Nun feiern wir also auch Pfingsten noch getrennt, und es ist doch in besonderer Weise ein Fest der Gemeinschaft. Als die Glocken heute früh läuteten, hatte ich große Sehnsucht nach einem Gottesdienst, aber dann habe ich es gemacht wie Johannes auf Patmos und für mich allein einen so schönen Gottesdienst gehalten, daß die Einsamkeit garnicht zu spüren war, so sehr wart Ihr alle, alle dabei und auch die Gemeinden, in denen ich Pfingsten schon gefeiert habe.
Eine Andacht zum Sonntag Laetare 22.03.2020 – Jesaja 66,10-14
„Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Ausgangsbeschränkungen sind angesagt. Jeder nur für sich. Abstand halten. Keine sozialen Kontakte .
Feste werden abgesagt. Bei mir sind es mindestens zwei Geburtstagsjubiläen, eine Hochzeit, eine goldene Hochzeit. Aber auch im dienstlichen Bereich muss ich Taufen absagen und die Konfirmationen sind gefährdet. Keine Gottesdienste zu Ostern.
Man kommt sich ohnmächtig vor. Man weiß nicht, ob das alles wirklich gegen die Corona-Pandemie hilft, ob sie dadurch zum Stillstand kommt. Es ist eine schwierige Situation, in der wir uns befinden. Manche Virologen sagen, es ist der Anfang.
Gnade sei mit Euch und Friede von Gott unserem Vater und unserem Herrn und Heiland Jesus Christus. Amen.
Liebe Gemeinde, vielleicht kennen Sie noch das alte Karnevalslied von Jupp Schmitz aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts: Am Aschermittwoch Ist alles vorbei (ist alles vorbei) Die Schwüre von Treue Sie brechen entzwei (sie brechen entzwei) Von all deinen Küssen Darf ich nichts mehr wissen Wie schön es auch sei Dann ist alles vorbei
In der zweiten Strophe dieses Liedes heißt es dann:
Adam und Eva im Paradies Fanden verbotene Früchte süß Und sie probierten auf jeden Fall Noch einmal! (Noch einmal!) Weil der App’tit kam erst hinterher War auf dem Baum bald kein Apfel mehr Da Karneval war im Paradies Flüsterte Eva ganz süß
Predigt zu Jeremia 14,1-9 – 2. Sonntag nach Epiphanias – 19.01.2020
gehalten in Flemmingen und Garbisdorf
Liebe Gemeinde,
in der Leipziger Internet-Zeitung stand am 8. Januar
2020 folgender Artikel:
„Noch ist man am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Leipzig sicher, dass es nach den beiden Dürre-Sommern 2018 und 2019 nicht gleich eine Serie von Dürren in Mitteldeutschland geben wird. Aber das Jahr 2020 hat ja gerade erst begonnen. Niemand weiß, welche Wetterlagen kommen werden. Und tatsächlich thematisiert die Konferenz „Dürren in Mitteldeutschland – Auswirkungen, Herausforderungen, Anpassungsoptionen“ etwas, womit auch in Mitteldeutschland künftig häufiger zu rechnen ist.“
Dennoch spüren wir, dass sich unser Klima verändert.
Natürlich gab es immer schon Perioden, wo das Wetter Kapriolen schlug. Es gab
auch schon mehrere Dürren hintereinander. Davon berichten auch alte Chroniken
und Aufzeichnungen, wie wir sie auch in unseren Pfarrarchiven finden. Doch diese
Dürren und Wetterveränderungen waren nicht so von Dauer, wie sie heute sind. Aktuell
hat ja besonders Australien mit der Hitze und den Waldbränden zu kämpfen.
Predigt zum Reformationstag 2019 – Deuteronomium 6,4-9 Einführung der Kirchenältesten – Kirche Frohnsdorf
ZITAT
5. Mose 6,4
?Höre, Israel,
der Herr ist unser Gott, der Herr
ist einer.?
So beginnt das wichtigste jüdische Gebet. Es ermahnt die Betenden, Gott zu lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.
Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und unserem Herrn und Heiland Jesus Christus. Amen.
Liebe Gemeinde, heute ist der Tag im Jahr, an dem wir dem Reformationsbeginn vor etwas mehr als 500 Jahren gedenken. Reformation kommt vom lateinischen und bedeutet ja Widerherstellung und Erneuerung. Erneuerung – ich weiß nicht wie es euch ergeht, aber spätesten seit der Wende leben wir in der Evangelischen Kirche in einem ständigen Veränderungsprozess. Ich weiß, dass er vielen von uns nicht gefällt. Auch mir an vielen Stellen nicht. Auf jeden Fall lässt er uns nicht zur Ruhe kommen. Und nicht alles an ihm ist wirklich positiv, ja wir machen dabei viele negative Erfahrungen. Denn Reformation – Erneuerung bedeutet Veränderung und das kann auch sehr schmerzhaft sein. Es bleibt nicht mehr bei dem Alten und gewohnten Trott. Das musste auch Martin Luther zu seiner Zeit im Umgang mit seiner Kirche erleben. Wir erleben es heute im Umgang mit unserer Kirche. Und ich sage euch umso dankbarer bin ich, dass sich heute dennoch wieder unter euch, welche dazu bereitgefunden haben, auch weiterhin für die nächsten 6 Jahre für ihre Gemeinden Verantwortung zu übernehmen. Und wir erleben es auch im ganz persönlichen Leben wie Erneuerung und Veränderung bei uns, vielleicht in der Familie, in der Firma, oder auch in der Politik, wie auch bei den Wahlen am vergangenen Sonntag, wie Erneuerung schmerzhaft sein kann. Nun heute möchte ich es mit euch gerade in diesem Gottesdienst einmal exemplarisch am Volk Israel durchdenken. Den modernen Staat Israel gibt es ja nun seit 71 Jahren. Er wird immer wieder von manchen Staaten der Weltgemeinschaft und besonders von seinen Nachbarn in Frage gestellt. Aber für Israel in seiner 3500 jährigen und wenn man die Geschichten der Väter dazu zählt 4000 jährigen Geschichte ist das nichts neues. Denn solange das Volk existiert, wird es in Frage gestellt. Die Ereignisse vor ein paar Wochen in Halle machen uns das ja ganz deutlich. Das Volk hat eine sehr abwechslungsreiche und manchmal sehr tragische Geschichte erlebt, bis in unsere Neuzeit hinein. Eines der wichtigsten Ereignisse am Anfang seiner Geschichte war der Auszug aus Ägypten und die anschließende Wüstenwanderung. Vom Ende dieser Wüstenwanderung kurz vor der Landnahme, kurz vor der Einnahme des Landes Kanaan berichtet heute unser Bibeltext. Mose der Führer des Volkes Israel war nach anstrengendem Wirken alt geworden. Er weiß, dass er bald sterben wird.
Predigt zu Hiob 23,1-17 – 11. Stg.n.Trinitatis 01.09.2019 – Kirche Wolperndorf
Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem
Vater und unserem Herrn und Heiland Jesus Christus. Amen
Einstieg
Wenn einer schlecht aussieht
Der Lehrer sah Fritz an: „Was ist los mit dir?
Warum siehst du so durch den Wind aus?“
Fritz antwortet darauf: Mein Vater sitzt auf der
Polizeiwache und meine Mutter ist im Krankenhaus!
Darauf der Lehrer: „Oh du armer Junge! Geh ruhig
nach Hause!“
Der Direktor sah Fritz gerade gehen. Da fragte er
den Lehrer: „Wohin geht denn Fritz?“ Der Lehrer: „Ich habe ihm
erlaubt, nach Hause zu gehen, weil sein Vater auf der Polizeiwache sitzt und
seine Mutter im Krankenhaus liegt.“
Da antwortete der Schulleiter: „Sein Vater ist
Polizist und seine Mutter ist Krankenschwester … wo sollten sie denn sonst sein?“
Ein Professor der Medizin stirbt, und seine drei Söhne lösen seinen Haushalt auf. Die Mutter war schon lange vorher gestorben, und der Vater hatte mit einer langjährigen Haushälterin allein gelebt. Im Arbeitszimmer des Vaters fanden die Söhne neben vielen wertvollen Dingen in einem Schrank ein steinhartes, vertrocknetes, halbes Brot. Die Haushälterin wusste, was es damit auf sich hatte.
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