Das Tagebuch von PfarrerB

für eine Kirche mit Zukunft

ZOOM-Gottesdienste zum Jahreswechsel

Leider finden zum Jahreswechsel im Altenburger Land kaum Gottesdienste in den Kirchen statt. Daher wollen wir zwei Gottesdienste über die Videoplattform ZOOM anbieten, um wenigsten etwas Gemeinschaft zu haben. Sie sind herzlich eingeladen daran teilzunehmen. Die Zugangsdaten finden Sie auf der folgenden Grafik. Leider haben beide Gottesdienste unterschiedliche Zugangsdaten, weil sie zu verschiedenen Zeiten geplant wurden.

ZOOM-Gottesdienste in der Weihnachtszeit

Leider findet in der Weihnachtszeit im Altenburger Land keine Gottesdienste in den Kirchen statt. Daher wollen wir diese digital über ZOOM anbieten, um wenigsten etwas Gemeinschaft zu haben. Sie sind herzlich eingeladen.

Unser Liedblatt zur Christvesper

Eine Reise durch den Stall – Teil 2 – Jesaja 8,23–9,6 LU

Textlesung

23 Doch es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind. Hat er in früherer Zeit in Schmach gebracht das Land Sebulon und das Land Naftali, so hat er hernach zu Ehren gebracht den Weg am Meer, das Land jenseits des Jordans, das Galiläa der Heiden.
1 Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. 2 Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude. Vor dir freut man sich, wie man sich freut in der Ernte, wie man fröhlich ist, wenn man Beute austeilt. 3 Denn du hast ihr drückendes Joch, die Jochstange auf ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen wie am Tage Midians. 4 Denn jeder Stiefel, der mit Gedröhn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.
5 Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; 6 auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er’s stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth.

Jesaja 8,23–9,6 LU

Eine Reise durch den Stall – Teil 2

R_Grey/pixelio.de

Liebe Gemeinde,
Weihnachten hat seinen Ursprung im Alten Testament. Durch das ganze Alte Testament zieht sich das Versprechen eines kommenden Messias. Wir haben gerade Worte vom Propheten Jesaja gehört, die das zusagen. Das Alte Testament selbst war auch die Bibel von Jesus. Er wusste, dass er selbst die Erfüllung dieser messianischen Prophezeiung war. Jesus erfüllte diese Prophezeiung vom Kommen des Messias auf die Erde. Er kommt in menschlicher Gestalt, geboren als kleines Kind in einem Stall.

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Die Reise durch den Stall – Teil 1

Predigt zum 1. Advent 2020 im Wieratal – Joerg Bachmann

Textlesung

36 Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.

37 Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird es sein beim Kommen des Menschensohns. 38 Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut – sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging; 39 und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin –, so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohns. 40 Dann werden zwei auf dem Felde sein; der eine wird angenommen, der andere wird preisgegeben. 41 Zwei Frauen werden mahlen mit der Mühle; die eine wird angenommen, die andere wird preisgegeben.

42 Darum wachet; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. 43 Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausherr wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, so würde er ja wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. 44 Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint.

Matthäus 24,36–44 LU

Liebe Gemeinde,

Der Stall in Fraureuth

ich wünsche Ihnen ein frohes neues Jahr und Gottes Segen!

Na jetzt denken Sie vielleicht: Der Pfarrer ist wohl in seinen letzten Tagen in unserer Gemeinde noch verrückt geworden.

Nun es hat mit dem heutigen Tag ein neues Jahr begonnen. Bei uns evangelischen Christen und bei unseren katholischen Geschwistern hat heute ein neues Kirchenjahr begonnen. Deshalb ein frohes neues Jahr.

Es sind nicht mal mehr 4 Wochen bis Weihnachten. Auch wenn in diesem Jahr alles anders ist. Nicht das große Spektakel, sondern es viel leiser sein wird. Viel weniger, viel ruhiger. In diesem Jahr kann man wirklich, wenn man will, zur adventlichen und weihnachtlichen Besinnung kommen.

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Advent – Jesus steht vor der Tür

Jesus steht vor der Tür und klopft an (Offenbarung 3, 20), ganz in Wirklichkeit, er bittet dich in Gestalt des Bettlers, des verkommenen Menschenkindes in den verlumpten Kleidern um Hilfe, er tritt dir gegenüber in jedem Menschen, der dir begegnet. Christus wandelt auf der Erde solange es Menschen gibt, als dein Nächster, als der durch den Gott dich anruft, anspricht, Ansprüche stellt. Das ist der größte Ernst und die größte Seligkeit der Adventsbotschaft. Christus steht vor der Tür, er lebt in Gestalt des Menschen unter uns, willst du ihm die Tür verschließen oder öffnen?

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Neuer Himmel – neue Erde

Predigt zum Ewigkeitssonntag 2020 – Offenbarung 21,1–7

Liebe Gemeinde,
ihr kennt ja alle den alten Kinderreim, den manche Eltern sagen, wenn sich ihre Kinder verletzt haben:
Heile, heile Gänschen,
es wird bald wieder gut,
das Kätzchen hat ein Schwänzchen,
es wird bald wieder gut
Heile heile Mäusespeck
in hundert Jahren ist alles weg.

Mit ein paar tröstenden Worten und ein paar Streicheleinheiten können wir Erwachsene unsere kleinen Kinder trösten, wenn sie hingefallen sind, und sich vielleicht sogar ein wenig verletzt haben. Dann gibt es noch etwas Süßes und das Lieblingskuscheltier. Schnell ist der Schmerz überwunden. Und manchmal kann man wirklich staunen, wie zäh Kinder sein können und Schmerzen überwinden.


Leid und Schmerz


Auch im Leben von uns Erwachsen ist es gut, wenn Menschen da sind, die trösten und die anderen bei ihrem Leid und in ihrem Schmerz zur Seite stehen. Das ist ungeheuer wichtig. Man muss nicht immer gleich los reden. Manchmal ist es viel wichtiger, da zu sein und einfach zuzuhören.
Doch manchmal können Schmerz und Leid so groß sein, dass man ohnmächtig vor allem steht, dass keine Worte mehr helfen, dass einem die Worte im Halse stecken bleiben. In so einer Situation kann dann nur noch einer helfen. Das ist Gott, auf den man sein ganzes Leid, sein Schmerz und seine ganze Ohnmacht werfen kann. Dann kann man nur noch auf das blicken, was uns Gott verheißen hat. Auf das, was noch kommen wird.
Mancher ist heute hier, der seiner verstorbenen Angehörigen gedenkt. Einige von ihnen haben liebe Menschen im vergangenen Jahr verloren. Nach solchem Verlust sind wir auf der Suche nach Trost und Beistand und Neuorientierung in unserem Leben. Da helfen solche Kinderreime wie „Heile, heile Gänschen“ recht wenig.
Anders ist es mit dem Wort aus dem Buch der Offenbarung. Einem Wort, das wir immer wieder an den Gräbern unserer Verstorbenen hören. Einem Wort, das uns Hoffnung gibt, einem Wort, das uns Zukunft gibt. Einem Wort, das uns eine neue Orientierung für unser Leben geben will.

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Warum es immer besser ist, eine bestehende Kirchengemeinde neu zum Leben zu erwecken, anstatt neue Gemeinden zu gründen?!

By Nicholas_T under CC BY License (c) billionphotos.com

Mir begegnen immer mehr Christen, die nicht mehr von den Landeskirchen und ihren Strukturen halten, aber die auch in den Freikirchen keinen Platz und Heimat finden. Sie schweben sozusagen im leeren Raum. Sehr oft haben sie sich an den Strukturen und an den hauptamtlichen Mitarbeitern vorort zerrieben. Dennoch ist es gar nicht so einfach, dass sie neue Heimat finden. Manchmal sind es dann noch Hauskreise, die sie auffangen und in denen sie dann ein Nischendasein fristen.

Doch das ist nicht Gemeinde im Sinne Jesu. Aber oft sind ja viele Gemeinden richtig am Boden. Der Gottesdienstbesuch tendiert zu null. Kein Gebet, keine Bibelstunde usw. mehr. Soll man sie sterben lassen. Gerade in den ostdeutschen Landeskirchen gibt es immer mehr Kirchen ohne Gemeinde. Wie gehen wir damit um? Und wenn neues, dann Gemeindegründungen?

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Was würde Martin Luther zu Corona sagen?

Fensterbild Martin Luther in der Walburga-Kirche Wintersdorf
Foto Jörg Bachmann

Wir kennen Martin Luther als einen streitbaren Mann. Er war ein Mensch, der um seinen Glauben an Gott rang, bis er dahin kam, dass er die Kernaussage des Evangeliums fand: „Allein aus Gnade werdet ihr gerettet“.  Dafür trat er nun ein. So kam es dann zur Reformation, deren wir jedes Jahr am Reformationstag gedenken. Nicht nur das. In vielen Kirchen, auch im Altenburger Land ist ein Porträt von ihm zu finden.

Manchmal gut und manchmal schlecht gemalt, oder wie hier in der Wintersdorfer Walburga-Kirche als Fensterbild. Hier finden wir ihn in einer Reihe mit biblischen Personen des Alten und des Neuen Testamentes.

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Pfingsten in Gefangenschaft

Briefe von Dietrich Bonhoeffer an seine Eltern

Nun feiern wir also auch Pfingsten noch getrennt, und es ist doch in besonderer Weise ein Fest der Gemeinschaft. Als die Glocken heute früh läuteten, hatte ich große Sehnsucht nach einem Gottesdienst, aber dann habe ich es gemacht wie Johannes auf Patmos und für mich allein einen so schönen Gottesdienst gehalten, daß die Einsamkeit garnicht zu spüren war, so sehr wart Ihr alle, alle dabei und auch die Gemeinden, in denen ich Pfingsten schon gefeiert habe.

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Herrnhuter Losung

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Andachten und Predigten von Pfarrer Jörg Bachmann aus Kriebitzsch im Altenburger Land - www.pfarrerb.de
Andacht zum 8. Sonntag nach Trinitatis zu 1. Korinther 6,9-20 – Die Freiheit eines Christenmenschen
by Jörg Bachmann


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