für eine Kirche mit Zukunft

Gemeinde

Um sie dreht es sich ja im Gemeindemenagement. Sie will vorwärts gebracht werden.

Wie gehen wir in unseren Gemeinden mit unseren hauptamtlichen und nebenamtlichen Mitarbeitern um?

(c) sxc.hu/svilen001

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Das Hauptaugenmerk in unserer Gemeindearbeit legen wir auf unsere Gemeindeglieder und Ehrenamtliche. Wir wollen, dass sie sich in der Gemeinde wohlfühlen. Sie sollen hier Geborgenheit und Heimat erfahren. Es soll für sie in der Gemeinde die Liebe Christi erfahrbar werden. Um die ehrenamtlichen Mitarbeiter in unseren Gemeinden kümmern wir uns in ganz besonderer Weise. Sie sind ja die, die vieles in der Gemeinde tun und bewegen. Ohne sie würde vieles nicht laufen. Das ist richtig, dass wir das tun. Dann bemühen wir uns als Gemeinde noch um Menschen, die außerhalb der Gemeinde sind. Wir wollen, dass sie durch uns etwas von dem Liebesangebot Gottes erfahren.
Doch dann gibt es eine Gruppe von Menschen, die wir in der Gemeinde brauchen und dennoch viel zu sehr vernachlässigen. Das sind die haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter in unseren Gemeinden. Weiterlesen

Eine Herausforderung Jesu an seine Gemeinde

Jesus Christus spricht: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

Mt 18,20

Sicher kennen sie alle das folgende Sprichwort: „Es kann der Frömmste nicht im Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt!“ Das trifft nicht nur in der Nachbarschaft zu, da wo man seinen unmittelbaren Lebensbereich hat, sondern genauso im Bereich der Gemeinde. Wir wissen nur zur sehr um manchen Streit oder manche Spannung, die es in der Gemeinde gibt. Leider sind wir dazu viel zu sehr Menschen. Die Gemeinschaft in unserer Gemeinde ist gefährdet und das meistens durch uns selbst.

Anderseits wissen wir um die Gegenwartszusage von Jesus Christus, die er uns gegeben hat. Er hat uns verheißen, dass er bei uns ist. Er ist bei uns, wo wir uns in seinem Namen versammeln, auch wenn es nur zwei oder drei Leute sind. Bei Jesus zählt erst einmal nicht die Größe der Gemeinschaft, sondern dass sie geschieht. Es zählt, dass sich Menschen in seinem Namen treffen, miteinander beten, miteinander reden, die Bibel lesen, Gott loben und miteinander feiern, also essen und trinken. Dabei ist der Höhepunkt der Gemeinschaft das Abendmahl.

Wenn Jesus uns hier seine Gegenwart zusagt, ist das Zuspruch und Anspruch zugleich. Es ist einerseits die Zusage seines Segens, seines Beistandes und seiner Hilfe, aber es ist andererseits auch ein Anspruch für den Umgang miteinander. Er fordert uns heraus in seinem Geiste und Sinne miteinander umzugehen.

Das heißt Gemeinde ist der Ort, wo wir in besonderer Weise miteinander leben sollten. Hier sind wir gefragt, füreinander da zu sein. Zu sehen, wie es dem anderen geht und nicht vor der Not des anderen die Augen verschließen. Immer wieder neu aufeinander zuzugehen, die Spannungen abzubauen und einander die Hände zu reichen. Das tun wir nicht aus eigenen Vermögen und eigener Kraft heraus, sondern weil uns Gott durch Jesus Christus seine vergebende Liebe geschenkt hat. Denn in der Gemeinde zu leben, heißt gerade dem anderen vergeben zu können.

Eines der biblischen Bilder von Gemeinde ist die Familie Gottes. Auch im normalen Leben gibt es nichts schöneres als eine Familie, die in allen Schwierigkeiten zusammenhält. Der Volksmund kennt ja sogar das Sprichwort „Blut ist dicker als Wasser“. Nun genau das trifft ja in der Familie Gottes, in der Gemeinde zu, denn da ist ja Blut geflossen. Das Blut von Jesus Christus, welches Ausdruck der Liebe Gottes zu uns ist. So haben wir ewige Gemeinschaft mit Gott und im Abendmahl feiern wir das. Da sind wir als Gemeinde im Namen Jesu versammelt an einem Tisch.

Darum lasst uns als Gemeinde immer wieder neu diese Gemeinschaft mit der Verheißung der Gegenwart Jesu leben und erleben. Sie sind dazu eingeladen.

Sich nicht richtig verstehen!

Die unzureichende Kommunikation in der Gemeinde

Kommunikation

Kommunikation

Eines der größten Defizite in vielen Gemeinden ist die oft mangelnde Kommunikation. Man redet kaum miteinander. Da geht man miteinander in den Gottesdienst und in die Gemeindeveranstaltungen. Aber ein Dialog, ein Gespräch und ein Austausch finden kaum statt. Oft kommt man 3 Minuten vor dem Gottesdienstbeginn in den Gottesdienst und ist aber nach der letzten Orgelmusik und dem Händeschütteln schon wieder verschwunden. Dabei lebt doch gerade die Gemeinde vom Miteinander, vom Dialog, vom Wissen um das Ergehen des anderen. Es kann nicht sein, dass man erst vier Wochen später erfährt, dass jemand im Krankenhaus war und eigentlich einen Besuch oder Gebetsunterstützung gebraucht hätte. Aber leider ist das oft so. Darum ist es wichtig, dass wir in unseren Gemeinden ganz neu eine Kultur der Kommunikation und des Austausches üben und lernen.

Der erste Schritt dazu ist erst einmal das doppelte Wissen:

  • Ich bin von Gott geliebt!
  • Der Andere ist von Gott geliebt!

Damit baut sich von Anfang an gleich eine Dreierbeziehung auf zwischen mir, dem Anderen und Gott. So kann ich auch lernen, den anderen anzunehmen, wie er ist, weil er von Gott geliebt ist.

Als Gemeinde müssen wir lernen mehr miteinander zu reden, nicht über Dritte, sondern vielmehr von uns selbst. Dabei ist oft erst einmal Selbstüberwindung erforderlich, dass ich selber auf andere zugehe und beginne meine eigenen Blockaden zu überwinden. Was blockiert uns oft auf andere zuzugehen?

  • Als erstes einmal Angst vor der Ablehnung und dem Nein sagen des Anderen.
  • Dann, dass wir beim anderen in einen Schubkasten gesteckt sind und dass wir den anderen selber in einen Schubkasten gesteckt haben: Von dem war doch nicht mehr zu erwarten!
  • Uns blockiert auch die eigene Abneigung gegenüber dem anderen. Natürlich ist nicht jeder Mensch nicht gleich sympathisch. Es ist schon nicht einfach, wenn die Chemie nicht stimmt.
  • Dann kann es sein dass wir kein Interesse am anderen haben. „Ich kann wirklich nichts mit ihm anfangen!“
  • Dann gibt es noch ganz diffuse Ängste und Gründe, die uns blockieren können.

Das lässt sich sicher nicht einfach überwinden, aber wenn wir uns die Liebe Gottes für uns und den Anderen bewusst machen und wenn wir dem Anderen in der Gemeinschaft der Gemeinde begegnen, können wir diese Blockaden überwinden.

Wie gehen wir beim Dialog mit dem Anderen um? Wie ernst nehmen wir seine Aussagen und seine Kritiken, die er vielleicht an uns hat? Sehen wir auch seine positiven Äußerungen über und zu uns? Begegnen wir dem Anderen mit echtem Lob für Dinge die er getan hat? Und wenn wir kritisieren müssen, wie tun wir es? Schaffen wir das liebevoll zu tun? Es ist immer wichtig dem Anderen liebevoll zu begegnen und ihm die Hand zu reichen. Sicher gibt es Situationen, wo uns das recht schwer fällt. Aber wir brauchen sie und der andere braucht sie, die Kommunikation und Begegnung, besonders in der christlichen Gemeinde. Ein hilfreicher Anfang ist sicher der Smalltalk z.B. über das Wetter, die Familie, die Arbeit usw. Sicher in der Bibel steht: „Lasst kein faul Geschwätz aus eurem Munde kommen!“ Aber ist Smalltalk „faules Geschwätz“? Mancher sieht es vielleicht so. Ich denke nein; es ist die Eröffnung der Kommunikation zwischen Menschen und darum sehr hilfreich. Sicher spielen im Gespräch Fragen eine wichtige Rolle. Es heißt sogar: „Wer fragt, führt!“. Aber es dürfen nicht zu viele Fragen sein und keine, auf die man nur mit Ja und Nein antworten kann. Darum sollten die Fragen „Wer?“, „Was?“, „Wann?“ und „Warum?“ sein. Hilfreich kann ein nochmaliges Hinterfragen oder Spiegeln einer Aussage sein: „Habe ich richtig verstanden?“ Dann ist es wichtig um einen Dialog gelingen zu lassen, dass man sich selbst dem anderen preisgibt. Ein gewisses Risiko, dass vom Anderen nichts zurück kommt besteht aber immer?

Eine Gemeinde kann nur leben und wachsen, wenn in ihre die Kommunikation funktioniert. Und jeder kann etwas beitragen. Das beste Gegenbeispiel, was passiert, wenn die Kommunikation nicht mehr klappt, ist der Turmbau zu Babel.

Wir brauchen sie wieder – die Gemeindediakonie!

Diakonie

Diakonie

Diakonie und Seelsorge

Schon in der Bibel begegnet sie uns: Die Diakonie ist die mildtätige Lebensäußerung der Gemeinde. Es gehört seit der Urgemeinde dazu, dass neben der Verkündigung auch der Dienst am Anderen, besonders am Hilfsbedürftigen, Bestandteil des christlichen Gemeindelebens ist. Es ist ja auch Jesu Gebot und Auftrag:

Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Matthäus 25,40

Im evangelischen Bereich versteht man heute unter dem Begriff Diakonie zuallerst die Arbeit des Diakonischen Werkes. Hier wurde ein großer Teil der diakonischen Arbeit verinstitutionalisiert und findet sich heute im Diakonischen Werk und bei den Johannitern wieder.
Das hat seine Geschichte, die erst einmal richtig und gut und notwendig war. 1849 wurde auf Anregung von Johann Hinrich Wichern der Centralausschußes für die Innere Mission der deutschen evangelischen Kirche gegründet. Es war damit der Beginn der organisierten Diakonie.
Das war eine Antwort auf die gesellschaftlichen Herausforderungen der damaligen Zeit. Da heraus hat sich bis heute das Diakonische Werk als professioneller Wohlfahrtsverband entwickelt.

Zur Unterstützung der Arbeit des Diakonischen Werkes entstanden in den Gemeinden Diakonie- bzw. Hilfsvereine der inneren Mission. Diese Vereine haben Arbeit der Diakonie Vorort mitgetragen. Im Osten wurden sie nach dem Krieg verboten. Sie lebten mancherorts zum Beispiel als Gemeindegruppen wie Frauenhilfe weiter.
Teilweise wurden durch diese Vereine Gemeindeschwestern angestellt, Kindergärten betrieben und später Sozialstationen. Auch im Osten wurden durch die Kirchengemeinden bzw. durch Diakonievereine nach der Wende Kindergärten und Sozialstationen übernommen. Es erfolgte eine immer mehr zunehmende Professionalisierung der Arbeit. Alle Arbeit wurde durch bezahlte Fachkräfte und Spezialisten übernommen. Die Gemeinde selber kam mit ihrem Ehrenamt und ihrem Engagement nur noch am Rand vor. So wurde die Gemeinde immer mehr ausgegrenzt. Die Diakonie entwickelte sich zu einem Selbstläufer.

Das sei an dieser Stelle erst einmal kritiklos gesagt, weil das unter gewissen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sogar erforderlich und unabdingbar war bzw. ist. So hat die Diakonie aber auch Strukturen neben der Gemeinde entwickelt, die leider teilweise nicht mehr mit der Gemeinde selber kompatibel sind, bis hin zu eigenen Gemeindestrukturen.

Aufgrund neuer Herausforderungen erfährt die eigentliche Gemeindediakonie gegenwärtig sehr viel Defizite. Die bisherige Gemeindediakonie begrenzt sich auf die Diakoniestationen und die Kindergärten. Dabei müssen aber die erbrachten Leistungen abrechenbar sein. So werden aber heute gerade wieder ganz neu Strukturen einer semiprofessionellen Gemeindediakonie benötigt. Früher gab es z.B. mancherorts die Gemeindeschwester. Sie hat sich nicht nur um die gesundheitlichen Belange der Menschen gekümmert, sondern auch um seelsorgerliche Fragen. Das können die Schwestern bzw. Pfleger der Diakoniestationen nur bedingt leisten. Sie müssen sich mehr auf die äußere Pflege konzentrieren. Das erfordert die Abrechenbarkeit ihrer Arbeit. So muss der Faktor Zeit abrechenbar sein. Keine Krankenkasse bezahlt das seelsorgerliche Gespräch – obwohl es manchmal sinnvoll wäre.

In den meisten unserer Gemeinden ist  die Gemeindediakonie mittlerweile unterentwickelt. Sie stehen alle vor der Herausforderung dieses wieder neu zu entwickeln. Gemeindediakonie muss wieder eine ganz normale Lebensäußerung der Gemeinde werden, die im Ehrenamt geschieht. Sicher nicht unprofessionell, sondern im Ehrenamt. Unter der Leitung und Führung von hauptamtlichen Mitarbeiten. Wir müssen überhaupt in allen Bereichen unserer gemeindlichen Arbeit immer mehr lernen, die Hauptamtlichen sind nicht da, um die Arbeit zu machen, sondern zu Leiten, zu Motivieren, zu Schulen und Mitzutun. Die Gemeindediakonie ist eine Herausforderung unserer Zeit heute, wie sie es auch gestern war und morgen sein wird.

Wie wird die Zukunft für unserer Gemeinden aussehen?

Egal wie sich unsere gemeindlichen Strukturen ändern, ob wir hauptamtliche Mitarbeiter haben, die Vorort wohnen oder nicht. Es gibt eigentlich zwei Aufgaben, auf die wir uns als Gemeinde zu konzentrieren haben: Mission und Diakonie. Diese beiden Aufgaben lassen sich auch nicht trennen. Sie gehören zusammen, wie zwei Seiten einer Medaille.  Es ist ein Gebot der Stunde und eine Herausforderung für die Zukunft es immer wieder in unseren Gemeinden zu sehen, dass  Verkündigung und soziale Verantwortung zusammengehören und sich nicht trennen lassen. Der kürzlich verstorbene anglikanische Pfarrer John Stott sagt dazu:

 Soziale Verantwortung ist nicht nur ein Teil von christlicher Mission, sondern auch der christlichen Bekehrung. Es ist unmöglich, wirklich sich zu Gott zu bekehren, ohne sich seinem Nächsten zuzuwenden.

Nur in der ganz persönlichen Hinwendung zum Menschen wird die Verkündigung des Evangeliums wirklich glaubhaft, dass man den Menschen dort abholt, wo er ist. Eben auch und gerade in seiner Not. Das ist nicht nur eine Herausforderung an Einzelne, an Gruppen oder Kreise oder irgendwelche gemeindliche Institutionen, sondern dabei ist die ganze Gemeinde gefordert. Die Diakonie als Wohlfahrtsverband hat auch weiterhin ihre Berechtigung. Sie wird weiterhin neben den Gemeinden existieren. Die Schnittstellen zwischen Gemeinde und die konie sollten verbessert werden. Doch die Diakonie kann und wird die Aufgaben der Gemeindediakonie nicht übernehmen. Sie kann bestenfalls den Gemeinden Hilfestellung leisten. Das sollte sie tun. Aber die eigentliche Gemeindediakonie muss wieder neu in unseren Gemeinden belebt werden.

Die Gemeinde vor Ort steht vor großen Herausforderungen. Das lässt sich  schon darin begründen, dass vielerorts derzeit  große Umbrüche geschehen:

  • aufgrund des sozialen Wandel
  • aufgrund des kulturellern Wandel
  • aufgrund des struktrurellen Wandel.

So steht sie zukünftig vor neuen Herausforderungen in der Verkündigung, in der sozialen Verantwortung, in der Mission und in der Gemeindediakonie.  Sie ist herausgefordert durch

  • einen strukturellen Umbau
  • einen spiritueller Umbau
  • der Änderung ihrer Verkündigungsformen
  •  und vieles mehr.

Sie muss eine Gemeinde sein, die unterwegs ist zu den Menschen, die darauf aus ist, den Menschen zu begegnen. Das bringt neue Aufgaben innerhalb der Gemeindediakonie.  Neben den traditionellen Aufgaben wie Besuchsdienst,  wird sie ganz neu herausgefordert in der Betreuung von Älteren,  in der Begegnung mit Nicht- und Andersgläubigen, im Umgang mit sozial Schwachen und Benachteiligten, im Umgang mit Kindern auch auf den Dörfern und im Umgang mit den Alleingelassenen. Es sind teilweise alte Aufgaben, aber unter neuen Rahmenbedingungen.

Das erzeugt bei manchen Hilflosigkeit und Ängste.  Denn Unbekanntes bringt Ängste mit sich, aber als Gemeinde können wir das gemeinsam angehen. Und im Vertrauen auf Gott  können wir neue Schritte wagen. Dazu möchte ich Mut machen.

Wie bringen wir Menschen mit Jesus in Verbindung?

fuesseDas Andreas-Prinzip

Von einem, der sonst bei den Jüngern Jesu nicht unbedingt eine führende Rolle spielt, können wir es lernen, wie man Menschen mit Jesus Christus in Verbindung bringt. Es ist der Jünger Andreas. Er zeigt uns, was wir tun können und was wir nicht tun brauchen.

Dazu folgende Punkte:

  • er war selbst auf der Suche
  • er hat Jesus als den Messias gefunden
  • er war einfach nur Zeuge
  • er hat es anderen bezeugt
  • wes des Herz voll ist dem geht der Mund über
  • er hat es in der Familie bezeugt
  • als erstes hat er es seinem Bruder Simon bezeugt, dass Jesus der Messias ist (Johannes 1,35-42)
  • er hat anderen geholfen zu Jesus zu kommen
  • zu erst einem kleinen Jungen (Johannes 6,5-13)
  • dann den Griechen (Johannes 12,20-23)
  • er war bereit Altersunterschiede zu überwinden
  • als Älterer wandte er sich dem Jungen zu
  • er war bereit kulturelle und ethische Grenzen zu überschreiten
  • er gab sich mit Nichtjuden ab
  • er drängte sich nicht vor
  • er bedrängte den anderen nicht
  • er versuchte im Rahmen seiner Möglichkeiten die Probleme pragmatisch zu lösen
  • er trat zurück, wenn seine Aufgabe erfüllt war
  • er war ein Begleiter, soweit wie er benötigt wurde.

Die meisten Menschen kommen nicht durch große Evangelisations- und Missionsveranstaltungen zum Glauben, sondern durch die ganz persönliche Begegnung und Begleitung von Christen – durch Menschen, die gemeinsam unterwegs sind auf dem Weg des Glaubens.

Gemeinde wächst von unten

Irgendwo im entkirchlichten Osten Deutschlands steht eine Dorfkirche. Sie ist so gut wie dem Verfall preisgegeben. Nur noch ein älteres Ehepaar schaut ab und an nach dem Rechten. Einen Kirchenvorstand gibt es lange nicht mehr. Gottesdienst war höchstens mal noch einer am Heiligen Abend. Man konnte fast davon sprechen, dass die Kirche hier aufgegeben war. Es ist eine Situation, wie wir sie an manchen Stellen im Osten finden. Aber eben nicht überall. Vielerorts sind die Gemeinden zwar klein und doch besteht ein reges Gemeindeleben. Aber wie ging es hier weiter? Wurde die Kirche endgültig geschlossen?

Vielleicht noch etwas zur Situation des Ortes. Er besteht seit fast zwei Jahrzehnten aus zwei Teilen, dem alten Dorf und einem modernen Wohngebiet, welche aber wenig Verbindung miteinander haben. Weiterlesen

Gastfreundschaft – Christentum – die Religion eines Fressers und Säufers!?

Das war der Vorwurf, den die Feinde Jesu ihm gegenüber gemacht haben. Er sei ein Fresser und Weinsäufer (Mt. 11,19). Es ist etwas dran, dass Jesus mit vielen Leuten Tischgemeinschaft hatte. Er saß mit ihnen am Tisch, aß und trank, redete mit ihnen über ihre Sorgen und Nöte und über das Reich Gottes. Wir finden ihn am Tisch bei der Hochzeit zu Kanaan, bei dem Zöllner Matthäus, bei dem Zöllner Zachäus, bei Maria und Martha, beim Passamahl und noch an vielen anderen Stellen. Immer isst und trinkt er mit den Menschen, hat Tischgemeinschaft, kommt ihnen so nahe und bringt ihnen das Evangelium: “Heute ist diesem Haus Heil widerfahren!” (Lukas 19,9).

Auch der nachösterliche Christus offenbart sich den Emmaus-Jüngern bei der Tischgemeinschaft und mit seinen Jüngern sitzt er als der Auferstandene zu Tisch (Johannes 21).

Mir wird hier deutlich, dass der Glaube an Jesus Christus ein ganzheitlicher Glaube ist, der Leib, Seele und Geist umfasst. Genau dieses ist für die Gemeindearbeit von sehr großer Bedeutung. Es ist daher wichtig, dass wir ganz neu unseren Augenmerk auf die Gastfreundschaft richten. Weiterlesen

Was bestimmt die Gemeinde?

Was bestimmt eine Gemeinde in ihrem Leben, in ihrem Auftrag und in ihrem Sein? Was ist ihre Zielrichtung? Was ist ihr Gemeindeprogramm? Wohin steuert das Schiff der Gemeinde? Diese Fragen werden nicht nur von geistlichen Faktoren bestimmt, sondern von manchen äußeren Faktoren? Von Faktoren, die nichts mit Auftrag und Sendung zu tun haben, aber die in der Gemeinde präsent sind und manchmal übermächtig sind. Weiterlesen

Die Gemeinde und ihre Kultur

Eine Gemeinde hat und braucht eine Kultur. Diese ist für das Vorgehen beim Gemeindemangement und beim Entwickeln von Visionen, Leitlinien und Zielen in einer Gemeinde von entscheidender Bedeutung.  Darum gilt es diese Kultur zu entdecken, zu pflegen und dann im Rahmen des Gemeindemanagementes weiter zu entwickeln.

Was ist aber unter der Kultur einer Gemeinde zu verstehen?
Unter Kultur ist das gesamte Umfeld und der Lebensstil der Gemeinde gemeint. Das schließt den sozialen strukturellen und gesellschaftlichen Raum mit ein, in dem die Gemeinde besteht. Weiterlesen

Gemeinde – Wort und Tat gehören zusammen

In einer Gemeinde gehören die Verkündigung des Evangelium, das Helfen und das Handeln zusammen. Alles ist notwendig, damit die Gemeinde durch ihr Wirken Menschen ansprechen kann. So wird das Evangelium von Jesus Christus ansteckend. Ein neuer Lebensstil für Christen wird gebraucht. Ein Lebenstil des Füreinanderdaseins. Teilweise erlebe ich es in den Gemeinden. Dort trägt es sofort Früchte.

Es ist eine notwendige Voraussetzung für das Ausstrahlen des christlichen Glaubens, dass die Einladung zum Leben mit Jesus Christus sich mit der bedingungslosen Bereitschaft zum Helfen und Handeln paart. Aus dieser Ehe werden neue Christen hervorgehen.

Hans-Jürgen Abromeit

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Nachfolgeplanung in der Gemeinde – gibt es so etwas überhaupt?

(c) Jan-Willem/sxc.hu

Heute morgen habe ich einen sehr interessanten Artikel über Nachfolgeplanung bei den Unternehmen gelesen. Da stellen sich für mich folgende Fragen: Ist so etwas nicht auch interessant für die Gemeinde, besonders wenn darum geht die Kontinuität der Gemeindearbeit zu gewährleisten? Ist so etwas überhaupt bei einer Gemeinde machbar? Weiterlesen

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