Zwischen Aufbruch und Wehmut: Gedanken zum neuen Evangelischen Gesangbuch

Zwischen Aufbruch und Wehmut: Gedanken zum neuen Evangelischen Gesangbuch

Mit Verzeichnis der nicht mehr im neuen EG enthaltenen Lieder (Stand 26.03.2026)

Das neue Evangelische Gesangbuch kommt, und ich möchte das nicht als bloße Verlustgeschichte erzählen. Ein Gesangbuch darf und soll sich verändern. Kirche lebt nicht davon, einfach nur zu bewahren, was einmal war, sondern auch davon, den Glauben in neuer Sprache, mit neuen Liedern und neuen geistlichen Zugängen hörbar zu machen. Darum ist es gut und richtig, dass ein neues Gesangbuch nicht einfach nur eine Fortschreibung des bisherigen Evangelischen Gesangbuchs ist. Die vorläufige Liederliste zeigt genau diesen Anspruch: Sie will auswählen, neu akzentuieren und dem Singen der Gegenwart Raum geben. Zugleich ist diese Liste ausdrücklich noch ein Zwischenstand auf dem Weg zur endgültigen Fassung.

Und doch bleibt bei aller Offenheit eine spürbare Wehmut. Denn ein Gesangbuch ist nicht nur ein Arbeitsmittel für den Gottesdienst. Es ist auch ein Erinnerungsraum des Glaubens. Viele Lieder sind für Menschen mit Lebensgeschichten verbunden: mit Kindheit, Konfirmation, Advent und Weihnachten, Karfreitag und Ostern, Trauung, Beerdigung, Trost und Neubeginn. Wenn Lieder aus dem Stammteil nicht mehr aufgenommen werden, dann ist das mehr als eine redaktionelle Veränderung. Es berührt gewachsene Frömmigkeit und kirchliche Heimat.

Was ist die Karwoche – und was bedeutet sie für den christlichen Glauben?

Was ist die Karwoche – und was bedeutet sie für den christlichen Glauben?

Karwoche und Ostern (KI-generiert)

Wenn wir von der Karwoche sprechen, dann reden wir nicht einfach über eine besonders ernste Woche im Kirchenjahr. Wir reden über das Herz des christlichen Glaubens. In dieser Woche verdichtet sich alles: Hoffnung und Enttäuschung, Nähe und Verrat, Liebe und Gewalt, Tod und neues Leben.

Die Karwoche ist die letzte Woche der Passionszeit. Sie dient der Erinnerung an Jesu Leiden und Sterben und zugleich der Vorbereitung auf Ostern. Sie beginnt mit dem Palmsonntag und führt über Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag hin zum Ostermorgen. Liturgisch bilden vor allem die sogenannten Heiligen Drei Tage – vom Abend des Gründonnerstags bis zur Osternacht – den innersten Kern dieser Woche. Historisch wurde diese dichte Form des Mitgehens mit Jesus vor allem seit dem 4. Jahrhundert in Jerusalem geprägt. Die Kirche hat damals begonnen, die einzelnen Stationen von Jesu letztem Weg bewusst liturgisch nachzuvollziehen. So wurde die Karwoche zu einer Schule des Glaubens, des Erinnerns und des Hoffens.[1]

Datein-Konvertierung am Arbeitsplatz (KI generiert)

Publisher-Dateien zukunftssicher machen: PUB/PUBX rechtzeitig als PDF sichern

Datein-Konvertierung am Arbeitsplatz (KI generiert)
Datein-Konvertierung am Arbeitsplatz (KI generiert)

In vielen Gemeinden und Büros schlummern über Jahre hinweg Publisher-Dateien: Gemeindebriefe, Aushänge, Einladungen, Plakate. Bei mir sind es über 2100 pub-Dateien. Das Format .pub (und teils .pubx) ist praktisch – aber eben ein Spezialformat. Wer langfristig sicherstellen will, dass diese Vorlagen später noch lesbar und druckbar sind, sollte rechtzeitig eine PDF-Version erzeugen.

Microsoft weist selbst darauf hin, dass Publisher im Zuge des End-of-Life aus Microsoft 365 verschwindet – und empfiehlt, Publisher-Dateien vorher zu konvertieren.

Die gute Nachricht: Das geht – je nach Menge und Datenschutzbedarf – auf mehreren Wegen.

Warum PDF?

PDF ist die verlässlichste „Archivfassung“:

  • überall öffnbar (auch ohne Publisher),
  • layoutstabil (wichtig fürs Drucken),
  • langfristig gut nutzbar.

Empfehlung aus der Praxis: Original (.pub/.pubx) behalten, aber zusätzlich eine PDF-Archivversion anlegen.

Zwischen Ernst und Einladung

Zwischen Ernst und Einladung

Wie geistliche Gemeindekritik gehört, geprüft und fruchtbar werden kann

Gemeinden werden oft für ihr Gemeindeleben oder ihre Verkündigung kritisiert. Manches ist berechtigt, manches greift zu kurz. Christliche Kritik braucht Ernst und Liebe zugleich. Sie soll nicht spalten, sondern helfen, Christus neu in den Mittelpunkt zu stellen.
Gemeinde miteinander unterwegs (KI generiert)

Manchmal werden Gemeinden wegen ihres Gemeindelebens, ihrer Verkündigung oder ihrer geistlichen Ausrichtung scharf kritisiert. Der Vorwurf lautet dann: zu oberflächlich, zu angepasst, zu wenig biblisch, zu wenig Ernst. Ist solche Kritik berechtigt? Ja – und nein. Ja, weil christlicher Glaube nie beliebig ist. Nein, weil pauschale Urteile dem Evangelium oft nicht gerecht werden. Entscheidend ist, wie Kritik geäußert wird und wohin sie führen soll.

Christliche Gemeindekritik hat eine lange biblische Tradition. Propheten, Apostel und Jesus selbst haben Gemeinden ermahnt, korrigiert und zur Umkehr gerufen. Kritik entspringt häufig echter Sorge um die Wahrheit des Evangeliums, um die Heiligkeit Gottes und um die Wachsamkeit der Kirche. Diese Sorge verdient es, gehört und geprüft zu werden.

Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob Kritik aufbaut oder verletzt, klärt oder spaltet, einlädt oder abschreckt. Das Evangelium kennt den Ernst der Umkehr – aber ebenso den Ton der Gnade.

„Gedenke – und werde fruchtbar“

„Gedenke – und werde fruchtbar“

Eine Theologie des Alters ausgehend von Kohelet 12,1–7

Der Lauf des Lebens (Ki generiert)

Teaser:

Kohelet 12 beschreibt das Altern mit poetischer Ehrlichkeit – ohne Beschönigung, aber auch ohne Resignation. Was heißt das für unseren Glauben heute? Und wie ergänzen Neues Testament und Apokryphen diesen Realismus um Würde, Berufung und Hoffnung?

1. Realistisch – und getragen

Kohelet malt starke Bilder: zitternde „Wächter des Hauses“, stillstehende „Mahlsteine“, verschlossene Türen (Koh 12,1–5). Das ist kein Defizitkatalog, sondern ein Weckruf: „Gedenke deines Schöpfers in den Tagen deiner Jugend“ (Koh 12,1). Erinnerung (zakar) ist hier keine Nostalgie, sondern gelebte Gottesbeziehung – heute, damit sie morgen trägt.

„Der Staub kehrt zur Erde… der Geist kehrt zu Gott zurück“ (Koh 12,7). – Würde und Vergänglichkeit gehören zusammen.

Ein Überblick über das Buch Ester (KI generiert)

„Vom Feiern und Fürchten“ – Ökumenische Bibelwoche 2025/2026

Ein Überblick über das Buch Ester (KI generiert)

Sieben Abende, an denen wir eintauchen in eine kunstvoll erzählte Hofgeschichte voller Ironie, Spannung und überraschender Wendungen. Die Leitfrage zieht sich durch alle Kapitel: Wie überlebt Gottes Volk in der Zerstreuung – und wie entdeckt man Freude an Gottes Treue trotz Widerständen?

Stilistisch ist Ester eine erzählerische Satire mit Tiefgang – perfekt für kluge Gespräche, starke Impulse und gemeinsames Beten.

Die 7 Abende im Überblick

1) Ester 1,1–22 – Eine Frage der Ehre

Ein König hofiert seine Ehre mit 180 Tagen Pomp – bis eine Königin Nein sagt. Was ist echte Ehre, was nur Pose? Was passiert, wenn Zorn und Angst Gesetze schreiben – bis hinunter in die „Haus-Sprache“? Wir fragen, wie Würde geschützt wird und wo „Ordnung“ Beziehung ersetzt.

Darum lohnt sich’s: Humor und Schärfe des Textes entlarven Inszenierung – und öffnen den Blick für Gottes leises Wirken hinter der Bühne.

Wenn Komfort stirbt – Warum echte christliche Gemeinschaft unbequem sein darf

Wenn Komfort stirbt – Warum echte christliche Gemeinschaft unbequem sein darf

Gemeinschaft in der Gemeinde (mit KI erstellt)

Einleitung

In vielen Gemeinden wirkt die christliche Gemeinschaft wie ein ruhiger Hafen voller Vertrautheit. Man kennt sich, man versteht sich – und fühlt sich sicher. Doch was bleibt übrig, wenn wir nur jene willkommen heißen, die uns ähnlich sind?

Die Theologin E. L. Sherene Joseph stellt genau diese unbequeme Frage: Haben wir „Gemeinschaft“ mit „Ähnlichkeit“ verwechselt? Ihre Antwort: Wahre Gemeinschaft beginnt dort, wo Komfort endet.

Diese Fragestellung bewegt mich eigentlich schon seit vielen Jahren, ja von Beginn meines Dienstes als Pfarrer, wie kann Gemeinde offen sein und nicht nur ein Kuschelclub der Erretteten.

Sichere Nutzung von 7-Zip zur Dateiverschlüsselung

Sichere Nutzung von 7-Zip zur Dateiverschlüsselung

mit KI erstellt

(nach DSG-EKD 2025)

Der Schutz personenbezogener Daten ist ein zentrales Anliegen des Datenschutzgesetzes der Evangelischen Kirche in Deutschland (DSG-EKD). Mit der Fortschreibung 2025 werden nicht nur die Regeln für die Verarbeitung von Daten präzisiert, sondern auch konkrete technische Maßnahmen empfohlen.
Eine dieser Maßnahmen ist die sichere Verschlüsselung von Dateien mit 7-Zip – einfach, kostenlos und wirksam.


1. Installation von 7-Zip
  1. Offizielle Webseite aufrufen: www.7-zip.org
  2. Aktuelle 64-Bit-Version für Windows herunterladen
  3. Installationsdatei (EXE) doppelklicken
  4. Den Anweisungen folgen (Standardoptionen reichen aus)
  5. Nach der Installation erscheint 7-Zip im Windows-Explorer im Kontextmenü
Wie man heute glaubwürdig über Jesus spricht – jenseits von Trends

Wie man heute glaubwürdig über Jesus spricht – jenseits von Trends

von KI erstellt

Ein Plädoyer für Tiefe, Kontextsensibilität und einen langen Atem

In Deutschland gibt es keinen Jesus-Hype , sondern eher Gegenwind. Trotzdem können und sollen wir glaubwürdig über Jesus sprechen: mit Tiefe, kultureller Sensibilität und einem Lebensstil leben, der die Botschaft verkündigt.


Jesus ist wieder sichtbar – zumindest in manchen Medien. Serien wie The Chosen, Werbespots wie He Gets Us oder Filme wie Jesus Revolution lassen vermuten: Es gibt wieder eine gewisse Offenheit für geistliche Themen. Doch während in den USA tatsächlich ein gewisser „vibe shift“ spürbar ist, erleben wir in Deutschland sehr oft das Gegenteil: Kirchenaustritte auf Rekordniveau, eine wachsende Distanz zur Kirche und eine Kultur, die christliche Themen werden eher skeptisch oder nur ganz privat betrachtet.

Was bedeutet das für uns als Christinnen und Christen? Sollen wir auf die mediale Wellen aufspringen – oder gibt es einen tieferen, tragfähigeren Weg, über Jesus zu reden, der auch in einem Klima des Gegenwinds Bestand hat?

Gemeindegründung aus Glauben – Fünf Kernprinzipien für heute

Gemeindegründung aus Glauben – Fünf Kernprinzipien für heute

von KI erstellt

Stellen Sie sich vor, Sie gehen durch die Straßen Ihrer Stadt oder Ihres Dorfes. Häuser, Cafés, Schulen, Spielplätze. Menschen eilen zur Arbeit, Jugendliche sitzen auf einer Parkbank, Familien gehen einkaufen. Und dann stellen Sie sich die Frage: Wo ist hier Kirche sichtbar?

Für viele Menschen in unseren Regionen ist Kirche unsichtbar geworden – oder sie nehmen sie nur noch als Institution wahr. Sie läutet vielleicht sonntags die Glocken, aber ihr Alltag bleibt davon unberührt.

Gleichzeitig wissen wir: Gott liebt diese Menschen und möchte ihnen begegnen. Genau hier beginnt der Herzschlag von Gemeindegründung.

Gemeindegründung bedeutet nicht zuerst neue Programme oder große Gebäude. Es geht darum, neue Orte zu schaffen, an denen Menschen Gott begegnen können, und Gemeinschaften zu bauen, in denen Evangelium gelebt und geteilt wird.

Gemeindepicknick

Gemeindepicknick

Rezepte und ein Snack-Plan für 20 Personen

Picknick

Ein Gemeindepicknick ist die perfekte Gelegenheit, um nach dem Gottesdienst noch Gemeinschaft zu erleben und die Sonne zu genießen. Ob im Pfarrgarten, am See, im Stadtpark, auf einer Wiese oder im Wald – gemeinsam essen, lachen und reden gehört zum Christsein einfach dazu.
Damit das Picknick entspannt gelingt, braucht es leckere Snacks, die unkompliziert, transportabel und auch ohne Besteck genießbar sind. Dieser Snack-Plan bietet Rezepte für ca. 20 Personen und ist die perfekte Starthilfe für euer nächstes Gemeindepicknick.


Ein Überblick über das Buch Ester (KI generiert)

„Zu einer Zeit wie dieser …“ – Vom Feiern und Fürchten

Vorschau zur Ökumenischen Bibelwoche 2025/2026

Die Ökumenische Bibelwoche 2025/2026 wird das Buch Esther behandeln. Dazu habe ich schon einmal ein Überblick und eine theologische Einordnung erstellt.

Buch Esther – Überblick und theologische Einordnung

Inhaltliche Gliederung

Das Buch Esther erzählt eine Rettungsgeschichte der jüdischen Diaspora in Persien zur Zeit des Königs Ahasveros (meist mit Xerxes I. identifiziert). Im Zentrum stehen Esther, eine jüdische Frau, die zur Königin erhoben wird, und ihr Cousin Mordechai. Beide vereiteln den Vernichtungsplan des königlichen Beraters Haman gegen die Juden.

Die Erzählung ist kunstvoll strukturiert und enthält zahlreiche Spiegelungen, Kontraste und Reversals: Vashti wird abgesetzt – Esther wird Königin; Haman steigt auf – Mordechai wird übergangen – Mordechai wird geehrt – Haman stürzt. Die dramatische Wende in Kapitel 6 – als Mordechai statt Haman geehrt wird – bildet das narrative Zentrum. Banquets (zehn an der Zahl) strukturieren die Handlung dramaturgisch.

Ein neues Edikt erlaubt den Juden, sich gegen ihre Feinde zu verteidigen. Das Purim-Fest erinnert jährlich an diese Rettung.