Warum? (KI generiert)

Leiderfahrung – Wie kann Gott das alles zulassen?

Warum? (KI generiert)

Es gibt Fragen, die stellt man nicht aus Neugier. Man stellt sie, wenn das Leben plötzlich zerbricht. Gerade angesichts der Amokfahrt in Leipzig am 4. Mai 2026 drängen sich solche Fragen mit neuer Wucht auf: Warum geschieht so etwas? Warum trifft es unschuldige Menschen? Und wo ist Gott, wenn Leben von einem Moment auf den anderen zerstört werden?

Solche Fragen stellt man mit tränennassen Augen, am Krankenhausbett, nach einer Diagnose, an einem Grab, nach einer Katastrophe, nach einer zerbrochenen Beziehung — oder mitten in der Nacht, wenn die Seele nicht mehr zur Ruhe kommt:

Wie kann Gott das alles zulassen?

Diese Frage ist keine Schwäche des Glaubens. Sie ist oft der Ort, an dem Glaube überhaupt erst ehrlich wird. Wer leidet, braucht selten zuerst eine Erklärung. Er braucht Wahrheit. Nähe. Raum für Klage. Und vielleicht irgendwann die Hoffnung, dass Gott nicht fern ist, auch wenn er unbegreiflich bleibt.

1. Die Theodizee-Frage: Wenn Gott gut und allmächtig ist

Die klassische Frage lautet: Wenn Gott allmächtig ist, könnte er Leid verhindern. Wenn Gott vollkommen gut ist, müsste er es doch verhindern wollen. Warum gibt es dann so viel Leid?[1]

Diese Spannung nennt man die Theodizee-Frage. Das Wort kommt von griechisch theos — Gott — und dikē — Gerechtigkeit. Gemeint ist die Frage nach Gottes Gerechtigkeit angesichts des Bösen, besonders angesichts unschuldigen Leidens.[2]

„Gedenke – und werde fruchtbar“

„Gedenke – und werde fruchtbar“

Eine Theologie des Alters ausgehend von Kohelet 12,1–7

Der Lauf des Lebens (Ki generiert)

Teaser:

Kohelet 12 beschreibt das Altern mit poetischer Ehrlichkeit – ohne Beschönigung, aber auch ohne Resignation. Was heißt das für unseren Glauben heute? Und wie ergänzen Neues Testament und Apokryphen diesen Realismus um Würde, Berufung und Hoffnung?

1. Realistisch – und getragen

Kohelet malt starke Bilder: zitternde „Wächter des Hauses“, stillstehende „Mahlsteine“, verschlossene Türen (Koh 12,1–5). Das ist kein Defizitkatalog, sondern ein Weckruf: „Gedenke deines Schöpfers in den Tagen deiner Jugend“ (Koh 12,1). Erinnerung (zakar) ist hier keine Nostalgie, sondern gelebte Gottesbeziehung – heute, damit sie morgen trägt.

„Der Staub kehrt zur Erde… der Geist kehrt zu Gott zurück“ (Koh 12,7). – Würde und Vergänglichkeit gehören zusammen.