Standards des Spirituellen Gemeindemanagement

Es kommt immer wieder die Frage auf: Wozu braucht man das Spirituelle Gemeindemanagement? Welches Ziel wird mit ihm verfolgt? Ist es überhaupt nötigt?
In seinem Buch “Spirituelles Gemeindemanagement” beschreibt Hans Jürgen Abromeit 5 Standards für das Spirituelle Gemeindemanagement, speziell für die Ausbildung von Pfarrerinnen und Pfarrer. Ich haben diese einmal etwas umformuliert um anhand dieser Standards die Notwendigkeit des spirituellen Gemeindemanagement zu verdeutlichen.Gottes Wort soll in dieser Welt wirken, dass das Evangelium verkündet wird. Menschen sollen zum Glauben finden und sich in der Gemeinde verwurzeln. Sie sollen so durch die Kraft des Evangeliums zu einer Glaubenshoffnung kommen, die Sinn und Ziel für das Leben gibt. Gottes Wort will darum in die Gemeinde wirken.

Durch das Spirituelle Gemeindemanagement soll sicher gestellt werden, dass die biblische Überlieferung in der Gemeinde als Korrektiv und Motivator Anwendung findet.

Durch Gottes Wort sollen Fehler aufgedeckt werden und Pfarrer/in und Gemeinde soll motiviert werden diese zu beseitigen.

Es wurde ja schon deutlich, dass ein wichtiger Augenmerk auf das persönliche geistliche Leben der Pfarrerin und des Pfarrers gelegt werden sollte. Die eigene Spiritualität hat große Bedeutung für die Spiritualität der Gemeinde. Wer eine Gemeinde führt und leitet, muss selber auch mit dem Handeln Gottes in seinem Leben rechnen. Hier findet die nachbenedektinische Regel “Ora et labora” – ” Bete und arbeite” ihre Anwendung. Im Gegensatz zum Unternehmensmanagement hat im Spirituellen Gemeindemanagement das Gebet eine fundamentale Stellung. Spirituelles Gemeindemanagement heißt “Beten und planen”,

Spirituelles Gemeindemanagement basiert auf der Spiritualität mit der Offenheit für das Wirken des Geistes Gottes und motiviert Gebet und Management zu verbinden.

Manchmal stellt sich die Frage “Quo vadis Kirche oder Gemeinde?” Dann stellt sich weiter die Frage nach den Visionen und Leitbildern einer Gemeinde. Die meisten werden sich in dieser Richtung kaum Gedanken gemacht haben, obwohl das sehr wichtig und notwendig ist. Dazu bedarf es erst einmal der Vorarbeit des Einzelnen, “dem die Vision geschenkt wurde”. Nun gilt es diese zu vermitteln und weiter daran zu arbeiten. An einem Gemeindemanagment sind nun viele Leute beteiligt. Das ist ja der Sinn der Sache, doch gleichzeitig wird dadurch das Geschehen vielfältig und manchmal recht schwierig. Nun sind aus den Visionen heraus mit der Gemeinde und den Mitarbeitern Leitbilder zu entwickeln.

Spirituelle Gemeindemangement befähigt zum Aufstellen und zur Kommunikation von Visionen und zum gemeinsamen Erarbeiten von Leitbildern für die Gemeinde.

Kommunikation ist im Spirituellen Gemeindemanagement ein ganz wichtiger Faktor. Das Miteinander reden ist in der Gemeinde unbedingt gefordert und muss gefördert werden. Allen voran steht der Pfarrer bzw. die Pfarrerin. Er oder sie leitet in der Regel die Kommunikation, versteht sich als Teil der Gesamtgemeinde und ihrer Mitarbeiterschaft, beteiligt sogleich das Engagement und den Sachverstand vieler.

Spirituelles Gemeindemanagment bedeutet das Einüben eines kommunikativen und partizipatorischen Leitungsstil.

Marketing- und Managementtechniken, wie sie in der Wirtschaft Anwendung finden, können bis zu einem gewissen Grad, bzw. in abgeänderter Form im Spirituellen Gemeindemanagement Anwendung finden. So können diese in der Gemeindeanalyse, dem Projektmanagement, dem Kirchenmarketing angewendet werden. Wie können im Rahmen des Gemeindemanagement die modernen Formen der Kommunikation genutzt werden?

Spirituelles Gemeindemanagement befähigt zur Anwendung von Marketing- und Managementtechniken und zur Anwendung der modernen Formen der Kommunikation.

Spirituelles Gemeindemanagement ist keine Garantie, dass damit ein Gemeindeaufbau 100% funktioniert. Dazu hat man es mit Menschen zu tun. Das ist gut so.
Spirituelles Gemeindemanagement gibt aber Werkzeug mit auf den Weg des Gemeindeaufbaus.

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