für eine Kirche mit Zukunft

sozial

Was soll das neue Blatt? – Kirchliche Medienarbeit

Das Titelblatt des Fraureuther Heimatboten

Das Titelblatt des ersten Fraureuther Heimatboten

Dem neuen Ortspfarrer von Fraureuth war es vom ersten Tage an eine Not, dass kein Gemeindeblatt vorhanden war, in welchem man leicht an die Einzelnen mit seinen Gedanken herankommen kann. Viele entziehen sich ja heutzutage dem Einfluss der Kirche. Vom Hörensagen ist noch nie etwas Gescheites geworden! In der Kirche und auf der Kanzel kann nicht alles gesagt werden, was unbedingt gesagt werden muss. Blätter werden verteilt, hinter deren Absichten man nicht gut treten kann.

Der “Heimatbote” will Bindeglied sein zwischen Pfarrer und Gemeinde. Alles was sonst im kirchlichen Leben von Fraureuth von Belang ist, soll gebracht werden. Wenn dann sich ein unsichtbares Band um uns alle schlingt in das auch auswärtige Fraureuther – die sich ihrer Heimat gern erinnern und denen der “Heimatbote” die Geschehnisse der Gegenwart und Vergangenheit unseres Ortes übermitteln – eingeschlossen seien, so ist ein schönes Stück auf dem geplanten Wege erreicht.

Das war die Motivation, welche veranlasste, dass meinen Vorgänger in Fraureuth Pfarrer Reindke vor etwas mehr als 80 Jahren in Fraureuth den ersten Gemeindebrief “Heimatbote” herausgab. Weiterlesen

Soziale Verantwortung in der Gemeinde

(c) brokenarts/sxc.hu

Da läuft jetzt alles beim Bau der Mauer und beim Wiederaufbau des Tempels. Den Feinden wurde das Maul gestopft. Nehemia und das Volk könnten zufrieden sein und in aller Ruhe ihre Arbeit machen. Doch gerade da werden Missstände in der Gemeinschaft aufgedeckt. In Nehemia 5 lesen wir, wie es in dieser Gemeinschaft einige Leute gibt, die sozial benachteiligt waren. Sie mussten ihr Hab und Gut, ja sogar die Arbeitskraft ihrer Familienangehörigen verpfänden, um genügend Lebensmittel zu bekommen.
Andere mussten Kredite aufnehmen, um die vom König geforderten Steuern bezahlen zu können.

In der Zeit des Aufbruchs war das alles erst einmal nach hinten getreten. Umso mehr bricht es jetzt nach vorn und wird zu einem brennenden Problem für Nehemia und seine Leute. Weiterlesen

Gemeinde als funktionierendes Ökosystem

Christus am Kreuz

Die Kirchengemeinde als funktionierendes Ökosystem und ihr Einfluss auf das kommunale Gemeinwesen

Der Emmaus-Kurs selber setzt keine perfekte Gemeinde voraus. Die gibt es nämlich nicht. Aber er setzt eine Gemeinde voraus, die sich wie ein funktionierendes Ökosystem versteht. Also Gemeinde versteht man nicht als Organisation oder Verein, sondern wie ein lebendiger Organismus. Dieses ist ja auch ein urbiblisches Bild, welches Paulus geprägt hat, als er vom Haupt und vielen Gliedern gesprochen hat (z.B. 1.Korinther 12).

In seinem Buch “Eine unaufhaltsame Kraft” vertieft Erwin McManus dieses Bild.

So ist eben eine lebendige Gemeinde ein gut funktionierendes Ökosystem, das auch mit Fehlern und Versagen der einzelnen Glieder umgehen kann. Das nicht erwartet, dass wir perfekt sind, sondern dass wir teilhaben an diesem Ökosystem, so wie wir sind. Aber wir werden nicht bleiben wie wir sind. Die Teilhabe am Ökosystem Gemeinde wird uns verändern.

Dabei gibt es drei nach außen gleichwertige wichtige Beziehungen, die zu pflegen und zu vertiefen sind:

  • – die Beziehung zu Gott, der alles geschaffen hat und uns erhält
    Wo finden Sie in Ihrer Gemeinde Orte um Gott in besonderer Weise zu begegnen?
  • – die Beziehung zu den Nächsten, den wir lieben sollen wie uns selber
    Welche Rolle spielt die nicht verinstitutionalisierte Gemeindediakonie im Leben Ihrer Gemeinde?
  • – das Eingebunden sein in die Welt, die uns umgibt:
    Welchen Einfluß hat Ihre Gemeinde auf das gesellschaftliche Leben in Ihrem Ort/Stadt?

Im Handbuch zum Emmaus-Kurs können wir lesen: ‘Das Emmaus-Projekt möchte das “Beziehungssystem” Gemeinde stärken, mit seiner Hilfe auch andere gewinnen und beheimaten. Es ist damit kein “Veranstaltungs-Projekt”, es lebt nicht von bestimmten “Events”.’

Das kann ich aus eigener Erfahrung heraus nur bestätigen. Es ist von Anfang an als Glaubensseminar auf Beziehungen angelegt. Darum gibt er dem Gespräch einen weiten Raum. Für manchen Christen ist es richtig ungewohnt, wenn da nicht das Referat der Mittelpunkt ist, sondern das Gespräch, der Dialog, der Austausch eigener Erfahrungen und Erlebnisse. Aber dass die “Events” nicht der Schwerpunkt sind, macht ihn auch anpassungsfähig an die jeweilige Gemeindesituation und auch an die Begabungen der Mitarbeiter/innen.

Ich kann daher nur Mut machen, sich auf das Emmaus-Projekt einzulassen.

Herrnhuter Losungen
Über mich
Kategorien


Copyright by Jörg Bachmann