für eine Kirche mit Zukunft

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Gottes Wort führt uns zum Fundament des Glaubens

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Predigt am 6. Sonntag nach Trinitatis 2014 – 1. Petrus 2,2-10

Liebe Gemeinde,
in diesen Tagen bewegt uns das Schicksal unserer Schwester und Brüder von Mosul, die durch die ISIS, den militanten irakischen Terroristen verfolgt werden. Sie wurden vor die Wahl gestellt, zu konvertieren oder eine Sondersteuer zu zahlen. Anderenfalls würden sie ermordet. Seither sind nahezu alle Christen aus der Stadt geflohen. Am Ende blieb ihnen nur die Flucht, denn selbst bei einer Sondersteuer besteht ja die Gefahr ermordet zu werden.
Aus Solidarität mit den Christen aus Mosul haben jetzt viele Christen in den Sozialen Medien ihr Profil-Foto mit einem arabischen N gekennzeichnet bzw. ausgewechselt. Denn mit einem Arabischen N wurden die Häuser der Christen in Mosul markiert. Wir kennen ja so etwas noch aus unserer deutschen Geschichte. Das arabische N steht für Nazarener/Christen, also die gehören zu Jesus, dem Nazarener. Weiterlesen

Sich nicht richtig verstehen!

Die unzureichende Kommunikation in der Gemeinde

Kommunikation

Kommunikation

Eines der größten Defizite in vielen Gemeinden ist die oft mangelnde Kommunikation. Man redet kaum miteinander. Da geht man miteinander in den Gottesdienst und in die Gemeindeveranstaltungen. Aber ein Dialog, ein Gespräch und ein Austausch finden kaum statt. Oft kommt man 3 Minuten vor dem Gottesdienstbeginn in den Gottesdienst und ist aber nach der letzten Orgelmusik und dem Händeschütteln schon wieder verschwunden. Dabei lebt doch gerade die Gemeinde vom Miteinander, vom Dialog, vom Wissen um das Ergehen des anderen. Es kann nicht sein, dass man erst vier Wochen später erfährt, dass jemand im Krankenhaus war und eigentlich einen Besuch oder Gebetsunterstützung gebraucht hätte. Aber leider ist das oft so. Darum ist es wichtig, dass wir in unseren Gemeinden ganz neu eine Kultur der Kommunikation und des Austausches üben und lernen.

Der erste Schritt dazu ist erst einmal das doppelte Wissen:

  • Ich bin von Gott geliebt!
  • Der Andere ist von Gott geliebt!

Damit baut sich von Anfang an gleich eine Dreierbeziehung auf zwischen mir, dem Anderen und Gott. So kann ich auch lernen, den anderen anzunehmen, wie er ist, weil er von Gott geliebt ist.

Als Gemeinde müssen wir lernen mehr miteinander zu reden, nicht über Dritte, sondern vielmehr von uns selbst. Dabei ist oft erst einmal Selbstüberwindung erforderlich, dass ich selber auf andere zugehe und beginne meine eigenen Blockaden zu überwinden. Was blockiert uns oft auf andere zuzugehen?

  • Als erstes einmal Angst vor der Ablehnung und dem Nein sagen des Anderen.
  • Dann, dass wir beim anderen in einen Schubkasten gesteckt sind und dass wir den anderen selber in einen Schubkasten gesteckt haben: Von dem war doch nicht mehr zu erwarten!
  • Uns blockiert auch die eigene Abneigung gegenüber dem anderen. Natürlich ist nicht jeder Mensch nicht gleich sympathisch. Es ist schon nicht einfach, wenn die Chemie nicht stimmt.
  • Dann kann es sein dass wir kein Interesse am anderen haben. „Ich kann wirklich nichts mit ihm anfangen!“
  • Dann gibt es noch ganz diffuse Ängste und Gründe, die uns blockieren können.

Das lässt sich sicher nicht einfach überwinden, aber wenn wir uns die Liebe Gottes für uns und den Anderen bewusst machen und wenn wir dem Anderen in der Gemeinschaft der Gemeinde begegnen, können wir diese Blockaden überwinden.

Wie gehen wir beim Dialog mit dem Anderen um? Wie ernst nehmen wir seine Aussagen und seine Kritiken, die er vielleicht an uns hat? Sehen wir auch seine positiven Äußerungen über und zu uns? Begegnen wir dem Anderen mit echtem Lob für Dinge die er getan hat? Und wenn wir kritisieren müssen, wie tun wir es? Schaffen wir das liebevoll zu tun? Es ist immer wichtig dem Anderen liebevoll zu begegnen und ihm die Hand zu reichen. Sicher gibt es Situationen, wo uns das recht schwer fällt. Aber wir brauchen sie und der andere braucht sie, die Kommunikation und Begegnung, besonders in der christlichen Gemeinde. Ein hilfreicher Anfang ist sicher der Smalltalk z.B. über das Wetter, die Familie, die Arbeit usw. Sicher in der Bibel steht: „Lasst kein faul Geschwätz aus eurem Munde kommen!“ Aber ist Smalltalk „faules Geschwätz“? Mancher sieht es vielleicht so. Ich denke nein; es ist die Eröffnung der Kommunikation zwischen Menschen und darum sehr hilfreich. Sicher spielen im Gespräch Fragen eine wichtige Rolle. Es heißt sogar: „Wer fragt, führt!“. Aber es dürfen nicht zu viele Fragen sein und keine, auf die man nur mit Ja und Nein antworten kann. Darum sollten die Fragen „Wer?“, „Was?“, „Wann?“ und „Warum?“ sein. Hilfreich kann ein nochmaliges Hinterfragen oder Spiegeln einer Aussage sein: „Habe ich richtig verstanden?“ Dann ist es wichtig um einen Dialog gelingen zu lassen, dass man sich selbst dem anderen preisgibt. Ein gewisses Risiko, dass vom Anderen nichts zurück kommt besteht aber immer?

Eine Gemeinde kann nur leben und wachsen, wenn in ihre die Kommunikation funktioniert. Und jeder kann etwas beitragen. Das beste Gegenbeispiel, was passiert, wenn die Kommunikation nicht mehr klappt, ist der Turmbau zu Babel.

Spirituelles Gemeindemanagement: Die Vision

(c) ba1969/sxc.hu

Vielleicht wiederhole ich mich in diesem Blog. Aber das macht nichts. Schließlich ist die Wiederholung die Mutter aller Weisheit. Ich möchte mir noch einmal bewusst machen, was Vision ist und welche Rolle sie beim Spirituellen Gemeindemanagement spielt.

Bei Wikipedia wird Vision unter anderem als das innere Bild einer Vorstellung, die meist auf die Zukunft bezogen ist definiert. So ähnlich definiert es auch Klaus Douglass in seinen Buch die neue Reformation: “Eine Vision ist eine bildhafte Vorstellung von einer Zukunft, die sich gegenüber der Realität der Gegenwart durchsetzen wird.”

Interessant ist, dass zur Zeit viele Gemeinden, die weiterhin aktiv sein und nach außen wirken wollen, eine Vision entwickeln oder eine Vision entwickelt haben. Meistens ist es eine Doppelvision einmal in Beziehung zu Gott und in Beziehung zur Welt.Gerade im Spirituellen Gemeindemanagement geht es darum, dass am Anfang eine Vision entsteht. Diese Vision ist kein menschlicher Traum, oder eine fixe Idee des Pfarrers oder der Pfarrerin. Nein sie ist geistgewirkt. Somit entsteht sie im Hören auf Gott und sein Wort. Darum ist es nicht ganz verkehrt, wenn sich die Gemeindeleitung dazu Orte und Tage der Stille suchen, um persönlich und miteinander zu beten, Gottes Wort zu lesen und nachzudenken. Weiterlesen

Wie gehe ich richtig mit Kritik um?

Erst einmal schreibe ich mir diesen Artikel selber, weil ich ein impulsiver Mensch bin und daher auch recht impulsiv bei Kritik reagiere.

Also wie sollte ich mit Kritik umgehen. Hier ein paar Punkte.

  1. Ruhe bewahren und den klaren Kopf behalten! Meistens kommt Kritik unerwartet und aus einer Ecke, mit der man nicht gerechnet hat. Machen sie ruhig ein paar Sekunden Pause zum Sammeln und zum Nachdenken.
  2. Machen sie sich bewusst, dass sie etwas geleistet haben, wie gut oder schlecht spielt erst einmal keine Rolle. Sie haben etwas geschaffen, mit dem der Andere umgeht. Weiterlesen

Miteinander reden und Zuhören ist wichtig beim Spirituelle Gemeindemanagement

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Gerade wenn man Neues auf den Weg bringen will, wenn man einen gemeinsamen Weg sucht, ist die Kommunikation unter den Gemeindegliedern und Mitarbeitern sehr wichtig. Sie sollte auf allen Ebenen direkt erfolgen:

  • im persönlichen Gespräch
  • in Gesprächsrunden
  • in Arbeitskreisen
  • in den Teams
  • in Diskussionsrunden
  • auf dem Papier
  • per Telefon
  • unter der Nutzung der modernen Medien
    • wie Email
    • Social Marketing wie Facebook (mit Chat,), Twitter
    • usw.

Keine Möglichkeit sollte ungenutzt bleiben! Weiterlesen

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