Der Dienst als Pfarrer kann alte Wunden aufreißen

(c) sxc.hu/Marzie
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Es klingt vielleicht wie eine Binsenweisheit, aber man muss es sich immer wieder einmal bewusst machen, denn im Alltag erlebt man es ja auch so. Als Pfarrer ist man selbst verletzbar. Man ist keine Maschine, kein Roboter, welcher keine Gefühle hat. Man bringt in seinen Dienst seine Gefühle und Empfindungen mit hinein. Man kann sie nicht abschalten. Das ist gut so. Denn wer Liebe predigt, sollte auch Liebe üben. Selbst Jesus hat Tränen vergossen (z.B. Johannes 11,35).

In der Seelsorge begegnen uns Menschen mit ihren kleinen und großen Schicksalsschlägen. Manchmal sind es kleine Sachen, die aber für sie selbst große Belastungen sind. Als Seelsorger müssen wir den anderen, mit jeder Sache ganz ernst nehmen. Doch dann fallen uns unsere eigenen Schicksalsschläge ein.

Der Dienst als Pfarrer bringt sie dazu ihre Identität aufzugeben

(c) sxc/hu/dogmadic
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Jeder Mensch hat erst einmal eine Persönlichkeit und eine Identität. Und jeder Mensch „spielt“ eine oder mehrere Rollen. Diese sind von ganz unterschiedlichen Faktoren geprägt. Das erste einmal sicher von seiner Persönlichkeit, von seinem Charakter, von seinen Veranlagungen und von seiner Bildung. Aber man wird auch von der Herkunft geprägt, einmal von der ethischen Herkunft, von der kulturellen Herkunft und von der familiären Herkunft. Es macht schon einen großen Unterschied, ob jemand in einem großen Familienverband oder als Einzelkind aufwächst.

Der Dienst als Pfarrer kann isolieren

(c) sxc.hu/TheUsher
(c) sxc.hu/TheUsher

Ich versuche einmal anhand des Buches „Hilfe, ich bin Pastor einer kleinen Gemeinde“ von Steve R. Bierly ein paar Probleme zu beschreiben, die man als Pfarrer im Dienst und in der Gemeinde hat. Und ich hoffe auch Hilfestellung zur Bewältigung dieser Probleme geben zu können. Die meisten dieser Probleme habe ich in meinem Pfarrerdasein durchlebt. Aber am Ende würde ich diesen Beruf nicht deswegen aufgeben, sondern lieber daran arbeiten diese Probleme zu überwinden oder wenigsten abzumildern.

Emmauskurs

Lust am Glauben!

Fensterbild Dreifaltigkeitskirche Reinsdorf
Fensterbild Dreifaltigkeitskirche Reinsdorf

Glaubenskurs Emmaus!

Glaubenskurse haben zur Zeit in der Kirche Konjunktur. Das bezeugt auch die EKD mit ihrem Projekt Kurse zum Glauben. Und das ist gut so. Denn Glaubenskurse sind Einladungen, über den Glauben an Gott und an Jesus Christus ins Gespräch zu kommen. Dabei sind gerade die Fragen und Anfragen wichtig, die wir zum Glauben haben.Es hat einmal jemand gesagt: „Nur der kann richtig glauben, der auch Zweifel hat.“ Echter Glaube muss sich im Alltag des Lebens bewähren. Nur der Glaube trägt, der sich in den Notsituationen und den Schicksalschlägen des Lebens bewährt.

Aber nicht nur da, sondern Glaube soll zum Miteinander und zur Gemeinschaft führen. Miteinander unterwegs sein, auf dem Weg des Glaubens. Und gemeinsam „Lust am Glauben! “ haben, das wollen wir.

In Fraureuth haben wir uns für den Emmaus-Glaubenskurs entschieden, weil dieser genau unser Anliegen widerspiegelt. So werden wir Ende September mit einem Schnupperabend beginnen und im Oktober mit dem Kurs. 

Die Rettungsstation

„An einer gefährlichen Küste, die schon vielen Schiffen zum Verhängnis geworden war, befand sich vor Zeiten eine kleine, armselige Rettungsstation. Das Gebäude war nicht mehr als eine Hütte, und dazu gehörte nur ein einziges Boot; aber die Handvoll Freiwilliger versah unentwegt ihren Wachdienst und wagte sich tags wie nachts unermüdlich und ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben hinaus, um Schiffbrüchige zu bergen.