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Was würde Martin Luther zu Corona sagen?

Fensterbild Martin Luther in der Walburga-Kirche Wintersdorf
Foto Jörg Bachmann

Wir kennen Martin Luther als einen streitbaren Mann. Er war ein Mensch, der um seinen Glauben an Gott rang, bis er dahin kam, dass er die Kernaussage des Evangeliums fand: „Allein aus Gnade werdet ihr gerettet“.  Dafür trat er nun ein. So kam es dann zur Reformation, deren wir jedes Jahr am Reformationstag gedenken. Nicht nur das. In vielen Kirchen, auch im Altenburger Land ist ein Porträt von ihm zu finden.

Manchmal gut und manchmal schlecht gemalt, oder wie hier in der Wintersdorfer Walburga-Kirche als Fensterbild. Hier finden wir ihn in einer Reihe mit biblischen Personen des Alten und des Neuen Testamentes.

Zu Luthers Lebzeiten gab es zwar nicht den Corona-Virus, aber dafür die Pest. Darum machten die Menschen in manchen Dingen ähnliche Erfahrungen wie wir heute mit dem Corona-Virus. So können wir uns das zu Herzen nehmen, was Luther 1527 schrieb als in Wittenberg die Pest ausbrach:

„Wenn Gott tödliche Seuchen schickt, will ich Gott bitten, gnädig zu sein und der Seuche zu wehren. Dann will ich das Haus räuchern und lüften, Arznei geben und nehmen, Orte meiden, wo man mich nicht braucht, damit ich nicht andere vergifte und anstecke und ihnen durch meine Nachlässigkeit eine Ursache zum Tode werde.
Wenn mein Nächster mich aber braucht, so will ich weder Ort noch Person meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen. Siehe, das ist ein gottesfürchtiger Glaube, der nicht tollkühn und dumm und dreist ist und Gott nicht versucht.“

(Quelle: Luthers Werke, Band 5, Seite 334f)

Also auch damals galten schon die AHA-Regeln und gleichzeitig ermutigte Luther die Menschen zum nötigen Gottvertrauen, sich für den Anderen einzusetzen, der in Nöten ist und Hilfe und Beistand braucht. Das war damals nicht anders und ist heute so.

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