Gemeinde – Kuschelclub der Erretteten oder?!

Ich habe gestern beim Erstellen meines Hörbuches, das Buch von Erwin McManus „Die unaufhaltsame Kraft“ quer gelesen. Dabei wurde mir deutlich, wie wichtig gerade die soziale und gesellschaftliche Komponente der christlichen Gemeinde für die missionale Arbeit ist. Im Gegensatz dazu sehe ich aber auch, wie stark sich doch auch unsere Gemeindeglieder und auch wir selber uns zurückziehen in unsere eigenen vier Wände und ein bürgerliches und frommes Christentum pflegen, das keine Würzkraft nach außen hat. Oft bewegen wir uns nur innerhalb christlicher Kreise. Wo sind die Christen, die sogleich aktive Mitglieder in der Freiwilligen Feuerwehr, im Sportverein, oder anderen Vereinen sind? Wo sind die Christen, die ihren Beitrag für das Gemeinwesen leisten? Soziales Engagement wird oft auf die Instution abgeschoben. Wir haben es es ja leicht und können Diakonie und Caritas vorschieben. Doch wir brauchen wieder echte Gemeindediakonie vor Ort. Für mich steht es ganz neu an, die Arbeit des Besuchsdienstes zu aktivieren. Aber dabei eben nicht nur die Gemeindeglieder an ihrem besonderen Geburtstag zu besuchen, sondern auch die, die außen vor sind. Natürlich weiß ich auch, dass unsere Zeit begrenzt ist. Aber es steht eben die Frage nach dem missionalen Impuls. Was ist im Sinne unseres Herrn zu Has in der Gemeinde kuscheln oder gesendet zu sein in unsere Umwelt? Sicher beides – und jedes zu seiner Zeit – Jesus hat ja auch mit seinen Jüngern einerseits gefeiert und sie dann andererseits gesandt – es muss aber in einer Gemeinde auch beides geschehen.

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