Auferstehung – wie wirklich ist sie?

Auferstehung – wie wirklich ist sie?

Die Auferstehung Christi (Bild KI-generiert)

Ich glaube selbst an die Auferstehung Jesu. Gerade deshalb will ich sie nicht nur bekennen, sondern auch prüfen, durchdenken und verantwortlich darstellen. Denn die Auferstehung ist für den christlichen Glauben nicht ein Nebengedanke, sondern seine Mitte. Zugleich ist sie kein gewöhnliches historisches Ereignis, das sich einfach wie ein Experiment wiederholen oder wie ein naturwissenschaftlicher Befund beweisen ließe. Wer über Ostern redet, muss deshalb sauber unterscheiden: zwischen dem, was objektiv behauptet wird, dem, was subjektiv erfahren wird, und den Deutungen, die für oder gegen die Auferstehung Jesu vorgebracht werden. [1]

Die christliche Tradition hält daran fest, dass die Auferstehung nicht bloß eine Metapher für Hoffnung oder eine religiöse Innenwahrnehmung der Jünger ist. Sie meint vielmehr: Der Gekreuzigte lebt bei Gott und ist der Auferstandene. Gleichzeitig bleibt die Auferstehung als solche dem unmittelbaren historischen Zugriff entzogen. Sie ist nicht einfach ein „historisches Faktum“ im selben Sinn wie eine Schlacht, eine Inschrift oder ein Herrscherwechsel, sondern ein Geschehen, das die gewöhnlichen Kategorien von Geschichtsschreibung überschreitet. Darum muss jede seriöse Darstellung beides festhalten: die historische Relevanz und die theologische Einzigartigkeit. [1][2]

„Gedenke – und werde fruchtbar“

„Gedenke – und werde fruchtbar“

Eine Theologie des Alters ausgehend von Kohelet 12,1–7

Der Lauf des Lebens (Ki generiert)

Teaser:

Kohelet 12 beschreibt das Altern mit poetischer Ehrlichkeit – ohne Beschönigung, aber auch ohne Resignation. Was heißt das für unseren Glauben heute? Und wie ergänzen Neues Testament und Apokryphen diesen Realismus um Würde, Berufung und Hoffnung?

1. Realistisch – und getragen

Kohelet malt starke Bilder: zitternde „Wächter des Hauses“, stillstehende „Mahlsteine“, verschlossene Türen (Koh 12,1–5). Das ist kein Defizitkatalog, sondern ein Weckruf: „Gedenke deines Schöpfers in den Tagen deiner Jugend“ (Koh 12,1). Erinnerung (zakar) ist hier keine Nostalgie, sondern gelebte Gottesbeziehung – heute, damit sie morgen trägt.

„Der Staub kehrt zur Erde… der Geist kehrt zu Gott zurück“ (Koh 12,7). – Würde und Vergänglichkeit gehören zusammen.