Kirche in verschiedenen Formen (KI generiert)

Kirche unter Druck? – Kirche und AFD

Was eine AfD-geführte Landesregierung in Sachsen-Anhalt sozialpolitisch, gesellschaftspolitisch und theologisch bedeuten würde

Analyse. Stand: 13. Mai 2026. Die Angaben wurden in zwei Prüfschritten gegengeprüft: erstens am veröffentlichten AfD-Programm und an kirchlichen Primärquellen, zweitens an Verfassungsrecht, Staatsverträgen, Sozialstatistiken und weiteren unabhängigen Einordnungen. Der Text ist keine Rechtsberatung und keine Wahlempfehlung im parteipolitischen Sinn, sondern eine sozialethische Analyse.

Kirche in verschiedenen Formen (KI generiert)

Ich habe diesen Artikel geschrieben, auch wenn ich vielleicht von manchem Widerspruch erfahren werde. Doch ich halte ihn für notwendig, um die aktuelle Situation der Kirchen in Sachsen-Anhalt aufzuzeigen. Sachsen-Anhalt beginnt 10 km neben meinem Wohnort. Also es betrifft mehr oder weniger auch mich.
Die Debatte über eine mögliche AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt wird schnell moralisch, schnell schrill und schnell parteipolitisch. Für die Kirchen wäre sie aber vor allem eine Bewährungsprobe der Wirklichkeit: Wie belastbar sind ihre Rechtspositionen? Wie viel soziale Infrastruktur tragen sie tatsächlich? Wo sind sie verwundbar? Und was heißt in dieser Lage eigentlich christliches Zeugnis?

1. Worum es geht

Die Frage ist nicht nur, ob evangelische und katholische Kirchenleitungen die AfD scharf kritisieren dürfen. Das tun sie, und zwar mit ungewöhnlicher Klarheit. Die entscheidendere Frage lautet: Was steht real auf dem Spiel, wenn ein Landesverband, der programmatisch Kirchenasyl, Kirchenfinanzierung, Religionsfreiheit, politische Bildung und freie Wohlfahrtspflege angreift, Regierungsverantwortung erhielte? Das Thema ist brisant, weil es nicht bei symbolischen Konflikten bleibt. Es berührt den Sozialstaat, den Schutz vulnerabler Gruppen, das Verhältnis von Staat und Religion, das Selbstverständnis der Kirchen und das demokratische Klima in einem Land, in dem die Kirchen längst Minderheitenkirchen sind.

Was kann Kirche auf dem Lande von den Schotten lernen?

schottlandWenn man von den Schotten spricht, dann denkt man meist an Sparsamkeit oder gar Knausrigkeit. Der Gourmet denkt an Whisky oder an ein gute Lammkotelett. Oder man denkt an die Highlands und den Kilt. Doch seit dieser Woche gehört zu Schottland noch etwas dazu. Schottland ist mit seinem Referendum über den Verbleib in Großbritannien zum Inbegriff der Demokratie geworden.

Auch wenn die Befürworter des Austritts aus Großbritannien verloren haben, haben sich die Verhältnisse in der Bevölkerung und in der Politik verändert. Die britische Politik kann und wird nicht mehr so weiter machen wie bisher. Denn sie begegnet jetzt einem starken und selbstbewussten Volk der Schotten, welches Demokratie geübt hat und sie auch weiter verwirklichen will.

Mir ist es deutlich geworden, dass genau das in unseren Gemeinden auf dem Land sein muss. Wir brauchen starke und selbstbewusste Gemeinden.