für eine Kirche mit Zukunft

Ist Gemeindemanagement wirklich keine genau beschreibbare und darstellbare Tätigkeit?

Ich denke schon, dass so vielfältig und breit auch das Aufgabenfeld des Gemeindemanagement ist, dieses sich umschreiben lässt. Natürlich steht immer im Vordergrund zuerst der pastorale Dienst mit der nach dem reformatorischen Verständnis Predigt im Mittelpunkt. Wo bei sich das Bild der Predigt unserer Gegenwart anpassen muss. Verkündigung ist heute nicht mehr die sonntägliche Kanzel allein, sondern heute gibt es vielfältige Formen und Möglichkeiten der Verkündigung. Die Palette ist groß.Meines Erachtens findet sich das Gemeindemanagement schon von Anfang an in der urchristlichen Gemeinde. Ist das nicht schon Gemeindemanagment, wenn die zwölf Apostel durch die Gemeinde in Apostelgeschichte 6 sieben Diakone wählen lassen, damit bestimmte Aufgaben in der Gemeinde erfüllt werden?

Es geschieht viel zu selten, dass wirklich über eine Aufgabenbeschreibung für Pfarrer und Pfarrerinnen vor Ort in der Gemeinde.nachgedacht wird. Manchmal geschieht das bei der Ausschreibung. Da wird dann mal gefragt, was man sich denn alles vom Pfarrer oder von der Pfarrerin wünscht, was er oder sie zukünftig tun soll. Das Ende ist oft, dass Pfarrer oder Pfarrerin eine eierlegende Wollmilchsau sein müssen.

Nein eine wirkliche Verortung geschieht selten. Sind Pfarrer und Pfarrerinnen im Amt wird der große Spielraum der Tätigkeit zufällig und nach ihren Vorlieben gefüllt.

Dagegen schreibt Hans-Jürgen Abromeit:

Die Prioritätensetzung im Dienst darf aber nicht von Vorlieben oder Außensteuerungen abhängig gemacht werden, sondern muss aus dem Zentrum des christlichen Auftrages heraus getroffen werden. Spriituelles Gemeindemanagement versteht sich deswegen als ein Beitrag zur theologischen Begründung und praktischen Gestaltung einer in der Gegenwart angemessen wahrgenommen Pfarrerinnen- und Pfarrerrolle.

Spirituelles Gemeindemanagement als beschreibbare und darstellbare Tätigkeit kann und ist auch in gewisser Weise ein Schutz für die Pfarrerin und den Pfarrer. Sie und er sind trotz der Vielfältigkeit der beruflichen Tätigkeit nicht der Beliebigkeit preis gegeben.

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