Die Anwendung der KI in der Gemeindearbeit, bei der Predigtvorbereitung und beim Predigtdienst

Inhalt
- 1. Einleitung: Das Für und Wider der KI in der Kirche
- 2. Theologische Grundlegung: Werkzeug, nicht Stellvertretung
- 3. Gemeindearbeit: Entlastung, Kommunikation und Teilhabe
- 4. Predigtvorbereitung: KI als Predigtcoach und exegetischer Sparringspartner
- 5. Predigtdienst: Chancen und Grenzen auf der Kanzel
- 6. Praxisbeispiele aus Gemeindearbeit und Predigtpraxis
- 7. Prompt-Bibliothek für den kirchlichen Alltag
- 8. Qualitätskontrolle, Datenschutz und geistliche Verantwortung
- 9. Umsetzung in der Gemeinde: Leitlinien, Schulung und Kultur
- 10. Schluss: Geistliche Urteilskraft im digitalen Zeitalter
- Fußnoten- und Literaturverzeichnis
1. Einleitung: Das Für und Wider der KI in der Kirche
Künstliche Intelligenz ist in der kirchlichen Praxis angekommen. Sie begegnet nicht mehr nur als Zukunftsthema auf Tagungen, sondern als konkretes Werkzeug im Alltag: beim Formulieren von Einladungen, beim Planen von Reihen, beim Zusammenfassen von Protokollen, beim Übersetzen von Texten, beim Erstellen von Gemeindebriefbeiträgen, beim Finden von Illustrationen und zunehmend auch bei der Predigtvorbereitung. Viele Pfarrerinnen, Pfarrer, Prädikantinnen und Prädikanten haben längst ausprobiert, was geschieht, wenn man einem KI-System eine Bibelstelle, eine Zielgruppe und einen Anlass nennt. Innerhalb von Sekunden erscheint ein Textvorschlag. Er klingt oft brauchbar, manchmal erstaunlich flüssig, gelegentlich theologisch dünn und nicht selten sehr allgemein.
