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Was macht einen Mann zum Mann?

(c) istockphoto.com / OJO_Images

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Das ist die große Frage, auf die es nicht ohne weiteres eine eindeutige Antwort gibt. Frau Muck zitiert in ihrem Artikel den amerikanische Psychotherapeuten Herb Goldberg. Dieser fast die Grundlagen von wahrhaft männlichem Verhalten als die “sieben maskulinen Imperative” zusammen:

  1. “Je weniger Schlaf ich benötige,
  2. je mehr Schmerzen ich ertragen kann,
  3. je mehr Alkohol ich vertrage,
  4. je weniger ich mich darum kümmere, was ich esse,
  5. je weniger ich jemanden um Hilfe bitte und von jemand abhängig bin,
  6. je mehr ich meine Gefühle kontrolliere und unterdrücke,
  7. je weniger ich auf meinen Körper achte -,

desto männlicher bin ich.”

Auch Markus Hofer zitiert Herb Goldberg. Doch ist das wirklich der Ausdruck des Mannseins? Ich finde den Gedanken bedenkenswert, dass das den früheren Tod des Mannes gegenüber der Frau zur Folge hat.
Darf ein Mann keine Gefühle zeigen? Weinen und lachen. Muss man immer der Beste sein? Genügt nicht auch das Mittelfeld im Leben? Ich merke es an mir selber. Da habe ich mir das Ziel gesetzt 61kg abzunehmen. Muss ich die auch wirklich erreichen oder würden es nicht auch 57kg tun? wir setzen uns selber unter Druck. Erzeugen Stress – leider ungesunden Stress. Muss ich mich kaputt machen, nur um zu beweisen, dass ich ein Mann bin?
Wer arbeitet denn nach der 80:20 Formel. Nur 20% an Energie einsetzen um ein 80%iges Ergebnis zu erreichen. Nein, wie oft setzen wir noch 80% an Energie ein um die restlichen 20% zu erreichen. Ist es “unmännlich” nicht perfekt zu sein und Fehler zu machen!?
Vielleicht würde das uns in unserem Mannsein freier machen. Mich jedenfalls tut das – ich kann eben nicht immer alles 100% leisten.

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