. Aber heute möchte ich doch noch etwas darauf setzten, und die egoistische Frage stellen. Was haben wird davon, dass Gott uns liebt?

Nun wir haben ja heute schon einmal die Epistel dieses Sonntages aus 1. Johannes 5,11-13 gehört. Ich lese sie noch einmal nach der Neuen Genfer Übersetzung:

 

11 Und was bedeutet diese Aussage Gottes ´für uns`? Sie bedeutet, dass Gott uns das ewige Leben gegeben hat; denn dieses Leben bekommen wir durch seinen Sohn.
12 Wer mit dem Sohn verbunden ist, hat das Leben. Wer nicht mit ihm, dem Sohn Gottes, verbunden ist, hat das Leben nicht.
13 Ich habe euch diese Dinge geschrieben, um euch in der Gewissheit zu bestärken, dass ihr das ewige Leben habt; ihr glaubt ja an Jesus als den Sohn Gottes.

So jetzt stelle ich Ihnen, stelle ich Dir die Frage: „Hast Du das ewige Leben? Haben Sie das ewige Leben? Was ist die Antwort auf diese Frage? Vielleicht, so richtig weiß ich das nicht oder ist es ein Ja aus vollem Herzen.

Nun der Apostel Johannes geht davon aus, dass wir das wissen oder uns dessen wenigstens gewiss machen. Darum schreibt er an die Christen von damals und heute: Ich habe euch diese Dinge geschrieben, um euch in der Gewissheit zu bestärken, dass ihr das ewige Leben habt; ihr glaubt ja an Jesus als den Sohn Gottes.
Er spricht hier von der Gewissheit im Glauben.

Gott will uns das ewige Leben geben, weil er uns liebt. Und woran sehen wir, dass Gott uns liebt. Reicht das, wenn er uns das in Buchform zukommen lässt. Reicht das, wenn er uns das irgendwie mitteilt? Nein, das reicht ja ihm noch nicht einmal selber. Dazu sind wir ihm ja viel zu wichtig. Darum hat sich Gott selber zu uns Menschen in unsere Welt aufgemacht. Darum ist Gott in Jesus Christus Mensch geworden. Darum haben wir ja vor ein paar Tagen Weihnachten gefeiert, darum ist Jesus als Kind in einem Stall zur Welt gekommen, darum ließ er sich in einen Futtertrog als Wiegebett legen, darum mussten seine Eltern vor Herodes flüchten. Darum lebte Jesus als Mensch und Wanderprediger. Darum begab er sich auf den Weg seiner Passion. Darum wurde er gepeinigt und geschlagen. Darum wurde er gekreuzigt. Darum ging er diesen Weg der Niedrigkeit. Doch sein Weg ist noch nicht vollendet, denn bis dahin würde uns die Liebe Gottes noch nicht viel bringen. Nein das Entscheidende ist, dass er die Macht des Todes besiegt hat, dadurch dass er von den Toten auferstanden ist. Er gibt uns die Gewissheit des Ewigen Lebens.

Genauso hat das der Apostel Paulus im Philipperbrief beschrieben:

Philipper 2
6 Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,
7 sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.
8 Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.
9 Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist,
10 dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,
11 und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Wenn du auf die Frage: Glaubst Du an Jesus Christus? Ein Ja aus ganzem Herzen sagen kannst, dann kannst auch auf die Frage: „Hast Du die Gewissheit des ewigen Lebens?“ mit einem Ja aus ganzem Herzen beantworten. Nun wirst Du vielleicht sagen: „Ich spüre es nicht, dass Gott mich liebt, darum fühle ich mich unsicher. Ja manchmal habe ich sogar das Gefühl Gott ist nicht da. Nun von der Liebe her wissen wir, dass das mit dem Gefühl ein recht schwieriges Ding ist. Auch da haben wir manchmal nicht das Gefühl, dass der andere uns liebt. Besonders wenn man schon länger zusammen ist. Sich kann da manchmal auch etwas dran sein. Doch oft hat sich die Liebe des anderen, wie auch die eigene Liebe verändert. Aus dem Verliebtsein im Anfang, wo da die Schmetterlinge im Bauch flattern, ist hat die Liebe sich in eine verantwortungsvolle Liebe verwandelt. Und so ist es auch bei unserem Verhältnis zu Gott. Gegenüber allem Gefühl, allem Glauben und Hoffen, gegenüber allen Gefühl steht die Tatsache, dass Gott das getan hat, dass Jesus den Weg gegangen ist, dass er uns die Hoffnung auf das Ewige Leben zur Gewissheit macht.

Wir stehen am Anfang des neuen Jahres. Und mit dieser Gewissheit können wir in dieses Jahr hinein gehen und auf Gottes Ewigkeit hoffen. Wir können gespannt im heute und im Morgen leben, ausgerichtet auf die Ewigkeit Gottes.

Es ist wie bei einer Bergbesteigung: Schon der Anstieg – das ist das Leben heutet – bietet uns Atemberaubendes, aber das Gipfelerlebnis – Gottes Ewigkeit – übertrifft alles. Amen

 

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