für eine Kirche mit Zukunft

Fundstück: Töne

Ein Mensch bläst im Posaunenchor, dabei kommt es auch manchmal vor, dass er den falschen Ton erwischt. Er merkt´s erst, wenn´s geschehen ist. Es schmerzt im Ohr , es klingt verkehrt. Der Ton war falsch, man hat´s gehört.

Nun steht er da, fühlt sich blamiert: “Dass sowas grade ihm passiert!” Dabei ist er kein Einzelfall, denn Fehler macht wohl jeder mal.

Wie leicht vergreift man sich im Ton: Ein Wort nur, und es ärgert schon. Ein kleiner Seitenhieb, ganz locker, dem Gegenüber wird´s zum Schocker. Schon ist die Harmonie zerstört, die Stimmung schlecht, man ist empört.

Wie gut, daß Gott in seinem Sohn zu Menschen spricht in einem Ton, der nicht gleich poltert und verflucht, der liebevoll zu retten sucht, die schon geknickt am Boden liegen, die kaum noch Luft zum Atmen kriegen.

Er weiß mit denen recht zu reden, die ihn nicht wollen und ihn treten. Und die, die alles besser wissen, die werden vor ihm schweigen müssen. Denn er ist´s, der den Ton angibt; er ist es, der uns zieht und schiebt, um uns zu seinem Ziel zu bringen. Dort werden Töne dann erklingen, die niemand je zuvor gehört. Musik, die endlich jenen ehrt, der ganz allein der Ehre wert.

So wollen wir mit unsern Tönen uns immer wieder angewöhnen, Gott in den Mittelpunkt zu rücken. Er segne uns – so wird es glücken!

jk 05/96

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